[IMI-List] [0689] Analyse: Grönland / Neue Texte (u.a.: Venezuela)

IMI-JW imi at imi-online.de
Mi Jan 21 13:18:44 CET 2026


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Online-Zeitschrift "IMI-List"
Nummer 0689 – 28. Jahrgang
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Liebe Freundinnen und Freunde,

leider ist das neue Jahr alles andere als friedlich gestartet, deshalb 
sind in IMI-List enthalten

1.) Hinweise auf neue Texte (Venezuela, Syrien, deutschen 
Rüstungsimporte, Quadriga Manöver und Überlegungen zum Stand der 
Friedensbewegung).

2.) Eine IMI-Analyse zum Grönland-Konflikt.


1.) Neue Texte auf der IMI-Internetseite

IMI-Standpunkt 2026/005
Quadriga 2026: Deutschland probt die Kriegslogistik
https://www.imi-online.de/2026/01/20/quadriga-2026-deutschland-probt-die-kriegslogistik/ 

Jürgen Wagner (20. Januar 2026)

IMI-Standpunkt 2026/004 - in: Friedensforum 1/2026
Rüstungsexporte der USA nach Deutschland
Die transatlantische Rüstungsachse unter den Regierungen Merz und Trump 
2025ff
https://www.imi-online.de/2026/01/14/ruestungsexporte-der-usa-nach-deutschland/ 

Tobias Pflüger (14. Januar 2026)

IMI-Standpunkt 2026/003
Die „regelbasierte Ordnung“ Anfang 2026
https://www.imi-online.de/2026/01/13/die-regelbasierte-ordnung-anfang-2026/
Bernhard Klaus (13. Januar 2026)

IMI-Standpunkt 2026/002 - in: Graswurzelrevolution 505 - Januar 2026
Bewegung im Wandel der „Zeitenwende“
30 Jahre Informationsstelle Militarisierung, 30 Jahre 
antimilitaristische Aufklärungsarbeit
https://www.imi-online.de/2026/01/12/bewegung-im-wandel-der-zeitenwende/
Christoph Marischka (12. Januar 2026)

IMI-Standpunkt 2026/001
USA, Venezuela und die Trümmer des Völkerrechts
https://www.imi-online.de/2026/01/05/usa-venezuela-und-die-truemmer-des-voelkerrechts/ 

Claudia Haydt (5. Januar 2026)


2.) IMI-Analyse zum Grönland-Konflikt

Zu Grönland gibt es zurzeit laufend neue Nachrichten. Die nachfolgende 
IMI-Analyse greift einige aktuelle Entwicklungen auf, wiederholt aber 
auch Passagen aus der im vorigen Jahr erschienenen IMI-Analyse 2025/12 
„Kampf um Grönland“, die zum Verständnis des Hintergrunds hilfreich sein 
könnten.


IMI-Analyse 2026/01
Grönland im Fokus
Drohende US-Übernahme „auf die ein oder andere Art“
https://www.imi-online.de/2026/01/20/groenland-im-fokus/
Ben Müller (20. Januar 2026)

Noch vor dem offiziellen Beginn von Donald Trumps zweiter Amtszeit als 
US-Präsident geriet Grönland wieder in den Fokus der allgemeinen 
Aufmerksamkeit. Anders als in seiner ersten Amtsperiode verfolgt Trump 
die Übernahme der Insel durch die USA jetzt hartnäckiger und will dafür 
auch militärische Gewalt nicht ausschließen. Vor dem Hintergrund des 
US-Militärschlags gegen Venezuela Anfang 2026 verbreitet sich daher die 
Sorge vor einer gewaltsamen Annexion.
Die größte Insel der Welt

„Kalaallit Nunaat“, wie Grönland in der Landessprache heißt, ist die 
größte Insel der Welt. Mit einer Landfläche von über zwei Millionen 
Quadratkilometern ist sie größer als Deutschland, Frankreich, Spanien, 
Italien und Polen zusammen. Die Bevölkerung Grönlands besteht aber nur 
aus etwa 57.000 Menschen, die hauptsächlich an der Küste im Westen und 
Süden der Insel leben und zum Großteil von indigenen Inuit abstammen. 
Etwa 80% der Landfläche ist von einem Eisschild bedeckt, der im 
Landesinneren über 3.000 Meter dick wird. Sein Schmelzen würde zu einem 
Anstieg des Meeresspiegels um über sieben Meter führen.[1]

Geographisch gehört Grönland zum nordamerikanischen Kontinent. Politisch 
ist es aber ein Teil des Königreichs Dänemark. Seit 1979 genießt 
Kalaallit Nunaat einen Autonomiestatus, und seit 2009 gilt eine 
Selbstverwaltung mit der Möglichkeit, über ein Referendum jederzeit die 
Unabhängigkeit zu erklären. Nur in der Außen- und Verteidigungspolitik 
ist Dänemark weiterhin tonangebend. Außerdem ist die grönländische 
Wirtschaft von einem „Blockzuschuss“ abhängig, den Dänemark jährlich 
bezahlt. Die Haupteinnahmequelle von Grönland ist Fischfang. Für die 
Zukunft könnte aber der Tourismus zu einer weiteren wichtigen 
Einnahmequelle aufsteigen.[2] Auch die Bodenschätze der Insel bieten ein 
Potential für zusätzliche Einkünfte aus der Rohstoffextraktion.
Groll gegen die ehemalige Kolonialmacht

Dänemark ist heute bemüht, seine Kolonialvergangenheit als vorbildlich 
im Vergleich zu anderen Staaten darzustellen. Aber allein durch die 
Entnahme von Bodenschätzen wie etwa beim Kohle- und Graphitbergbau in 
Grönland konnte sich die Kolonialmacht schamlos bereichern. In Ivituut 
im Südwesten von Grönland befand sich z.B. das größte natürliche 
Vorkommen von Kryolith. Seine Ausbeutung von 1854 bis 1987 lieferte 
Dänemark (und während des Zweiten Weltkriegs den USA) einen begehrten 
Rohstoff zur Aluminiumgewinnung.[3]

Die Kolonialzeit endete für Grönland 1953. Beim Versuch, die Insel in 
das Mutterland zu integrieren, verfolgte Dänemark aber eine 
kritikwürdige Assimilationsstrategie, durch die viel der indigenen 
Kultur zerstört wurde. Unter anderem wurden Inuit-Kinder ihren Familien 
entrissen und auf dem Festland „dänisch“ erzogen, sodass sie sich 
schließlich nicht mehr mit ihren leiblichen Eltern verständigen 
konnten.[4] Erst 2020 entschuldigte sich die dänische 
Ministerpräsidentin Mette Frederiksen bei den Betroffenen, und auf 
Drängen der grönländischen Regierung wurde 2022 eine unabhängige 
Untersuchung der vergangenen dänischen-grönländischen Beziehungen 
eingeleitet.[5]

Etwa zeitgleich kam ein anderer Skandal ans Licht: In den 1960er und 
1970er Jahren ließen dänische Behörden Mädchen und Frauen 
Verhütungsspiralen einsetzen. Diese Maßnahmen, die das 
Bevölkerungswachstum in Grönland reduzieren sollten, erfolgten im Rahmen 
von Gesundheitsuntersuchungen an Schulen, häufig ohne vorher die 
Zustimmung der Betroffenen oder ihrer Eltern einzuholen.[6] 
Wissenschaftler*innen wie Ebbe Volquardsen[7] von der Universität 
Grönlands oder Sigri M. Gaїni[8] von der Universität der Färöer Inseln 
weisen darauf hin, dass auch jüngere Fälle von Sorgerechtsentzug in 
Grönland auf heftige Kritik stoßen, da sie kulturelle Eigenheiten der 
Inuit-Bevölkerung nicht berücksichtigen.

Viele Menschen in Grönland hegen einen Groll gegen Dänemark und wünschen 
sich eine baldige Unabhängigkeit ihres Landes. Auch vier der fünf im 
Parlament („Inatsisartut“) vertretenen Parteien befürworten die 
Unabhängigkeit, haben dafür aber unterschiedliche Zeitpläne. Donald 
Trump versucht unterdessen, den Groll gegen Dänemark für seine 
Interessen zu instrumentalisieren. Allerdings sprachen sich in einer 
Umfrage vom Januar 2025 etwa 85% der Grönländer*innen dagegen aus, 
US-Bürger*innen zu werden, und 45% betrachteten Trumps Interesse an 
ihrer Insel als Bedrohung.[9]
Das US-Interesse an Grönland

Die USA haben einen beträchtlichen Teil ihres Territoriums durch 
Kaufgeschäfte erworben. Im 19. Jahrhundert zählten dazu etwa der Kauf 
von Louisiana und von Alaska. Als sie 1867 Alaska von Russland erworben 
hatten, führten sie auch Verhandlungen mit Dänemark über den Erwerb von 
Grönland und Island. Zum Kauf der beiden Inseln kam es damals aber 
nicht, und auch der Kauf von Alaska war seinerzeit wenig populär. 
Spötter bezeichneten das Territorium als „Gefriertruhe“ von 
Außenminister Seward oder als Präsident Johnsons „Eisbärengehege“. Aber 
spätestens als im Norden Alaskas Erdölvorkommen entdeckt wurden, war die 
Mehrheit der Nation stolz auf den Erwerb.

Möglicherweise möchte sich Donald Trump mit dem Erwerb von Grönland 
heute einen ähnlich bedeutsamen Platz in den Geschichtsbüchern sichern 
wie einst William Seward und Andrew Johnson. In seiner ersten Amtszeit 
bezeichnete er sein Vorhaben als „großen Immobilienerwerb“. Und laut 
Aussagen, die Peter Baker für die New York Times festgehalten hat, war 
Trump allein durch Grönlands Ausdehnung auf der Landkarte so fasziniert, 
dass er die Insel für die USA vereinnahmen wollte.[10] Vermutlich 
betrachtet er es als seine verdienstvolle Aufgabe, das US-Territoriums 
um die Landmasse von Grönland zu erweitern.

Die USA unternahmen bereits 1910, 1946 und 1955 weitere erfolglose 
Versuche, Grönland zu kaufen. Während des Zweiten Weltkriegs, als 
Dänemark von Nazideutschland besetzt war, überließ ihnen aber der 
dänische Botschafter einige Souveränitätsrechte, um den Status quo in 
Grönland aufrecht zu erhalten und zu verhindern, dass Deutschland von 
der Insel Besitz ergreift. Die USA errichteten daraufhin rund ein 
Dutzend Militärbasen, Flughäfen und Wetterstationen, von denen sie viele 
auch im Kalten Krieg weiterbetrieben. 1951 willigte Dänemark in ein 
Militärabkommen ein, das den USA exklusive Rechte für ihre Stützpunkte 
in Grönland einräumt.[11]

Nach dem Ende des Kalten Kriegs reduzierten die USA ihre Präsenz in 
Grönland auf die Thule Air Base (seit 2023 „Pituffik Space Base“) im 
Nordwesten der Insel. Das Abkommen von 1951 erlaubt ihnen aber, in 
Abstimmung mit Dänemark und Grönland weitere Militärbasen zu errichten.[12]
Die strategische Bedeutung von Grönland

Kalaallit Nunaat verfügt über reiche, noch unerschlossene 
Rohstoffvorkommen. Außerdem ist seine geostrategische Lage zwischen 
Nordatlantik und Arktis von internationalem Interesse. Durch die 
Klimaerwärmung, die in der Arktis viermal so stark messbar ist wie im 
globalen Durchschnitt, verkleinern sich die Gletscher und geben Raum für 
Bergbauprojekte. Auch das Meereis geht zurück und ermöglicht neue 
Schifffahrtsrouten durch die Arktis, die Asien mit Europa und 
Nordamerika verbinden und Grönland in den internationalen Seeverkehr 
einbinden.

Zu den grönländischen Bodenschätzen zählen reiche Erzvorkommen wie Gold, 
Platin, Kupfer, Zink, Molybdän und Eisenerz, aber auch Graphit, Uran und 
Seltene Erden. Grönland verfügt über 24 von 34 Mineralien, die von der 
EU als kritische Rohstoffe eingestuft werden.[13] Hinzu kommen Fisch und 
andere Meeresressourcen, im Eis gebundene Süßwasserreserven und 
Gesteinsmehl, das als wertvoller Dünger verwendet werden kann. Auch für 
die Energieerzeugung aus Wasserkraft gibt es Potential.

Bereits während des Kalten Kriegs war die Arktis die kürzeste Verbindung 
zwischen den beiden Supermächten USA und UdSSR, so dass Frühwarnsysteme 
zur Erkennung von Raketenangriffen möglichst weit im Norden stationiert 
werden mussten. Die Pituffik Space Base ist die nördlichste Militärbasis 
der USA. Als wichtige Bodenstation zur Weltraum-Überwachung und mit 
Frühwarn-Radaranlagen ausgestattet ist sie für die USA unverzichtbar.

Aus geostrategischer Sicht sind auch die Wasserstraßen zwischen 
Grönland, Island und Großbritannien, die sogenannte „GIUK-Lücke“, von 
besonderer Bedeutung. Einerseits verlaufen hier wichtige Untersee-Kabel, 
die Nordamerika und Europa verbinden, und der Seeweg gilt als 
militärische Nachschubroute im Fall eines Kriegs in Europa. Andererseits 
stellen diese Meerengen die einzige Möglichkeit für russische Schiffe 
dar, von der Arktis in den Atlantik vorzudringen. In Übungen wie 
„Dynamic Mongoose“ bereitet sich die NATO daher regelmäßig auf den 
Anti-U-Boot-Kampf in diesen Gewässern vor.[14]
Militärische Gewalt nicht ausgeschlossen

Bereits in seiner ersten Amtszeit als US-Präsident wollte Donald Trump 
Grönland kaufen. Die dänische Antwort, dass das „absurd“ sei und 
Grönland nicht zum Verkauf stehe, verstörte ihn so, dass er deswegen 
einen Staatsbesuch in Dänemark absagte.[15] Noch vor der offiziellen 
Einführung zu seiner zweiten Amtszeit griff er das Thema wieder auf und 
erklärte „Eigentum und Kontrolle über Grönland“ zu einer „absoluten 
Notwendigkeit“ für die nationale Sicherheit und die Freiheit in der 
Welt.[16]

Wahrscheinlich geht es Trump um die grönländischen Bodenschätze. Auch 
den arktischen US-Staat Alaska betrachtet er offenbar hauptsächlich als 
Rohstoffquelle. Gleich nach seinem Amtsantritt hat er Dekrete zur 
Förderung von Öl, Gas und anderen Ressourcen im Naturschutzgebiet 
„Arctic National Wildlife Refuge“ erlassen.[17] Und auch nach seinem 
Militärschlag gegen Venezuela war es ihm wichtig, das venezolanische Öl 
für US-Konzerne verfügbar zu machen. Aber im Fall von Grönland spricht 
er das nicht aus, sondern redet nur von der nationalen und 
internationalen Sicherheit, oder dass die Insel „von russischen und 
chinesischen Schiffen umzingelt“ sei.[18]

Trump stellte auch den völkerrechtlichen Anspruch Dänemarks auf Grönland 
in Frage: „Die Leute wissen nicht einmal genau, ob Dänemark überhaupt 
einen Rechtsanspruch darauf hat. Aber wenn es einen hat, dann sollte es 
ihn aufgeben.“[19] Und er lehnte es ab, militärische Gewalt zur 
Übernahme der Insel auszuschließen. Vor dem US-Kongress gab er sich 
zuversichtlich, Grönland „auf die ein oder andere Art“ zu übernehmen, 
und den Menschen in Grönland versprach er großspurig Sicherheit und 
Reichtum.[20] Auf die Frage, ob das Pentagon Pläne für eine bewaffnete 
Invasion in Grönland habe, wiederholte US-Verteidigungsminister Pete 
Hegseth vor einem Ausschuss des Repräsentantenhauses mehrfach, das 
Pentagon habe Pläne für alle Eventualitäten.[21]
Die Geschäfte des Thomas E. Dans

In den USA findet Trump viele Personen, die sein Grönland-Vorhaben aktiv 
unterstützen. Eine dieser Personen ist der Risikokapital-Investor Thomas 
Emanuel Dans. Dans war von 2020 bis 2021 Mitglied der 
US-Arktisforschungskommission, bevor er zusammen mit drei weiteren von 
Trump ernannten Kommissionsmitgliedern durch Joe Biden wegen fehlender 
Arktisexpertise aus der Kommission entfernt wurde.[22] Dass Dans bereit 
ist, Konflikte einzugehen, um das US-Territorium zu vergrößern, hat er 
bereits 2022 gezeigt. In Zeitungsbeiträgen vertrat er damals die 
Auffassung, das Grenzabkommen zwischen den USA und der UdSSR von 1990 
sei rechtlich nicht in Kraft, und die USA könnten die russische 
Wrangel-Insel sowie fünf kleinere Inseln in der Arktis beanspruchen, um 
Russland neben dem Ukrainekrieg noch einen weiteren Grenzkonflikt 
aufzubürden.[23]

Heute betreibt Dans unter anderem eine Firma namens „American Daybreak“, 
mit der er Kontakte nach Grönland herstellen möchte. Jørgen Boassen, ein 
grönländischer Maurer und Trump-Anhänger, unterstützt ihn dabei und 
stellt sich bereitwillig für entsprechende Fotoshootings zur Verfügung. 
Dans übernimmt dafür Boassens Reisekosten und hat ihm ein Gehalt 
versprochen.[24] American Daybreak hat 2025 zwei umstrittene 
Grönlandreisen von Donald Trump Junior und von US-Vizepräsident JD Vance 
organisiert.[25] Trump Junior nutzte seinen kurzen Aufenthalt in Nuuk, 
um Fotos mit angeblich US-begeisterten Grönländer*innen aufzunehmen. 
Dafür suchte er sich auch Obdachlose und wirtschaftlich Benachteiligte, 
denen er ein Mittagessen bezahlte, wenn sie sich im Gegenzug mit 
MAGA-Kappen für ihn ablichten ließen.[26]

Die Reise von Vance war ursprünglich als Reise seiner Frau Usha Vance 
zusammen mit US-Energieminister Chris Wright und Sicherheitsberater Mike 
Waltz zu historischen Stätten Grönlands sowie zum Besuch eines 
Schlittenhunderennens geplant. Wegen heftiger Proteste beschränkten die 
Politiker ihren Aufenthalt aber auf die Pituffik Space Base, wo Vance 
harsche Vorwürfe an Dänemark richtete, das angeblich nicht genug 
unternehme, um Grönland vor dem Eindringen Russlands und Chinas zu 
beschützen.[27]

Für Dans hat sich sein Engagement insofern bereits bezahlt gemacht, als 
dass Donald Trump ihn wieder in die Arktisforschungskommission 
eingesetzt hat, diesmal als deren Leiter.[28]
Einflussnahme auf Grönland

Im Mai 2025 berichtete das Wall Street Journal über eine Anweisung an 
die US-Geheimdienste, Grönland stärker zu beobachten. Insbesondere 
sollten Personen in Grönland und Dänemark ausfindig gemacht werden, die 
die US-Interessen in Grönland unterstützen. Auch die 
Unabhängigkeitsbewegung in Kalaallit Nunaat sollte beobachtet werden 
sowie die öffentliche Meinung zu einer Beteiligung der USA an Bergbau- 
und Infrastrukturprojekten.[29] Auch der dänische Rundfunk berichtete im 
August 2025 von mindestens drei US-Bürgern mit Verbindungen zu Donald 
Trump, die sich anschickten, Grönland zu „infiltrieren“. Ob die Männer 
in staatlichem Auftrag unterwegs waren, konnte der Sender zwar nicht 
ermitteln. Dänemark nahm die Angelegenheit dennoch zum Anlass, den 
obersten US-Diplomaten ins Außenministerium einzubestellen.[30]

Dänemark bemühte sich seinerseits, Verbundenheit mit Kalaallit Nunaat 
auszudrücken. Im April 2025 reisten sowohl Premierministerin 
Frederiksen[31] als auch König Frederik X.[32] in die grönländische 
Hauptstadt Nuuk. Auch andere europäische Staatschefs stellten sich an 
die Seite Dänemarks. Der französische Präsident Emmanuel Macron etwa 
stattete Nuuk einen Besuch ab und beteuerte die Bereitschaft 
Frankreichs, für Grönlands Sicherheit einzustehen.[33] Und Deutschland, 
das seine militärische Präsenz in der Arktis steigern möchte, nutzte die 
Gelegenheit und ließ mit dem Einsatzgruppenversorger „Berlin“ im August 
2025 zum ersten Mal ein Kriegsschiff in Nuuk Station machen.[34]

Zu den Akteuren, die ihren Einfluss geltend machen möchten, zählen auch 
reiche Personen aus der US-amerikanischen Tech-Branche, die 
möglicherweise Donald Trumps Grönland-Deal finanzieren sollen. Laut 
einer Reuters-Recherche befürworten Peter Thiel, Marc Andreessen oder 
Dryden Brown, die Grönland offenbar für verfügbares Niemandsland halten, 
dort die Gründung einer deregulierten Privatstadt. Für Brown wäre die 
grönländische Geographie demnach auch eine gute Vorbereitung für eine 
zukünftige Mars-Kolonisierung.[35] Unterstützung werden sie vielleicht 
von Ken Howery erhalten, der zusammen mit Thiel an der PayPal-Gründung 
beteiligt war und seit Oktober 2025 als neuer US-Botschafter in Dänemark 
amtiert.
Wer bedroht Grönland?

Die Behauptung von Trump, dass Grönland von russischen und chinesischen 
Schiffen umzingelt sei, lässt sich leicht widerlegen. Ulrik Pram Gad vom 
Dänischen Institut für Internationale Studien verweist dafür auf die 
Größe der Arktis, die sich in mehrere Gebiete unterteile, deren 
jeweilige Sicherheitssituation für Grönland meistens nicht relevant sei. 
Es gebe zwar russische und chinesische Schiffe in der Arktis, aber von 
Grönland seien sie nicht einmal mit dem Fernglas zu erkennen.[36] Und 
von den Ausführungen zur Bedrohungslage, die JD Vance bei seinem Besuch 
der Pituffik Space Base geäußert hatte, distanzierte sich sogar Oberst 
Susannah Meyers, die damalige Chefin der Basis, in einer E-Mail, 
woraufhin sie allerdings umgehend ihres Postens enthoben wurde.[37]

Viele Wissenschaftler*innen haben sich bereits mit der von Trump 
beschworenen Bedrohung Grönlands, der angeblich nur mit einer Übernahme 
durch die USA begegnet werden könne, auseinandergesetzt. Meistens stellt 
sich dabei heraus, dass diese Bedrohung nicht existent oder maßlos 
übertrieben ist. Andreas Østhagen vom norwegischen Fridtjof Nansen 
Institut stellt z.B. klar, dass Russland vor allem in der europäischen 
Arktis (Barentssee, Svalbard, norwegische Küste) aktiv sei, aber nicht 
bei Grönland. Und China sei zwar an Geschäften in der Arktis 
interessiert, die Versuche chinesischer Firmen, in Grönland zu 
investieren seien aber meist aus Sicherheitsgründen unterbunden worden. 
Chinesische Schiffe seien vor allem an der russischen Küste und vor 
Alaska anzutreffen, aber nicht vor Grönland.[38]

Im Gegensatz zu den USA hat der chinesische Außenminister Wang Yi im Mai 
2025 betont, dass China die dänische Souveränität über Grönland 
respektiere.[39] Auf der Arctic Security Conference im September 2025 in 
Oslo bemerkte die kanadische Wissenschaftlerin Heather Exner-Pirot dazu, 
in den letzten 30 Jahren sei die einzige Bedrohung in der Arktis von den 
USA ausgegangen, eben die von Trump angedrohte Annexion Grönlands.[40] 
Und Mia Bennett, Geographin an der Universität Washington, kommentiert: 
„Während Trump die Furcht vor einem Einfall russischer und chinesischer 
Schiffe in Grönland schürt, fürchten sich die Inselbewohner vor der viel 
realeren Möglichkeit eines Einfalls amerikanischer Schiffe auf der 
größten Insel der Welt.“[41]

Troy Bouffard, Lehrbeauftragter für Arktis-Sicherheit an der Universität 
Alaska Fairbanks, vermutet, dass die Bedrohungen auch für Trump nicht 
real existieren müssen. Er benutze sie aber, um zu eskalieren, und um in 
dem Handelsgeschäft, das die Grönland-Übernahme für ihn darstelle, der 
Gegenseite Zugeständnisse abzupressen.[42]
Dänemark rüstet auf

Bereits seit mehreren Jahren bemüht sich Dänemark, den Einfluss Chinas 
auf Grönland zu unterbinden. 2016 erklärte der damalige Premierminister 
Lars Løkke Rasmussen deswegen, das dänische Militär benötige die 
ehemalige Marinebasis Grønnedal im Süden von Grönland. Mit dieser 
Behauptung konnte er verhindern, dass die Basis von der chinesischen 
Firma General Nice Group gekauft wurde.[43] Auch bei der Erneuerung der 
Flughäfen in Nuuk, Ilulissat und Qaqortoq wurde durch dänische 
Intervention die Firma China Communications Construction Company von der 
Bieterliste ausgeschlossen.[44]

Mit der Begründung einer wachsenden Bedrohung durch Russland und China 
in der Arktis setzt die dänische Regierung zurzeit auf massive 
Aufrüstung. Zusammen mit den autonomen Regierungen in Grönland und auf 
den Färöer Inseln hat sie 2025 zwei Militärabkommen für den Nordatlantik 
und die Arktis vereinbart mit einem Volumen von zusammen 42 Mrd. Kronen 
(ca. 5,6 Mrd. Euro).[45] Hinzu kommen weitere militärische Großausgaben 
für Luftabwehr und zusätzliche F35-Kampfflugzeuge sowie ein 
„Beschleunigungsfonds“, der die dänischen Militärausgaben 2025 und 2026 
auf mehr als 3% des Bruttoinlandsprodukts heben soll.

Die beiden Rüstungspakete für die Arktis beinhalten u.a. fünf neue 
eisgängige Schiffe als Ersatz für die vier Fregatten der Thetis-Klasse. 
Zur Überwachung des ausgedehnten Gebiets sollen Seefernaufklärer, 
Langstreckendrohnen, Radaranlagen und Satelliten beschafft werden. Hinzu 
kommt ein Hauptquartier für das „Joint Arctic Command“ in der 
grönländischen Hauptstadt Nuuk, ein Marine-Kai sowie weitere kleinere 
Drohnen zur Stationierung in Grönland. Auch das militärische 
„Basistraining“ für junge Menschen in Grönland soll ausgeweitet und um 
ein Modul zur Drohnensteuerung erweitert werden.

Nicht nur die NATO-Vorgaben und die Vorwürfe, die US-Vizepräsident Vance 
bei seinem Besuch der Pituffik Space Base vorgebracht hat, fordern 
Dänemark heraus. Auch ein Bericht des öffentlichen dänischen Rundfunks 
vom Januar 2025 attestiert der dänischen Marine erhebliche Schwächen 
beim Anti-U-Boot-Kampf im Nordatlantik und in der Arktis und setzt das 
Militär zusätzlich unter Druck.[46] Der dänische Militärgeheimdienst, 
der in den vergangenen Jahren hauptsächlich vor einer wachsenden 
Bedrohung durch Russland und China gewarnt hat, erwähnt in seinem 
Bericht für 2025 allerdings erstmals kritische Töne zur Rolle der USA: 
„die USA setzen ihre wirtschaftliche und technologische Macht jetzt als 
politisches Druckmittel ein, auch gegen Alliierte und Partner.“[47]
Von Venezuela nach Grönland?

Um den Jahreswechsel 2025/26 ist die Auseinandersetzung um Grönland 
weiter eskaliert. Bereits im Dezember 2025 sorgte die Ernennung von Jeff 
Landry zum US-Sondergesandten für Grönland für diplomatische 
Verstimmung, die Dänemark abermals veranlasste, den US-Botschafter ins 
Außenministerium einzubestellen. Landry, republikanischer Gouverneur von 
Louisiana, postete nach seiner Ernennung auf X, es sei ihm eine Ehre, 
Grönland zu einem Teil der USA zu machen.[48]

Der völkerrechtswidrige US-Angriff auf Venezuela am 2. Januar 2026 mit 
der Entführung von Nicolás Maduro und Cilia Flores setzte einer Reihe 
von militärischen Drohungen und ungerechtfertigten Attacken auf Schiffe 
in der Karibik mit über 100 Toten die Spitze auf. In der Pressekonferenz 
am Folgetag lobte Verteidigungsminister Hegseth den Militärschlag und 
die Durchsetzungsfähigkeit von Donald Trump. Und er erklärte, ähnliche 
Aktionen zu jeder Zeit und an jedem Ort wiederholen zu können („America 
can project our will anywhere, anytime“).[49] Diese Kampfansage galt 
auch Grönland und Dänemark. Einen Tag später ergänzte Trump, die USA 
würden sich um Grönland in etwa zwei Monaten kümmern.[50]

Für Aufregung sorgte auch eine Grönlandkarte in den Farben der US-Fahne, 
die am 3.1.2026 von Katie Miller über X verbreitet wurde. Mit dem Zusatz 
„SOON“ deutete die frühere Trump-Mitarbeiterin und Ehefrau von 
US-Stabschef Stephen Miller an, Grönland werde „bald“ zu den USA 
gehören.[51] Stephen Miller erläuterte derweilen in einem CNN-Interview 
seine imperialistische Sicht auf die Welt, die nur von Stärke, Kraft und 
Macht regiert werde: „Wir sind eine Supermacht, und unter Präsident 
Trump werden wir uns auch wie eine Supermacht verhalten.“ Angesichts der 
militärischen Stärke der USA bedeute das, dass niemand wegen der Zukunft 
Grönlands gegen die Vereinigten Staaten kämpfen werde.[52]

Auch Donald Trump fühlt sich nicht an das Völkerrecht gebunden. In einem 
Interview mit der New York Times sagte er im Januar 2026, seine einzigen 
Grenzen seien seine moralischen Abwägungen und sein Verstand. Er wolle 
keinen Menschen schaden, aber er brauche kein Völkerrecht.[53] Auf die 
Frage, warum er nicht nach dem Abkommen von 1951 Truppen in Grönland 
stationiere, antwortete er, dass Eigentum für ihn psychologisch 
notwendig sei, um Erfolg zu haben.[54]
Das Ende der NATO?

Im Zuge der Eskalation im Grönlandkonflikt hielt Mette Frederiksen Trump 
vor, ein militärischer Angriff auf Grönland sei gleichbedeutend mit dem 
Ende der NATO und der Sicherheitsarchitektur seit dem Zweiten 
Weltkrieg.[55] Trump erklärte dagegen, wenn Grönland in den Händen der 
USA sei, würde das die NATO noch viel mächtiger und wirksamer machen. 
Alles darunter sei inakzeptabel.[56] Für Trump ist es anscheinend kein 
Widerspruch, einem NATO-Mitglied militärisch zu drohen und sich 
gleichzeitig zur NATO zu bekennen.

NATO-Generalsekretär Mark Rutte hatte im März 2025 bei einem Treffen mit 
Trump im Oval Office versucht, die NATO aus der Grönlandfrage 
herauszuhalten. Er gab Trump zwar Recht, dass die Arktis vor Russland 
und China beschützt werden müsse, wollte sich aber nicht dazu äußern, ob 
Grönland zur USA gehören sollte oder nicht.[57] Auch im Januar 2026 
vermeidet es Rutte, sich zu den US-Annexionsdrohungen zu äußern. 
Stattdessen greift er die von Donald Trump behauptete Bedrohung 
Grönlands auf, um ihr eventuell mit einer gemeinsamen NATO-Aktion zu 
begegnen.[58] Möglicherweise will er damit die US-Argumentation 
entkräften, nur die USA könne die Sicherheit Grönlands gewährleisten. Da 
eine russische oder chinesische Bedrohung Grönlands aktuell aber gar 
nicht vorliegt, und es den USA wahrscheinlich eher um Rohstoffe und um 
Trumps Geltungssucht geht, ist Ruttes Strategie zum Scheitern 
verurteilt. Sie führt nur zu einer weiteren Militarisierung der Arktis.

Unabhängig von Mark Ruttes Initiative hat Dänemark im Januar 2026 seine 
Militärpräsenz in Grönland verstärkt. Laut Pressemitteilung des 
Verteidigungsministeriums sollen die Truppen den Einsatz unter 
arktischen Bedingungen trainieren und durch ihre Anwesenheit die 
europäische und transatlantische Sicherheit verstärken. Angekündigt sind 
Flugzeuge, Schiffe und Soldaten auch von NATO-Verbündeten. Zu ihren 
Aufgaben zählen der Schutz kritischer Infrastruktur, die Unterstützung 
lokaler Behörden, die Verlegung von Kampfflugzeugen sowie Operationen 
auf See.[59]

Auf Einladung Dänemarks schickte auch Deutschland ein Erkundungsteam der 
Bundeswehr nach Grönland. Der aus 15 Logistikern und Experten 
unterschiedlicher militärischer Bereiche bestehende Trupp weilte vom 16. 
bis 18. Januar 2026 auf der Insel. Sein Auftrag war es, die Bedingungen 
für einen möglichen Bundeswehreinsatz in Grönland auszukundschaften. 
Ähnliche Erkundungsmissionen wurden auch von Frankreich, Großbritannien, 
Norwegen, Schweden, Finnland und den Niederlanden durchgeführt.[60] Als 
Reaktion kündigte Donald Trump Strafzölle gegen diese Länder an.
Konsequenzen

Am 14. Januar 2026 fand in Washington ein Treffen zur Zukunft Grönlands 
statt, an dem der dänische Außenminister Lars Løkke Rasmussen, die 
grönländische Außenpolitikerin Vivian Motzfeld sowie US-Außenminister 
Marco Rubio und US-Vizepräsident JD Vance teilnahmen. Bei diesem 
Gespräch zeigten sich „grundlegende Meinungsverschiedenheiten“ zwischen 
den beiden Positionen. Eine Arbeitsgruppe soll jetzt sondieren, wie der 
Konflikt beigelegt werden könnte.[61] Es steht aber zu befürchten, dass 
US-Präsident Trump von seinem Anspruch, Grönland zu besitzen, nicht 
abrücken wird.

Bedrohlich wird die Situation dadurch, dass Politiker wie Stephen Miller 
inzwischen völlig offen für das Recht des Stärkeren in internationalen 
Beziehungen eintreten. Wenn Donald Trump behauptet, seine Entscheidungen 
müssten sich nicht am Völkerrecht orientieren, oder wenn Pete Hegseth 
androht, die USA könnten Militärangriffe wie in Venezuela jederzeit und 
überall durchführen, dann erinnert das an finstere Zeiten, in denen 
Machthaber ihre Herrschaft willkürlich und mit brutaler Gewalt durchsetzen.

Im Moment sieht es so aus, als würden die US-Annexionsdrohungen gegen 
Grönland innerhalb der NATO zu einer Art Wettbewerb führen, wer die 
Sicherheit Grönlands am Besten schützen kann. Unabhängig von der Frage, 
ob eine Bedrohung Grönlands durch Russland und China überhaupt 
existiert, heizen die beteiligten Akteure damit aber den Machtkampf an, 
auf dem eine am Recht des Stärkeren ausgerichtete Weltordnung beruht. 
Jede weitere Militarisierung (nicht nur) in der Arktis ist abzulehnen. 
Die daraus entstehende Gefahr der Eskalation bringt verheerende Folgen 
für Menschen, Umwelt und Klima mit sich. Kampfflugzeuge hinterlassen 
große Mengen Kohlenstoffdioxid, Kriegsschiffe beeinträchtigen die 
Meeresfauna und Militärfahrzeuge zerstören die empfindliche Vegetation 
an Land.

Kalaallit Nunaat wird zu einem Spielball fremder Mächte. Eigentlich will 
sich das Land von Dänemark loslösen und seinen eigenen Weg gehen. 
Angesichts der Bedrohung aus den USA fühlt Regierungschef Jens-Frederik 
Nielsen jetzt aber sein Land an die ehemalige Kolonialmacht 
gebunden.[62] Und was wird aus den Menschen, falls Kalaallit Nunaat von 
den USA annektiert wird? Werden sie sich dann weiter von Fischfang und 
Robbenjagd ernähren können? Oder müssen sie ihren Lebensunterhalt in neu 
entstehenden Erz- und Kohleminen verdienen? Oder werden sie zu 
Dienstpersonal in einer deregulierten Privatstadt, während die 
Kraftwerke und Serverfarmen der tonangebenden Tech-Magnaten den 
Klimawandel weiter anheizen?

Der Friedensforscher Egon Spiegel sieht in Kalaallit Nunaat ein 
erfolgversprechendes Potential für gewaltfreien Widerstand. Gerade die 
kulturelle Identität und der direkte soziale Kontakt innerhalb der 
Bevölkerung könne durch konsequente Verweigerung und Ausgrenzung den 
Preis, den die Besatzungsmacht USA langfristig aufbringen muss, nach 
oben treiben.[63] Ob dieser Weg angesichts der dünnen Besiedelung 
Grönlands wirklich zu einem Erfolg führen kann, ist unklar. Als 
Alternative zu militärischem Widerstand sollte er aber auf jeden Fall 
berücksichtigt werden.

Und es bleibt zu hoffen, dass das Recht des Stärkeren sich nicht 
durchsetzt, sondern dass stattdessen Selbstbestimmung und internationale 
Kooperation zur Grundlage der Weltordnung werden. Den Menschen in 
Kalaallit Nunaat ist jedenfalls zu wünschen, dass sie und die Insel, auf 
der sie leben, nicht zu einem Besitzstück oder zu bloßer Handelsware 
herabgewürdigt werden.

[1]Grönländischer Eisschild, de.wikipedia.org

[2]Torfi Johannesson: Resilient Progress: Greenland’s Shift from Block 
Grantz Reliance to Economic Strength, 25.2.2025 nordicinsights.dk

[3]Katie Lockhart: How This Abandoned Mining Town in Greenland Helped 
Win World War II, 27.12.2019 smithsonianmag.com

[4]Yvette Brend: Failed Danish social experiment haunts Greenlandic 
survivors taken from families 70 years ago, 15.2.2022 cbc.ca

[5]Eilís Quinn: Greenland, Denmark initiate investigation into past 
relations, 9.6.2022 rcinet.ca

[6]Speaking up for women in Greenland spiral-case: „We were frozen in 
our bodies for decades“, 3.8.2024 unric.org

[7]Ebbe Volquardsen: Auf dünnem Arktiseis, 21.1.2025 akweb.de

[8]Sigri M. Gaїni: Arctic ‚Commonwealth’ of Denmark, Greenland, Faroe 
Islands has never been a community of equal partners, 10.2.2025 
arctictoday.com

[9]Greenlanders overwhelmingly oppose becoming part of the United 
States, poll shows, 29.1.2025 reuters.com

[10]Jeffrey Gettleman: Greenland Would Be the Largest U.S. Land 
Acquisition, if Trump Got His Way, 13.1.2026 nytimes.com

[11]Marc Jacobsen: Das Interesse der USA an Grönland, 12.09.2025 bpb.de

[12]Elías Thorsson: Danish experts baffled: what more does Trump want?, 
27.1.2025 arctictoday.com

[13]Astri Edvardsen: „Greenland Needs the EU, and the EU Needs 
Greenland“, 9.10.2025 highnorthnews.com

[14]Dynamic Mongoose, 9.7.2020 bundeswehr.de

[15]Carsten Schmiester: Verschnupft bis entsetzt, 21.8.2019 tagesschau.de

[16]Rebecca Shabad: Trump says ownership of Greenland ,is an absolute 
necessity‘, 23.12.2024 nbcnews.com

[17]Hilde-Gunn Bye: Trump Signs Order to Maximize Resource Development 
in Alaska, 22.1.2025 highnorthnews.com

[18]Elías Thorsson: Trump repeats call for Greenland annexation, 
declines to rule out force, 4.1.2026 arctictoday.com

[19]John L. Dorman, Brent D. Griffiths: Trump refuses to rule out using 
military force to take Greenland or the Panama Canal, 7.1.2025 
businessinsider.com

[20]Trine Jonassen: Trump Says The U.S. Will Take Control of Greenland 
‚One Way or The Other‘, 5.3.2025 highnorthnews.com

[21]Lolita C. Baldor, Tara Copp: Hegseth says the Pentagon has 
contingency plans to invade Greenland if necessary, 13.6.2025 apnews.com

[22]Melody Schreiber: In a surprising shakeup, Biden ousts some 
Trump-appointed Arctic research commissioners, 7.9.2021 arctictoday.com

[23]Brendan Cole: U.S. Could Take Back Remote Island Seized by Russia 
Nearly 100 Years Ago, 16.11.2022 newsweek.com

[24]Elías Thorsson: Trump’s man in Greenland is on a mission to 
establish American control, 3.3.2025 arctictoday.com

[25]Elías Thorsson: Obscure U.S. group ‚American Daybreak‘ central to 
controversial Greenland visit, 26.3.2025 arctictoday.com

[26]Ebbe Volquardsen, a.a.O.

[27]Tom Little, Leonhard Foeger, Nandita Bose: Vance slams Denmark for 
not keeping Greenland safe from Russia, China, 28.3.2025 rcinet.ca

[28]President Trump Appoints Thomas Emanuel Dans to Lead U.S. Arctic 
Research Commission, 10.12.2025 arctic.gov

[29]Elías Thorsson:Trump orders espionage campaign against Greenland, 
7.5.2025 arctictoday.com

[30]Astri Edvardsen: Denmark and Greenland’s Message to the US: Any 
Attempt at Interference is Unacceptable, 29.8.2025 highnorthnews.com

[31]Elías Thorsson: Danish PM to U.S.: ,You cannot annex another 
country‘ in blunt Facebook message, 4.4.2025 arctictoday.com

[32]Lasse Sørensen: Danish king packs suitcase of soft power on 
Greenland trip, 29.4.2025 courthousenews.com

[33]Malte Humpert: France Ready for Joint Arctic Exercises, Will Open 
Consulate Says Macron During Visit to Greenland, 16.6.2025 highnorthnews.com

[34]Elías Thorsson: Germany sends warship to Greenland to signal Arctic 
solidarity, 19.8.2025 arctictoday.com

[35]Rachael Levy, Alexandra Ulmer: Exclusive: Greenland ,Freedom City‘? 
Rich donors push Trump for a tech hub up north, 10.4.2025 reuters.com

[36]Ulrik Pram Gad: Don’t get Greenland’s role in Arctic security wrong, 
28.1.2025 diis.dk

[37]Chefin von US-Basis auf Grönland gefeuert, 11.4.2025 tagesschau.de

[38]Andreas Østhagen: Trump & Greenland: Is There Logic in the Chaos?, 
8.1.2025 thearcticinstitute.org

[39]Reuters: China fully respects Denmark’s sovereignty on Greenland, 
foreign minister says, 19.5.2025 reuters.com

[40]Fridtjof Nansen Institutt: Arctic Security Conference 2025: Managing 
Polarization and Fragmentation, 18.9.2025 youtube.com

[41]Mia Bennett: After Venezuela, will Greenland be next to fall in the 
Western Hemisphere?, 8.1.2026 cryopolitics.com

[42]Eilís Quinn: The U.S. already has leverage in Greenland, so why is 
Trump escalating? Experts weigh in, 9.1.2026 rcinet.ca

[43]Martin Breum: Analysis: Did the Danish PM prevent a Chinese 
acquisition on Greenland?, 20.12.2016 highnorthnews.com

[44]Mia Bennett: Controversy over Greenland airports shows China still 
unwelcome in the Arctic, 12.9.2018 cryopolitics.com

[45]Astri Edvardsen: Denmark to Strengthen Arctic Defense by DKK 27,4 
Billion, 15.10.2025 highnorthnews.com

[46]Elías Thorsson: Danish navy’s Arctic capabilities fall short of NATO 
expectations, 29.1.2025 arctictoday.com

[47]Elías Thorsson:Danish intelligence recasts U.S. as security 
challenge in ,seismic shift‘, 19.12.2025 arctictoday.com

[48]Reuters: Denmark summons US ambassador over Trump’s Greenland 
appointment, 22.12.2025 arctictoday.com

[49]Peter Kornbluh, William M. LeoGrande: Trump’s Naked Imperialism, 
4.1.2026 thenation.com

[50]Elías Thorsson: Danish PM says U.S. attack on Greenland would be end 
of NATO, 5.1.2026 arctictoday.com

[51]Elías Thorsson: U.S. will ,soon‘ annex Greenland, wife of top Trump 
aide implies, 4.1.2026 arctictoday.com

[52]Stephen Collinson: Trump’s new US mission statement: Strength, 
force, power, 6.1.2026 edition.cnn.com

[53]Deutschlandfunk: US Präsident Trump: „Brauche kein Völkerrecht“, 
9.1.2026 deutschlandfunk.de

[54]Jeffrey Gettleman, a.a.O.

[55]Elías Thorsson: Danish PM says …, a.a.O.

[56]Nandita Bose, Simon Lewis, Jacob Gronholt-Pedersen: Trump reiterates 
desire for Greenland following high-stakes meeting, 15.1.2026 reuters.com

[57]Sertac Aktan: Trump hält NATO-Chef Rutte bei Vorhaben zur Annexion 
Grönlands für „hilfreich“, 14.3.2025 de.euronews.com

[58]Reuters: NATO discussing next steps to ensure Arctic stays safe, 
Rutte says, 13.1.2026 reuters.com

[59]Danish Ministry of Defence: The Danish Armed Forces expand their 
presence and continue exercises in Greenland in close cooperation with 
allies, 14.1.2026 fmn.dk

[60]Was die Bundeswehr auf Grönland erkundet hat, 18.1.2026 zdfheute.de

[61]Deutschlandfunk: Keine Einigung bei Gesprächen in Washington, 
15.1.2026 deutschlandfunk.de

[62]Elías Thorsson: ,We choose Denmark,‘ Greenland PM says ahead of 
White House meeting, 13.1.2026 arctictoday.com

[63]Egon Spiegel: Wie kann sich Grönland wirksam verteidigen?, 14.1.2026 
gewaltfreieaktion.de



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