[pm] PM des VCD Bayern: Sozial. Sicher. Klimafreundlich. Bündnis fordert klare Entscheidungen für sichere Mobilität in Bayerns Kommunen
VCD Landesverband Bayern e.V.
landesbuero at vcd-bayern.de
Mo Jan 12 12:15:50 CET 2026
Pressemitteilung 2/2026
Nürnberg, 12. Januar 2026
Identischer Text in der Pdf-Datei im Anhang
Sozial. Sicher. Klimafreundlich.
Bündnis fordert klare Entscheidungen für sichere Mobilität in Bayerns
Kommunen
München, 12. Januar 2026 – Das Bündnis sozialverträgliche
Mobilitätswende fordert die Kommunen in Bayern auf, bei der Mobilität
klare Prioritäten zu setzen: Ausbau des ÖPNV, des Rad- und Fußverkehrs
und sichere, für alle zugängliche Mobilität.
Anlässlich der Kommunalwahl 2026 legt das Bündnis konkrete Forderungen
vor, die die Kommunen bereits heute umsetzen können.
„Mobilität ist Teil der öffentlichen Verantwortung“, erklärt das
Bündnis. „Wer sicher zur Schule kommen will, wer ohne Auto zum Arzt oder
zur Arbeit muss, braucht eine Kommune, die handelt.“
Unsere zentralen Forderungen an die Kommunen:
• sichere und gute Mobilität für alle:
Breite, freie Gehwege, sichere Querungen, gute Beleuchtung und
Verkehrsberuhigung müssen zum Maßstab kommunaler Planung werden. Kinder,
Ältere und Menschen mit Behinderungen müssen ins Zentrum der Planungen
rücken.
• ÖPNV ausbauen, barrierefrei, alltagstauglich und bezahlbar machen:
Sozialtickets, dichtere Takte und verlässliche Verbindungen – auch
abends und am Wochenende – sind notwendig, damit Bus und Bahn für mehr
Menschen eine echte Alternative zum Auto sind. Ergänzende Angebote wie
Ruf- oder Bürgerbusse sollen gezielt ausgebaut werden.
• Rad- und Fußverkehr ernst nehmen:
Durchgängige, sichere Radwege, sichere Kreuzungen und ausreichend
Abstellmöglichkeiten gehören zur Grundausstattung moderner Kommunen. Der
Fußverkehr braucht eigene Konzepte und verbindliche Fußverkehrspläne.
Kommunen brauchen Rückendeckung von Bund und Land
Das Bündnis betont zugleich, dass viele Kommunen finanziell stark unter
Druck stehen. „Wir wissen, dass Städte und Gemeinden vieles wollen, aber
nicht alles bezahlen können“, so das Bündnis. „Deshalb dürfen Bund und
Land die Kommunen nicht allein lassen.“
Notwendig seien:
• eine verlässliche, langfristige Finanzierung des ÖPNV,
• ausreichend Mittel für Rad- und Fußverkehr,
• sowie die Anerkennung von Mobilität als Pflichtaufgabe der kommunalen
Daseinsvorsorge.
Mut zur Entscheidung
„Die Kommunalwahl 2026 entscheidet darüber, ob unsere Städte und
Gemeinden sicherer, leiser und lebenswerter werden. Jetzt braucht es
politischen Mut.“
Das komplette Forderungspapier des Bündnisses für sozialverträgliche
Mobilitätswende Bayern können Sie hier abrufen:
https://nextcloud.vcd.org/index.php/s/rYJpx3kPTxZfJ7d
Kontakt: Dr. Adelheid Kückelhaus, Tel. 0160 98 91 61 15,
heidi.kueckelhaus at vcd-bayern.de
Verkehrsclub Deutschland (VCD), Landesverband Bayern, Hessestr. 4, 90443
Nürnberg. Tel. 0911 47 17 43, landesbuero at vcd-bayern.de
Zitate der Bündnismitglieder:
„Die kommunale Politik muss die sozialverträgliche Mobilitätswende als
eine ihrer zentralen Aufgaben ansehen. Dazu gehört aus Sicht des VdK
Bayern, bezahlbare Ticketpreise vor Ort sicherzustellen, auch durch
kommunale Sozialtickets, und im Rahmen ihres Einflussbereiches
barrierefreie Mobilität zu gewährleisten.“
(Verena Bentele, Landesvorsitzende Sozialverband VdK Bayern)
„Die Kommunalwahl entscheidet auch über die Zukunft von Bus und Bahn vor
Ort. Klar ist: Ohne ausreichend Personal gibt es keinen verlässlichen
ÖPNV, denn Busse und Bahnen fahren nicht von allein. Ohne verbindliche
Tariftreue bei öffentlichen Vergaben wird es keine stabile und
zukunftsfähige Verkehrsinfrastruktur geben, weil qualifizierte
Beschäftigte fehlen. Bayern braucht daher endlich ein Tariftreue- und
Vergabegesetz. Wer den ÖPNV wirklich ausbauen will, muss für gute
Arbeitsbedingungen, faire Löhne und verlässliche Schichtpläne sorgen,
alles andere sind leere Wahlkampfversprechen.“
(Matthias Birkmann, Landesgeschäftsstellenleiter EVG Bayern)
„Keine Wahl betrifft die Bürger:innen in Bayern so direkt wie die
Kommunalwahl. Und kaum ein Thema prägt ihr ganzes Leben und ihre Umwelt
so sehr wie die Mobilität. Deshalb ist es wichtig, dass bei dieser Wahl
die Weichen gestellt werden für eine nachhaltige Mobilität für alle.“
(Martin Geilhufe, Vorsitzender BUND Naturschutz in Bayern e.V.)
„Der Fußverkehr ist die Grundlage jeder sicheren und sozialen Mobilität
in Kommunen – wird aber noch immer unterschätzt. Gerade für Kinder
müssen Schul- und Alltagswege so gestaltet sein, dass sie selbstständig
und sicher unterwegs sein können.“
(Dr. Christian Loos, Vorsitzender VCD Bayern)
"Umwelt- und Klimaschutz im Alltag bedeutet, dass Menschen echte
Alternativen zum eigenen Auto haben: einen zuverlässigen und bezahlbaren
öffentlichen Personennahverkehr sowie die Möglichkeit, sicher und
komfortabel zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs zu sein. Entscheidend ist,
dass sich alle Verkehrsarten nahtlos miteinander verbinden lassen. Das
entlastet die Straßen, erhöht die Verkehrssicherheit für alle und
steigert spürbar die Lebensqualität vor Ort."
(Eva Mahling, Landesvorsitzende ADFC Bayern)
„Bayern braucht einen öffentlichen Nahverkehr, der überall funktioniert
– nicht nur in den Städten. Dafür müssen wir aber nicht nur in Busse,
Bahnen und Infrastruktur investieren, sondern vor allem auch in die
Menschen, die den Nahverkehr täglich am Laufen halten. Gute
Arbeitsbedingungen, verlässliche Dienstpläne und faire Bezahlung sind
die Voraussetzung dafür, dass genug Fachkräfte gewonnen und gehalten
werden. Ohne sie gibt es keine Mobilitätswende.“
(Bernhard Stiedl, Vorsitzender des DGB Bayern)
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Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband,
der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität
einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen
und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein
gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander zwischen allen Menschen –
egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto
unterwegs sind.
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Ralf Altenberger
Geschäftsführer VCD Bayern
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