[pm] Starkes Zeichen für sichere Kinderwege: 120.000 demonstrieren bei den Kidical Mass Aktionswochen
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Fr Mai 15 09:07:12 CEST 2026
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Gemeinsame Pressemitteilung
Starkes Zeichen für sichere Kinderwege: 120.000 demonstrieren bei den Kidical Mass Aktionswochen
Rund 120.000 Menschen sind europaweit dem Aufruf des Kidical Mass Aktionsbündnisses gefolgt: In den letzten zwei Wochen beteiligten sich allein in Deutschland knapp 27.000 Kinder, Familien und Engagierte an bunten Fahrraddemos und Aktionen im ganzen Land. Gemeinsam forderten sie die Städte und Gemeinden zum Handeln auf: Damit sich Kinder endlich sicher und selbstständig bewegen können, braucht es Schulstraßen, Tempo 30-Zonen sowie sichere Fuß- und Radwege.
Berlin/Köln, 14. Mai 2026. In den letzten zwei Wochen war viel Bewegung auf den Straßen: Bundesweit fanden 127 Kidical Mass Aktionen statt - darunter bunte Fahrraddemos, temporäre Schul- und Spielstraßen sowie Fahrradbusse. Unter den rund 27.000 Teilnehmenden waren Kinder und Erwachsene in kleinen und großen Städten. Sie alle fordern einen Straßenverkehr, der sich an den Bedürfnissen von Kindern orientiert und ihre Wege sicherer gestaltet.
Zu den Aktionswochen aufgerufen hatte das Kidical Mass Aktionsbündnis, dem über 400 lokale Organisationen und Initiativen sowie überregionale Partner*innen angehören. Das Bündnis sieht sich durch die hohe Beteiligung in seinen Forderungen bestärkt: Temporäre und dauerhafte Schulstraßen sind unerlässlich, um die Sicherheit von Schulwegen zu erhöhen. Die Bundesregierung sollte Schulstraßen daher im Straßenverkehrsrecht verankern, wie in Österreich bereits geschehen. Zugleich sind die Bundesländer gefordert, den Beispielen von Baden-Württemberg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein zu folgen und ihre Kommunen per Erlass zur Einrichtung von Schulstraßen zu ermutigen.
Darüber hinaus ruft das Bündnis die Kommunen dazu auf, den im Zuge der StVO-Novelle im Herbst 2024 gewonnenen Handlungsspielraum konsequent zu nutzen. Dazu gehören Maßnahmen wie der Ausbau sicherer Fuß- und Radwegenetze sowie die Einrichtung von Tempo 30-Bereichen und Schulstraßen.
Simone Kraus, Co-Initiatorin der Kidical Mass: "Die Kidical Mass Aktionswochen senden ein klares Signal: Kinder müssen sich selbstständig und sicher im Straßenverkehr bewegen können. Dass viele Maßnahmen trotz der neuen Möglichkeiten durch die StVO-Novelle weiter nur schleppend umgesetzt werden, ist für viele Familien nur schwer nachvollziehbar. Hier braucht es mehr Tempo und Verbindlichkeit - bei Schulstraßen ebenso wie bei sicheren Querungen, Zebrastreifen und Tempo 30 auf Schulwegen
Christiane Rohleder, VCD-Bundesvorsitzende: "Verkehrssicherheit ist vielen Menschen ein wichtiges Anliegen - das haben die Kidical Mass Aktionswochen eindrücklich gezeigt. Zehntausende Menschen jeden Alters fordern eine kindgerechte Verkehrswende. Denn Städte, die die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen berücksichtigen, schaffen automatisch lebenswerte Räume für alle Generationen. Es ist Zeit, dass dieses Bewusstsein endlich auch in der Politik ankommt und Schulstraßen, Tempolimits sowie sichere Rad- und Fußwege umgesetzt werden. Dass Kinder sich frei und sicher im Verkehr bewegen können, gehört ins Zentrum der Verkehrspolitik."
Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes: "Es ist überragend, dass so viele Kinder und Erwachsene für die Forderungen der Kidical Mass auf den Straßen unterwegs waren. Wir müssen Kinder und Jugendliche auch im Bereich der Stadt- und Verkehrsplanung kontinuierlich, umfassend und möglichst frühzeitig mitbestimmen lassen. Kinder und Jugendliche sind Expertinnen und Experten in eigener Sache, auch wenn es um ihre Sicherheit im Straßenverkehr geht. Wir brauchen endlich eine an den Bedürfnissen von Kindern und Jugendlichen ausgerichtete Verkehrspolitik und eine echte Mobilitätswende."
Milena Rauhaus, Changing Cities e.V.: "Wer mit Kind Fahrrad fährt, sieht die Straßen mit anderen Augen. Für die Kleinsten gilt noch mal mehr als für uns Erwachsene: Sie brauchen geschützte Radwege und Fahrradstraßen, die den Namen verdienen. Autos sollten in der Stadt nicht schneller als 30 km/h fahren. Die große Beteiligung an den Kidical Mass Demos hat gezeigt, wie viele Eltern und Kinder sich eine bessere Verkehrspolitik wünschen. Zeit, dass die Politik ins Handeln kommt."
Über das Kidical Mass Aktionsbündnis: Die Kidical Mass ist eine weltweite Bewegung. Seit 2017 gibt es sie auch in Deutschland. Bei bunten Fahrraddemos erobern Radfahrende von 0 bis 99 Jahren die Straße. Die Kidical Mass setzt sich für sichere Wege für Kinder sowie lebenswerte Städte und Gemeinden für alle ein. Herzstück des Aktionsbündnisses sind mehr als 400 lokale Organisationen und Initiativen. Ein einzigartiges Netzwerk - dezentral, selbstorganisiert und gemeinsam stark. Unterstützt wird es von den überregionalen Partner:innen: ADFC, Campact, Changing Cities, Clean Cities Campaign, Deutsches Kinderhilfswerk, VCD und Zukunft Fahrrad.
Hashtags: #KidicalMass #StrassenFürAlle #StreetsForKids
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Jan Langehein, Magdalena Reiner, Pauline Höchter * 030/280351-12 * presse at vcd.org<mailto:presse at vcd.org> * www.vcd.org<https://link.mediaoutreach.meltwater.com/ls/click?upn=u001.shaiF3-2Bb90N6gRRgKFVZ6DBBSJ-2Fhr9Q6rFOH2piEaDWptN8JSYEhiZeTsAZp4n4i9BceJWGvcUFF0j33Eg3IAdKbWlmTjLGdJFn4pghMCoCmxcQhksR5qIPFcctUm3GVZ4OSnpcRe9bNFq3XwNHdmNyjQvZ9TMsNUPcpphBg9V5v3iShIS51TNENR27SokXkPuJI4cl5J-2BT2NdAQObDILtDPRGyZZeorD1Qmxl5knhbt7i7005PEecMsHI-2FGDqS9-2B0PPvjY1FTEBTfCybqkgqj5gPOWjVHhXhI83Ym1iEKYPUgMMCaWXMJGoQQEXsAOZx8NzKFYYGrUFyYO5sqnNwCq-2BWXXFTIU0HZ-2BLF-2F00qqheXvOvp2-2FhzVS7G2Ghi31Z65J8xC9wzxeyWVqswrym7k54bBkMe9rIeW3TYMzSyMoQgVNGoELEPDxr-2BysV3mLNnxL-2Fd3EV3syika9tTxdWx1mnaoySk-2BgL3Q57EaExkuMmfUqERgZ-2BwyPKugPMIITceoFFfLlVExvr8qjBT9p6jrEyVd4oNEVRAj5H86qnotYMxq850YAq-2FxBcpABaz4maNvt6cG4RIJ79IQFt5SIAa7kIBJ9akRiZsCgCjAAkczUGpTqT9AwsjNPHPD1srnwNJD8HknPeK78ZNfl3552iqm3OfiYAr3UmFzfrTt5568S6AMIgTeIJuX-2BTUYihMNYBPAuS_YwRbrzAL9iZPgMDWEOBP8vqRnZblXfh5ceuKoHNEn6uw8QCEhbCv9VSHegzULXPnjpabswTVGTHYZLlsiC4Kg8xKYcpI6zzHsD9gdCDUEgogexebQzTfa8fKpU7e48yeJO8xP-2FmBW5dpMEDtg5KeuV5BL4rKSo9vx5729cHtYRMka-2FHahuxdvgPd6Dw2zqy4IdQ1U0xnjxtNrbnlSIQ-2BrlbgUrdy4nZEThEGcXfCJG0NBPXj3hJa77F7CejtidyZIVZ35-2BSAqJzGvEqXZ9e0NdJrXUQwk-2BIm0fY73QsMuQUav6H8gkF9s3cH8UJ2hTY4jbClab5eYOKvSHuifmtpa0HnoHtisoHIo0hMShh6Ur45I39g1xAv7pW0Peo1pzVJ>
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Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander zwischen allen Menschen auf der Straße - egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.
Das Deutsche Kinderhilfswerk e.V. setzt sich seit mehr als 50 Jahren für die Rechte von Kindern in Deutschland ein. Die Überwindung von Kinderarmut und die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an allen sie betreffenden Angelegenheiten stehen im Mittelpunkt der Arbeit als Kinderrechtsorganisation. Der gemeinnützige Verein finanziert sich überwiegend aus Spenden, auch dafür stehen seine Spendendosen an ca. 40.000 Standorten in Deutschland. Das Deutsche Kinderhilfswerk initiiert und unterstützt Maßnahmen und Projekte, die die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen, unabhängig von deren Herkunft oder Aufenthaltsstatus, fördern. Die politische Lobbyarbeit wirkt auf die vollständige Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland hin, insbesondere im Bereich der Mitbestimmung von Kindern, bei ihren Interessen bei Gesetzgebungs- und Verwaltungsmaßnahmen und der Überwindung von Kinderarmut. Ziel ist insgesamt die gleichberechtigte gesellschaftliche Teilhabe aller Kinder in Deutschland.
Über Changing Cities e.V.: Wir fördern zivilgesellschaftliches Engagement für lebenswertere Städte. Das bislang größte Projekt von Changing Cities e.V. ist der Volksentscheid Fahrrad in Berlin, mit dem es 2016 gelang, die Berliner Verkehrspolitik zu drehen und das bundesweit erste Mobilitätsgesetz anzustoßen. Changing Cities e.V. unterstützt landes- und bundesweit Bürger*inneninitiativen, die sich im Bereich nachhaltige Verkehrswende und lebenswerte Städte einsetzen, mit Kampagnenwissen oder stößt solche Initiativen an. Changing Cities ist als gemeinnützig anerkannt.
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