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<b>17.03.2023</b><br>
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Am gestrigen Donnerstag hat die CDU-Fraktion im Bundestag einen
Gesetzentwurf für Laufzeitverlängerungen der deutschen
Atomkraftwerke vorgelegt. Dort heißt es, dass die AKW Emsland,
Neckarwestheim und Isar II nicht wie geplant am 15. April vom Netz
gehen, sondern noch bis Ende 2024 weiterlaufen sollen. Dieser
Gesetzentwurf stößt auf großen Widerstand unter
Atomkraftgegner*innen: Mehr als 1000 Menschen der Kampagne
"Runterfahren" kündigen an, sich an Aktionen Zivilen Ungehorsams zu
beteiligen, falls Politik und Betreiber tatsächlich in Erwägung
ziehen, eines der oder alle drei AKW länger am Netz zu lassen.<br>
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Sie haben folgende Selbstverpflichtung auf der Kampagnenseite von
Runterfahren unterzeichnet:<br>
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<b>„Atomenergie ist eine der gefährlichsten und am wenigsten
nachhaltigen Formen der Energiegewinnung. Wenn die laufenden
Atomkraftwerke über den 15.4.2023 hinaus in Betrieb bleiben
sollen, werde ich mich an gewaltfreien Aktionen Zivilen
Ungehorsams gegen den Ausstieg aus dem Ausstieg beteiligen.“</b><br>
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In den letzten Monaten haben bereits drei Warnblockaden vor den AKW
in Neckarwestheim (26.11.22), Lingen (29.1.23) und Landshut (4.3.23)
stattgefunden.<br>
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Die 1019 Unterzeichner*innen sind zwischen 18 und 91 Jahre alt,
unter ihnen eine Sozialökonomin, ein Atomphysiker, eine Mediatorin,
ein Monteur, ein Landeskirchenrat, eine Tischlerin, ein
Feuerwehrmann, ein leitender Hubschrauber-Notarzt, eine
Freiwilligendienstlerin, ein Busfahrer, ein ehemaliger
Referatsleiter im Bundesumweltministerium, ein Landtagsabgeordneter,
eine Pastorin, ein Industriemechaniker, eine Psychotherapeutin und
ein Solarteur. Sie kommen aus Flensburg, Ravensburg, Aachen oder
Leipzig. Sie haben viele Tage und Nächte auf der Straße verbracht,
um gegen die Nutzung von Atomenergie zu protestieren. Sie haben
gemahnt, gefastet, gebetet, Bildungsarbeit gemacht, Castor-Züge und
Straßen blockiert, Gleisbetten ausgehöhlt, sich an Betonpyramiden
angekettet, Straßen untertunnelt, Infoveranstaltungen durchgeführt,
Banner gemalt und sich gefreut, als ihre Arbeit Früchte trug und es
unter dem Eindruck von dem GAU in Fukushima zum Atomausstieg kam.
Jetzt kündigen sie an, dass sie gewaltfreien Widerstand gegen die
Pläne zum Weiterbetrieb von AKW leisten werden. Auch wenn die AKW
wie geplant am 15. April abgeschaltet werden, dann aber zu einem
späteren Zeitpunkt über ein Wiederanfahren diskutiert werden sollte,
wollen die Atomkraftgegner*innen aktiv werden.<br>
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Clara Tempel, Pressesprecherin der Kampagne, erklärt: „Wir werden
uns mit vielen Atomkraftgegner*innen den Laufzeitverlängerungen
entgegenstellen, wenn es zu einem Ausstieg aus dem Atomausstieg
kommt. Die Schrottreaktoren müssen sofort abgeschaltet werden. Mit
jedem Tag steigt das Risiko für Störfälle und die Gefahr einer
radioaktiven Verstrahlung. In Westeuropa wären bei einer einzigen
Kernschmelze durchschnittlich 28 Millionen Menschen von einer
Kontamination mit mehr als 40 Kilobecquerel pro Quadratmeter
betroffen (Quelle siehe unten). Den Ergebnissen der Untersuchung
zufolge dürfte es einmal in 10 bis 20 Jahren zu einer Kernschmelze
in einem der derzeit aktiven Reaktoren kommen. 2011 war das letzte
extreme Reaktorunglück - die Uhr tickt."<br>
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Die Kampagne Runterfahren setzt sich aus früheren
Organisationsstrukturen von X-tausendmal quer gegen
Castor-Transporte ins Wendland, lokalen Anti-Atom-Initiativen und
Aktivist*innen der Klimagerechtigkeitsbewegung, sowie aus
queerfeministischen und antimilitaristischen Kontexten zusammen. Sie
engagiert sich gegen Laufzeitverlängerungen und für ein sofortiges
Abschalten aller Atomanlagen in Deutschland ein. Gemeinsam mit der
Klimagerechtigkeitsbewegung kämpft sie damit für einen Ausbau der
regenerativen dezentralen Energieversorgung statt Nutzung von
fossiler und atomarer Energie.<br>
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Quelle Nuklearer GAU:
<a class="moz-txt-link-freetext" href="https://www.mpg.de/forschung/kernenergie-nuklearer-gau">https://www.mpg.de/forschung/kernenergie-nuklearer-gau</a><br>
Gesetzentwurf:
<a class="moz-txt-link-freetext" href="https://www.bundestag.de/presse/hib/kurzmeldungen-938258">https://www.bundestag.de/presse/hib/kurzmeldungen-938258</a><br>
Liste der Unterzeichner*innen:
<a class="moz-txt-link-freetext" href="https://runterfahren.org/selbstverpflichtung/">https://runterfahren.org/selbstverpflichtung/</a><br>
Fotos zur freien Verwendung unter Angabe der angegebenen Quelle:
<a class="moz-txt-link-freetext" href="https://www.flickr.com/photos/junepa/albums/72177720303433063">https://www.flickr.com/photos/junepa/albums/72177720303433063</a><br>
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<b>Für Interviews stehen wir gerne zur Verfügung, wir vermitteln
auch gerne Unterzeichner*innen der Selbstverpflichtung für
Interviews:</b><br>
Telefon: 01573-9802893<br>
Mail: <a class="moz-txt-link-abbreviated" href="mailto:pressekontakt@runterfahren.org">pressekontakt@runterfahren.org</a><br>
Twitter: <a class="moz-txt-link-freetext" href="https://twitter.com/AKWRunterfahren">https://twitter.com/AKWRunterfahren</a><br>
Website: <a class="moz-txt-link-abbreviated" href="http://www.runterfahren.org">www.runterfahren.org</a><br>
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</body>
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