[IMI-List] [0695] Studie: Olivgrüne Zukunft / Analysen Dynamit Nobel / Ostermarschreden

IMI-JW imi at imi-online.de
Mi Apr 8 14:21:42 CEST 2026




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Online-Zeitschrift "IMI-List"
Nummer 0695 – 29. Jahrgang
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Liebe Freundinnen und Freunde,

in dieser IMI-List findet sich

1.) der Hinweis auf die neue IMI-Studie „Die Zukunft ist olivgrün. Der 
Umbau der Gesellschaft für das Kriegsgeschäft“;

2.) Die von verschiedenen IMIs bei den Ostermärschen gehaltenen Reden;

3.) Hinweise auf neue Artikel auf der Internetseite;

4.) Eine Analyse zu Dynamit Nobel Defence.


1.) IMI-Studie: Die Zukunft ist olivgrün

IMI-Studie 2026/01
Die Zukunft ist olivgrün
Der Umbau der Gesellschaft für das Kriegsgeschäft
https://www.imi-online.de/2026/03/24/die-zukunft-ist-olivgruen/
Andreas Seifert (24. März 2026)

Einleitung
Bis zum Jahr 2022 hatte die deutsche Rüstungsindustrie einen 
spezifischen Zuschnitt, der vor allem durch Fragmentierung und 
Spezialisierung gekennzeichnet war. Vieles davon ließe sich sehr gut 
anhand der historischen Entwicklungslinien erklären, wie auch, und das 
ist vielleicht sogar entscheidender, mit einer gar nie ernsthaft 
betriebenen Konzentrationspolitik in Deutschland. Nach 1990 ist die 
deutsche Rüstungsindustrie auf rund ein Viertel der Größe zu Hochzeiten 
des Kalten Krieges zusammengeschrumpft – bis 2010 geschätzt in etwa auf 
100.000 Mitarbeiter*innen. Viele einstmals sehr engagierte Firmen sind 
komplett verschwunden, die Mehrheit jedoch ist nur kleiner geworden und 
hat ihre zivilen Marktanteile erhöht. In anderen Staaten hatten ähnliche 
Entwicklungen der sinkenden Nachfrage nach Rüstungsgütern wesentliche 
Konzentrationsprozesse nach sich gezogen – in Deutschland sind 
demgegenüber viele Spezialisten entstanden, die mit Teilen ihrer 
Produktion weiter in der Rüstung aktiv blieben. Wo andere Staaten oft 
einen „Champion“ haben, der kaum etwas anderes macht außer Rüstung, gibt 
es in Deutschland eine Vielzahl von Unternehmen, die zum Teil in 
durchaus ähnlichen Spezialisierungen sowohl im zivilen Markt wie auch in 
der Rüstung aktiv sind, dafür aber ihre Produkte auch weltweit 
vertreiben. Diese Vielfalt – je nach Zuschnitt bisweilen als Konkurrenz 
verkauft, die in einem kompetitiven Markt zu niedrigeren Preisen führen 
sollte – verursachte über die letzten dreißig Jahre vor allem massive 
Kosten im Prozess der Beschaffung von Rüstungsgütern und erhöhte die 
Komplexität ohnedies komplexer Waffensysteme weiter.1 Hinzu kommt/kam, 
dass das absehbar nur moderat steigende Budget für Rüstung in Europa 
dazu führte, dass die Firmen kaum ein wirkliches Interesse an einem 
endgültigen Abschluss ihrer Projekte haben konnten – siehe Eurofighter, 
A400M oder jedes andere beliebige Großprojekt, das Jahre hinter seinem 
Plan hing.2 Dadurch entstanden zusätzliche Kosten, die der Steuerzahler 
schon immer bezahlt hat. Es ist u.a. diese Un-Strukturiertheit und 
Fragmentierung, die es konzeptionell schwierig macht, von einem 
Militärisch-Industriellen-Komplex in Deutschland zu sprechen. Seit 2014, 
also nicht erst seit der Zeitenwende, hat aber eine Debatte um sich 
gegriffen, in der die Bundeswehr als „kaputtgespart“ und „nicht 
einsatzfähig“ gekennzeichnet wurde – die heutige Aufrüstungsdebatte und 
auch das Volumen der Aufrüstung findet hierin einen Anfang. Hier möchte 
ich anhand von vier Eingangsthesen eine Annäherung an das Thema Rüstung 
heute versuchen.

These 1: Die Rüstungsbranche profitiert vom Strukturwandel der Industrie 
in Deutschland – sie kompensiert weder dessen Folgen, noch vermag sie 
eine dauerhafte Perspektive zum Erhalt des Wohlstandsniveaus zu bieten, 
wenn es keinen neuen Krieg gibt.

These 2: Der Ausbau der Rüstungsindustrie wird wesentlich möglich 
gemacht durch den Abbau von etablierten Prozessen – durch selektiven 
Bürokratieabbau, insbesondere den Abbau von Umwelt- und Klimaauflagen, 
den präferierten Zugang zu Kapital und durch die aktive Beförderung von 
Rüstungsexporten.

These 3: Der Ausbau der Rüstungsindustrie geht einher mit der Ausbildung 
eines nationalen MIK – die Eigendynamik der Branche trägt zu ihrer 
Dominanz bei und wird mehr und mehr Bereiche der Gesellschaft 
durchdringen: Dies führt zu einer Militarisierung aller Ebenen.

These 4: Die Rüstungsindustrie zu fördern bedeutet heute, einer 
gerechten Gesellschaft, dem ökologischen Umbau der Ökonomie un der 
Möglichkeit, die Folgen des Klimawandels zu bearbeiten, die Ressourcen 
zu entziehen – die Priorisierung von Sicherheit verunsichert die Zukunft 
der Menschen nicht nur in Deutschland. Dies ist auch der Hebel, mit dem 
sie zu kritisieren ist.

Gesamte Studie hier: 
https://www.imi-online.de/2026/03/24/die-zukunft-ist-olivgruen/


2.) IMI-Reden bei den Ostermärschen

— Redebeitrag von Tobias Pflüger beim Ostermarsch in Ulm am 6. April 2026
— Redebeitrag von Thomas Gruber beim Ostermarsch in Landshut am 6. April 
2026
— Redebeitrag von Pablo Flock beim Ostermarsch in München am 4. April 2026
— Redebeitrag von Jackie Andres beim Ostermarsch in Emden am 4. April 2026
— Redebeitrag von Jürgen Wagner beim Ostermarsch in Stuttgart am 4. 
April 2026

Alle Reden finden sich hier: 
https://www.imi-online.de/2026/04/08/imi-reden-bei-den-ostermarschreden/


3.) Neue Texte auf der IMI-Homepage

IMI-Analyse 2026/11
„In Geld gegossenes Scheitern“
Das Paradebeispiel Funkgeräte zeigt, wie die Bundeswehr Geld verheizt
https://www.imi-online.de/2026/04/07/in-geld-gegossenes-scheitern/
Jürgen Wagner (7. April 2026)

IMI-Standpunkt 2026/023
Zeitenwende oder Zeitreise? Das strategische Recycling der Abschreckung
https://www.imi-online.de/2026/04/02/zeitenwende-oder-zeitreise-das-strategische-recycling-der-abschreckung/ 

Kiflemariam Gebre Wold (2. April 2026)

IMI-Standpunkt 2026/022 - in: junge Welt, 31.3.2026
Warum muss die Nutzung der Air Base untersagt werden?
Durch den US-Stützpunkt in Ramstein ist die BRD in den Iran-Krieg 
involviert und leistet Beihilfe, sagt Tobias Pflüger
https://www.imi-online.de/2026/03/31/warum-muss-die-nutzung-der-air-base-untersagt-werden/ 

(31. März 2026)

IMI-Studie 2026/01
Die Zukunft ist olivgrün
Der Umbau der Gesellschaft für das Kriegsgeschäft
https://www.imi-online.de/2026/03/24/die-zukunft-ist-olivgruen/
Andreas Seifert (24. März 2026)

IMI-Standpunkt 2026/21 - in: AUSDRUCK (März 2026)
Aufrüstung um jeden Preis
„Orte der Aufrüstung“ und das Zukunftswerk Osnabrück als konkreter Kampf
https://www.imi-online.de/2026/03/24/aufruestung-um-jeden-preis/
Tobi Rosswog (24. März 2026)

IMI-Analyse 2026/10 (Aktualisierung 23.3.2026)
Wenn Öl zur Kriegswaffe wird
Umwelt- und Klimakosten des Krieges im Golf
https://www.imi-online.de/2026/03/20/wenn-oel-zur-kriegswaffe-wird/
Jacqueline Andres (20. März 2026)


4.) Analyse Dynamit Nobel Defence

IMI-Analyse 2026/12
Dynamit Nobel Defence auf dem Vormarsch
Rüstungsunternehmen aus dem Siegerland weitet Produktion aus
https://www.imi-online.de/2026/04/08/dynamit-nobel-defence-auf-dem-vormarsch/ 

Jacqueline Andres (8. April 2026)

Die Rüstungsschmiede Dynamit Nobel Defence (DND) GmbH mit Sitz in 
Burbach bei Siegen erfährt seit dem Krieg in der Ukraine starken 
Aufwind. Bekannt ist DND vor allem für seine Panzerabwehrwaffen, wie die 
Panzerfaustfaust 3 oder auch den Typ MATADOR, den DND zusammen mit 
Rafael Advanced Defense Systems (Israel) und der Singapore Defence 
Science and Technology Agency (DSTA) entwickelte. DND, seit 2004 ein 
Tochterunternehmen des israelischen Rüstungskonzerns Rafael Advanced 
Defense Systems, erhielt in den letzten fünf Jahren Großaufträge, z.B. 
für die Lieferungen von Panzerabwehrwaffen an die Ukraine oder an 
Israel. Aktuell finden Gespräche zwischen Rafael, dem Entwickler des 
Iron Dome, und VW statt, um zukünftig Teile des Luftverteidigungssystems 
im Osnabrücker VW-Werk zu produzieren.[1]

DND weitet zudem aktuell erneut den Standort in Burbach aus, eröffnete 
einen neuen Standort bei Kiel und treibt die Internationalisierung des 
Betriebs voran – u.a. in der Ukraine, in Ungarn und in Lettland. Und 
nicht zuletzt weitet DND das eigene Portfolio aus. Es bringt sich damit 
in Position, um nicht nur vom Krieg in der Ukraine und dem Genozid in 
Palästina zu profitieren, sondern auch von der sogenannten Zeitenwende, 
der gefährlichen Aufrüstung in Hinblick auf einen herbeigerufenen Krieg 
mit Russland.

“Entscheidend für den Sieg der Ukraine”?

Nach dem russischen Angriff auf die Ukraine im Jahr 2022 verkaufte DND 
5.100 Panzerabwehrwaffen im Wert von 25 Millionen Euro an die Ukraine. 
Stolz berichtet der CEO von DND, Michael Humbek dazu: “Im 
Ukrainekonflikt gehörten wir zu den ersten Unternehmen, die direkt an 
die ukrainischen Streitkräfte geliefert haben, unabhängig von 
Militärhilfen. Wir haben gesehen, dass das vermeintliche 
Kräfteungleichgewicht zu Ungunsten der Verteidiger durch den massiven 
Einsatz von Panzerabwehrbewaffnung negiert werden konnte. Entscheidende 
Panzervorstöße der russischen Streitkräfte konnten deutlich verzögert 
bzw. verhindert werden.”[2] Auch die damalige Pressesprecherin des 
Weißen Hauses, Jennifer Psaki, betonte im März 2022, dass es die 
Panzerabwehr- und Luftabwehrsysteme seien, die das Land verteidigen.[3]

Am 17. Feburar 2026 unterzeichneten DND und die staatliche Ukrainian 
Defence Industry (UDI), zuvor bekannt als Ukroboronprom, ein Abkommen 
und prüfen eine mögliche Fertigung von Panzerabwehrwaffen in der 
Ukraine. Denkbar seien die Endmontage in der Ukraine durchzuführen oder 
die Waffen in Linzenzfertigung zu produzieren. Dadurch könnte der 
Standort in Burbach entlastet werden und die Produktion für die starke 
Nachfrage angekurbelt werden.[4]

Die Rolle der Kooperation, die die Produktion von Panzerabwehrwaffen in 
der Ukraine ermöglichen soll, beschreibt der Generaldirektor von UDI, 
Herman Smetanin, als “vital für die Stärkung der [ukrainischen] 
Verteidigungskapazitäten und entscheidend für den Sieg der Ukraine”.[5] 
Damit reiht sich DND neben Rheinmetall und der Flensburger Fahrzeugbau 
Gesellschaft in eine Liste von deutschen Rüstungsunternehmen ein, die 
nun in der Ukraine produzieren.[6]

Die Panzerabwehrwaffen landeten auch in den Händen des Azov-Battailons, 
eine Einheit, in deren Ränken sich Neo-Nazis tummeln und die immer 
wieder Nazi-Symbole wie das Sonnenrad oder auch die Wolfangel nutzt, 
mindestens bis 2022 sehr prominent auch in ihrem offiziellen Emblem.[7]

Burbachs MATADOR in Gaza – Verstoß gegen das Völkerrecht

Im Oktober 2023 genehmigte die Bundesregierung die Lieferung von 3.000 
Panzerabwehrwaffen des Typs RGW 90, auch genannt “MATADOR” (Man-Portable 
Anti-Tank Anti-Door), an die israelische Regierung. Produziert von DND 
in Burbach. Die Abkürzung MATADOR bedeutet auf Spanisch “der, der tötet” 
und bezeichnet den Stierkämpfer, der dem Stier den Todesstoß versetzt. 
Die Ausfuhr fand im November 2023 statt. Zu diesen Zeitpunkt war bereits 
klar, dass das israelische Militär in Gaza Kriegsverbrechen verübte.

Auf der Website von DND bewirbt das Unternehmen die 
MATADOR-Panzerabwehrwaffen als “Game Changer”[8] und als “das ultimative 
Instrumentarium der Infanterie, um auf komplexen Gefechtsfeldern im 
Einsatz zu bestehen”.[9] Ihr sogenanntes “Missionsspektrum” reicht weit 
über Panzer hinaus. Laut DND seien sie auch geeignet gegen Fahrzeuge, 
Anti-Struktur – also zur Zerstörung von Häusern – und im Gegensatz zu 
den anderen Panzerfäusten von DND auch gegen Menschen.[10] In einem 
Interview berichtet der CEO von DND, Humbek: “Dass Schulterwaffen 
inzwischen auch gegen ein breites Zielspektrum jenseits von Panzern 
eingesetzt werden, ist folgerichtig: Letztlich geht es um die deutliche 
Erhöhung von Feuerkraft und Durchsetzungsfähigkeit von 
infanteristischen Truppenteilen mit vergleichsweise einfachen, 
kostengünstigen und schnell verfügbaren Effektoren.“[11] Soldaten des 
israelischen Militärs veröffentlichten zahlreiche Bilder und Videos auf 
den sozialen Medien, die zeigen, wie sie mit den Panzerabwehrwaffen auf 
Häuser in Gaza schießen.

Im April 2024 reichten ursprünglich fünf Palästinenser aus Gaza Klage 
gegen die Genehmigung für die Ausfuhr von 3.000 tragbaren 
Panzerabwehrwaffen von DND aus Burbach nach Israel ein. Die israelischen 
Angriffe töteten mehrere ihrer Familienmitglieder und zerstörten ihre 
Häuser in Gaza. Unterstützung bei der Klage erhielten sie u.a. vom 
European Center for Constitutional and Human Rights (ECCHR) sowie den 
palästinensischen Menschenrechtsorganisationen Palestine Centre for 
Human Rights, Al Mazan und Al Haq. Im Juli 2025 wurde einer der Kläger 
durch einen israelischen Drohnenangriff in Gaza getötet. Die Klage wurde 
im November 2025 vom Verwaltungsgericht Berlin aus prozessualen Gründen 
zurückgewiesen, denn es bestehe “keine Wiederholungsgefahr”.[12] Die 
Situation in Gaza habe sich grundlegend verändert und die 
Bundesregierung habe im August 2025 einen teilweisen Exportstopp für 
Kriegswaffen nach Israel verkündet. Nur wenige Tage nach der 
Zurückweisung der Klage erklärte die Bundesregierung, die 
Waffenlieferungen an Israel wieder aufnehmen zu wollen.[13] Bis heute 
gehen die Kriegsverbrechen des israelischen Militärs in Gaza weiter, 
doch die Bundesregierung liefert weiter Kriegswaffen. Laut dem ECCHR 
darf die BRD “keine Waffenexporte genehmigen, wenn ein erhebliches 
Risiko besteht, dass diese Waffen zu Verstößen gegen das humanitäre 
Völkerrecht beitragen”.[14]

Ausweitung der Standorte und des Portofolios

An der Grenze zwischen Hessen und Nord-Rhein-Westfalen liegt Burbach, 
eine Gemeinde mit rund 15.000 Einwohner*innen. Folgt man der 
Alfred-Nobel-Str. aus der Mitte des Ortes raus in den Ortsteil 
Würgendorf, führt sie direkt zum Eingangstor vom Rüstungsunternehmen 
Dynamit Nobel Defence (DND) GmbH. Einst ging das Unternehmen es aus der 
Nobel AG hervor und ist nun ein Tochterunternehmen des israelischen 
Rüstungskonzerns Rafael Advanced Defense Systems. Das dortige 
Werksgelände ist sehr weitläufig, es umfasst mehr als einen 
Quadratkilometer. Ein Gleis führt durch Würgendorf in das Werk hinein 
und der Tennisclub Dynamit Nobel e.V., einst gegründet für die Arbeiter 
des Werkes, grenzt an das Gelände an. Auf dem Gelände befinden sich rund 
“260 Gebäude und Fertigungskomplexe zur Entwicklung, Fertigung und 
Erprobung von Hochtechnologieprodukten”. Besonders seit dem Angriff 
Russlands auf die Ukraine im Jahr 2022 scheint DND zu wachsen. Im Jahr 
2023 erweitere das Unternehmen den Standort um eine neue Gießhalle, um 
die Produktion zu intensivieren und der gestiegenen Nachfrage 
nachzukommen.[15] Seit März 2026 wird erneut gebaut: Ein bestehendes 
Produktions- und Verwaltungsgebäude soll bis Sommer 2027 um mehr als 
1.000 Quadratmeter erweitert werden.[16]

Im Jahr 2026 soll auch ein neuer Standort in Flintbek bei Kiel in 
Betrieb genommen werden – dieser soll als Hauptsitz von DND Digital 
dienen, der als Geschäftsbereich von DND bereits Niederlassungen in 
Berlin und Leipzig unterhält und sich auf die Vernetzung unbemannter 
Systeme, Softwarelösungen (Fire Weaver) und taktische Kommunikation 
konzentrieren soll. DND beschreibt auf der firmeneigenen Homepage 
Fireweaver wie folgt: “Der Fire Weaver Sensor-to-Decision-Verbund von 
DND Digital ist ein revolutionäres Feuerleitsystem, das Sensoren und 
Effektoren plattformübergreifend und in Echtzeit intelligent miteinander 
in Verbindung setzt und die Truppe dabei unterstützt, die Zeit von der 
Aufklärung eines legitimen Ziels bis zu seiner Bekämpfung radikal zu 
reduzieren.”[17] Die Zeit zwischen der Aufklärung und dem 
Raketenabschuss oder dem Bombenabwurf soll reduziert werden – es ist 
zwar ein Human-in-the-Loop System (HITL), d.h. die KI erstellt 
Vorschläge, die von einem Menschen bestätigt, korrigiert oder abgelehnt 
werden, doch auch hier erfolgt eine wachsende Rolle von KI in der 
Entscheidungsfindung über Leben und Tod, es ist eine KI basierte 
Anwendung, die das Töten beschleunigt und Ziele legitimiert. Besonders 
die Vernetzung unbemannter Systeme und Fire Weaver werfen die Frage auf, 
ob hier Erkenntnisse von Rafael aus dem Genozid in Gaza – z.B. auch als 
Trainingsdaten – einfließen.

Die Zahl der Mitarbeiter*innen von DND wächst laut dem CEO Humbek 
schnell: “Im Allgemeinen befindet sich die DND in einer rasanten 
Wachstumsphase: Inzwischen beschäftigen wir mehr als 400 Menschen an 
mehreren Standorten, bald sogar einem internationalen Standort. 
Gestartet sind wir 2004 mit weniger als 100 Mitarbeiterinnen und 
Mitarbeitern.”[18]

Die Zahl der Mitarbeitenden auf der internationalen Ebene wird in den 
nächsten Jahren weiter wachsen: Seit Januar 2025 arbeitet DND an der 
Fertigung einer Fabrik im ungarischen Vecsés, die Abschussrohre für die 
Panzerabwehrwaffen der RGW-Serie fertigen soll. Voraussichtlich im 
Sommer 2026 sollen rund 50 Mitarbeitende die Produktion beginnen.[19]

Seit Februar 2026 besteht eine Partnerschaft zwischen DND und der 
lettischen staatlichen State Defence Corporation (SDC bzw. VAK), um dort 
ab voraussichtlich 2028 Panzerabwehrminen zu produzieren – für Lettland 
und perspektivisch auch für den Export.[20] Allgemein plant DND sein 
Comeback als Hersteller der einst verpönten Minen, von DND als 
“Tätigkeitsfeld Sperrfähigkeit”[21] umschrieben. Der CEO Humbek betonte, 
Dynamit Nobel Defence sei einst als Minenhersteller bekannt gewesen „und 
da kommen wir auch wieder hin. Sie werden uns in Zukunft wieder als 
Minenhersteller erleben.“[22] Auch wenn Panzerminen im Gegensatz zu 
Anti-Personenminen nicht durch internationale Abkommen geächtet sind, 
stellen auch Panzerabwehrminenfelder eine Gefahr für die 
Zivilbevölkerung und die Umwelt dar. Verminte landwirtschaftliche 
Flächen können noch lange Zeit nach dem Konflikt Landwirt*innen ihre 
Lebensgrundlage entziehen und immer wieder auch tödliche Unfälle 
verursachen.

DND stößt auch in die Drohnenkriege vor. So erklärt DND, mit 
unterschiedlichen deutschen Drohnenherstellern zu kooperieren, “um die 
im Unternehmen verfügbare breite Palette an qualifizierten 
Gefechtsköpfen in Strike-Drohnen bzw. Loitering Munition 
[Kamikazedrohnen] zu integrieren.”[23] Das Unternehmen möchte nicht 
selbst zum Drohnenhersteller werden, doch es beabsichtigt, die eignen 
Erfahrungen weitergeben, da die Strike-Drohnen bzw. Kamikazedrohnen, 
oftmals auch die Bekäpfung gepanzerter Fahrzeuge als Ziel haben – und 
dazu verfügt DND über reichlich Expertise.

Gegenwind?

Das VW-Werk in Osnabrück befindet sich in einer Krise und VW scheint 
diese durch einen Umstieg auf militärische Produktion lösen zu wollen. 
Laut der Financial Times sollen zur Zeit Gespräche zwischen VW und 
Rafael, bzw. DND, über eine mögliche Produktion von Teilen des 
Luftabwehrsystems Iron Dome stattfinden. Wie das Nachrichtenportal 
Defence Network berichtet, soll die Bundesregierung laut israelischen 
Quellen dieses Vorhaben unterstützen und die Produktion könne 
gegebenenfalls innerhalb eines Jahres oder eineinhalb Jahre 
beginnen.[24] Konkret heißt das, das VW-Werk könnte zukünftig 
„Nicht-Raketen-Komponenten wie Schwerlast-Lkw für den Raketentransport, 
Abschussvorrichtungen und Stromgeneratoren zur Versorgung des 
Systems“[25]  produzieren. Rafael hingegen plane „eine separate Anlage 
für die Tamir-Abfangraketen“.[26] Damit würde VW, das als Unternehmen 
sich nun verstärkt der Rüstungsproduktion zuzuwenden scheint, dem 
israelischen Unternehmen Rafael dabei helfen, die Produktion auch 
außerhalb Israels auszuweiten. Angesichts des aktuellen 
völkerrechtswidrigen Angriffskrieg Israels und der USA auf den Iran und 
der anhaltenden humanitären Katastrophe in Gaza sind jegliche weitere 
Waffenexporte nach Israel und jegliche militärische Zusammen mit Israel 
strikt abzulehnen. Besonders perfide am Iron Dome ist, dass das 
Luftabwehrsystem in der Westbank aufgebaut ist, sodass abgeschossene 
Raketen und ihre Bestandteile hauptsächlich eine Gefahr für die unter 
der israelischen Besatzung lebenden Palästinenser*innen darstellt. Gegen 
die Umstellung von ziviler auf militärischer Produktion im VW-Werk in 
Osnabrück regt sich Widerstand und es bleibt zu hoffen, dass dieser sich 
ausweitet. Blicken wir auf Alfred Nobel, auf den Dynamit Nobel Defence 
schlussendlich zurückzuführen ist – besonders durch seine Freundschaft 
zu Bertha von Suttner wandte sich der Erfinder von Dynamit, der seinen 
Reichtum zunächst mit dem Bergbau aber schließlich vor allem durch die 
Rüstungsproduktion anhäufte, der Friedensfrage zu. Die Einführung des 
Friedensnobelpreises soll auf Suttner zurückgehen. Einst schrieb er ihr 
in einem Brief: „An dem Tag, da zwei Armeekorps sich gegenseitig in 
einer Sekunde werden vernichten können, werden wohl alle zivilisierten 
Nationen zurückschaudern und ihre Truppen verabschieden.“[27] Alfred 
Nobel setzte darauf, dass die Zerstörungskraft von Waffen zu einer 
Abkehr vom Militarismus und Krieg führen würde. Aktuell drohen die 
Militärapparate nicht nur sich selbst, sondern auch die Zukunft unseres 
Planetens aufs Spiel zu setzten. und dies sollte reichen, um für eine 
Abkehr vom Krieg und gegen die Aufrüstung und Kriegstreiberei – z.B. von 
DND – zu kämpfen.

  Anmerkungen

[1]     Arie Egozi: Iron Dome „Made in Germany“? Gespräche zwischen DND 
und VW laufen, 
https://defence-network.com/iron-dome-made-in-germany-gespraeche-dnd-vw/, 
25.3.2026

[2]     Rainer Krug: Interview mit Michael Humbek – CEO Dynamit Nobel 
Defence, 
https://defence-network.com/interview-mit-michael-humbek-ceo-dynamit-nobel-defence/, 
14.4.2024

[3]     Israeli weapon seen used by Neo-Nazi Ukrainian unit against 
Russia, https://www.jpost.com/international/article-704680, 20.4.2022

[4]     Waldemar Geiger: Dynamit Nobel Defence prüft Fertigung der 
Panzerfaust 3 in der Ukraine, 
https://www.hartpunkt.de/dynamit-nobel-defence-prueft-fertigung-der-panzerfaust-3-in-der-ukraine/, 
19.2.2024

[5]     Lukasz Prus: Dynamit Nobel Defence (DND) enters into cooperation 
with Ukrainian industry, 
https://defence-industry.eu/dynamit-nobel-defence-dnd-enters-into-cooperation-with-ukrainian-industry/, 
19.2.2024

[6]     Olivia Sapwood: Ukroboronprom and German company Dynamit Nobel 
Defense signed a cooperation agreement, 
https://militarnyi.com/en/news/ukroboronprom-and-german-company-dynamit-nobel-defense-signed-a-cooperation-agreement/, 
17.2.2024

[7]     Israeli weapon seen used by Neo-Nazi Ukrainian unit against 
Russia, https://www.jpost.com/international/article-704680, 20.4.2022

[8]     RGW 90 Dynamit Nobel Defence, 
https://dn-defence.com/rgw-90/#:~:text=DER%20%E2%80%9CGAME%20CHANGER%E2%80%9D%EF%BB%BF%20Die%20RGW%2090%20%E2%80%93,in%20allen%20Einsatzszenaren%20und%20unter%20allen%20Umwelteinfl%C3%BCssen.

[9]     Ebd.

[10]   Ebd.

[11]   Rainer Krug: Interview mit Michael Humbek – CEO Dynamit Nobel 
Defence, 
https://defence-network.com/interview-mit-michael-humbek-ceo-dynamit-nobel-defence/, 
14.4.2024

[12]   Wiederaufnahme deutscher Waffenexporte – nur wenige Tage nach 
Klageabweisung von Palästinensern durch Verwaltungsgericht Berlin wegen 
angeblich fehlender Wiederholungsgefahr, 
https://www.ecchr.eu/pressemitteilung/wiederaufnahme-deutscher-waffenexporte-nur-wenige-tage-nach-klageabweisung-von-palaestinensern-durch-verwaltungsgericht-berlin-wegen-angeblich-fehlender-wiederholungsgefahr/, 
18.11.2025

[13]   Ebd.

[14]   Ebd.

[15]   Rainer Krug: Einweihung der neuen Gießhalle der Dynamit Nobel 
Defence, 
https://defence-network.com/einweihung-der-neuen-giesshalle-der-dynamit-nobel-defence/#:~:text=Einweihung%20der%20neuen%20Gie%C3%9Fhalle%20der%20Dynamit%20Nobel%20Defence, 
14.9.2023

[16]   Spatenstich - Bauvorhaben „Anbau Ost – Rohrfertigung“, 
https://dn-defence.com/the-company/news/, 27.3.2026

[17]   Fire Weaver, https://dn-defence.com/fire-weaver-3/.

[18]   Rainer Krug: Interview mit Michael Humbek – CEO Dynamit Nobel 
Defence, 
https://defence-network.com/interview-mit-michael-humbek-ceo-dynamit-nobel-defence/, 
14.4.2024

[19]   DND: Produktions- und Bürogebäude in Ungarn wächst, 
https://militaeraktuell.at/dnd-produktions-buerogebaeude-in-ungarn-waechst/, 
27.10.2025

[20]   Strategic Partnership, 
https://dn-defence.com/de/the-company/news/, 5.2.2026, Gerhard Heiming: 
Dynamit Nobel Defence produziert Panzerabwehrminen in Lettland, 
https://esut.de/2026/02/meldungen/67598/dynamit-nobel-defence-produziert-panzerabwehrminen-in-lettland/, 
6.2.2026

[21]   Sperrfähigkeit, https://dn-defence.com/sperrfaehigkeit/

[22]   Dorothee Frank: Dynamit Nobel Defence setzt wieder auf Minen, 
https://defence-network.com/dynamit-nobel-defence-setzt-wieder-auf-minen/, 
21.5.2025

[23]   Waldemar Geiger: Dynamit Nobel Defence: Qualifizierte 
Gefechtskopfvielfalt für Strike-Drohne und Loitering Munition, 
https://www.hartpunkt.de/dynamit-nobel-defence-qualifizierte-gefechtskopfvielfalt-fuer-strike-drohne-und-loitering-munition/, 
15.10.2025

[24]   Arie Egozi: Iron Dome „Made in Germany“? Gespräche zwischen DND 
und VW laufen, 
https://defence-network.com/iron-dome-made-in-germany-gespraeche-dnd-vw/, 
25.3.2026

[25]   Ebd.

[26]   Ebd.

[27]   Andrea Westhoff: Wie Alfred Nobel sein Vermögen einer Stiftung 
vererbte, 
https://www.deutschlandfunk.de/testament-vor-125-jahren-wie-alfred-nobel-sein-vermoegen-100.html#:~:text=Sie%20gilt%20heute%20als%20%E2%80%9EAnstifterin%20des%20Friedensnobelpreises%E2%80%9C.,Sinn%2C%20doch%20sie%20musste%20bis%201905%20warten., 
27.11.2020




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