[DBJRinfo] Ergebnisse und Pressemitteilung U18-Wahl Sachsen Anhalt | Deutscher Bundesjugendring e.V.
DBJR Frederik Sübai
medien at dbjr.de
Mo Aug 31 16:59:09 CEST 2026
Deutscher Bundesjugendring e.V. – Pressemitteilung
31.08.2026
Sehr geehrte Damen und Herren,
bitte finden Sie nachfolgend und anbei eine Pressemitteilung anlässlich
der U18-Wahl in Sachsen-Anhalt 2026. Alle Ergbenisse können hier
abgerufen werden:
https://wahlen.u18.org/landtagswahl-sachsen-anhalt/ergebnisse
Bei Interesse vermittelt die DBJR-Pressestelle gerne Wortbeiträge.
Mit freundlichen Grüßen
Frederik Sübai
*___*
*U18-Landtagswahl Sachsen-Anhalt: Junge Menschen treffen ihre Wahl*
Das Wahlergebnis der Kinder- und Jugendwahl U18 im Vorfeld der
Landtagswahl in Sachsen-Anhalt steht fest. In der Woche vom 24. bis zum
28. August haben landesweit 3.123 junge Menschen unter 18 Jahren in 57
Wahllokalen ihre Stimmen abgegeben. Die Kinder- und Jugendwahl U18 ist
eine der größten Initiativen der außerschulischen politischen
Jugendbildung in Deutschland. Die Wahlergebnisse der U18-Wahlen sind
nicht repräsentativ für junge Menschen in Sachsen-Anhalt, geben aber
Einblick in die parteipolitischen Präferenzen der Teilnehmenden. Die
Wahllokale werden überwiegend ehrenamtlich von Jugendverbänden,
Jugendgruppen und weiteren Engagierten vor Ort organisiert; die
Landeskoordination in Sachsen-Anhalt liegt beim Kinder- und Jugendring
Sachsen-Anhalt. Dieses Wahlergebnis zeigt deutlich: junge Menschen
wählen in großer Mehrheit demokratische Parteien, aber ihr Vertrauen in
die bisher regierenden Parteien schwindet, die Zukunft des Landes
jugendgerecht zu gestalten – die Politik muss um junge Menschen werben,
mit glaubhafter Ansprache und relevanten Angeboten.
*Das Ergebnis der U18-Landtagswahl in Sachsen-Anhalt*
Insgesamt wurden 3.123 Stimmen in 57 selbstorganisierten Wahllokalen
abgegeben. Zur Wahl standen dieselben 15 Parteien wie zur bevorstehenden
Landtagswahl am 6. September auf dem Stimmzettel. *Die Partei Die Linke
hat dabei mit 31 Prozent des Gesamtergebnisses die meisten Stimmen der
teilnehmenden jungen Menschen erhalten. Danach folgen die AfD mit 22,1
Prozent, Bündnis 90/Die Grünen mit 12,7 Prozent, die SPD mit 8,7 Prozent
und die CDU mit 6,6 Prozent. *Die landesweiten und lokalen Ergebnisse
der U18-Landtagswahl Sachsen-Anhalt sind auf der _U18-Website
<https://wahlen.u18.org/landtagswahl-sachsen-anhalt/ergebnisse>_ in
mehreren Darstellungen einsehbar und stehen in verschiedenen
Dateiformaten als Download zur Verfügung.
*Was junge Menschen bewegt*
Junge Menschen wollen die Zukunft Sachsen-Anhalts gestalten: mit Ideen,
Engagement und Mut. Wahlergebnisse alleine erklären nicht, welche
Erfahrungen, Sorgen und Erwartungen hinter einer Wahlentscheidung
stehen. Einen Einblick geben die Anliegen, die junge Menschen aus ganz
Sachsen-Anhalt in einem mehrjährigen Beteiligungsprozess selbst als
konkrete _Forderungen zur Landtagswahl 2026
<https://www.kjr-lsa.de/wp-content/uploads/2024/08/2025-KJR-Broschuere-ForderungenLTW2026-210x260mm-web.pdf.>_
formuliert haben. Sie reichen von einem zuverlässigen und bezahlbaren
ÖPNV über bessere psychotherapeutische Angebote und kostenloses
Schulessen bis hin zu mehr Möglichkeiten, politische Entscheidungen
mitzugestalten. Damit zeigen sie sehr konkret, welche Themen ihren
Alltag prägen und wo sie Veränderungen von der Landespolitik erwarten.
*Deutliche Mehrheit junger Menschen wählt zur U18-Wahl demokratisch*
Die deutliche Mehrheit der jungen Menschen, die sich an der U18-Wahl in
Sachsen-Anhalt beteiligt haben, hat ihre Stimme demokratischen Parteien
gegeben. Dass die Partei Die Linke die meisten Stimmen erhalten hat,
zeigt, dass die teilnehmenden jungen Menschen eigene politische
Schwerpunkte setzen. Junge Menschen sind eine heterogene Gruppe mit
vielfältigen Interessen und Einstellungen. Oft wird nur über sie
gesprochen, sie selber werden jedoch kaum gefragt oder gehört, ihre
Vielstimmigkeit kommt selten zur Geltung.
„Das U18-Wahlergebnis zeigt: die jungen Menschen, die an U18
teilgenommen haben, trauen den aktuell in Sachsen-Anhalt regierenden
Parteien weniger zu, die Zukunft des Landes jugendgerecht zu gestalten.
Wir brauchen eine ernsthafte Auseinandersetzung mit den
unterschiedlichen Herausforderungen, Interessen und Forderungen junger
Menschen - sie ist längst überfällig. Alle demokratischen Parteien sind
in der Pflicht, in den kommenden Jahren das Vertrauen der jungen
Menschen wiederzugewinnen und dafür überzeugende Angebote zu machen“
sagt Wendelin Haag, Vorsitzender des Deutschen Bundesjugendrings.
Wir stellen fest, dass 22,1 Prozent – deutlich weniger als bei den
Wahlberechtigten über 18 Jahren laut den aktuellen Umfragen - der jungen
Menschen mit der AfD eine Partei gewählt haben, die seit 2023 in
Sachsen-Anhalt durch den Verfassungsschutz als gesichert
rechtsextremistisch eingestuft ist. Die Bestrebungen dieser Partei
missachten die Würde des Menschen und die demokratischen Prinzipien
unserer Gesellschaft und unseres Staates: Die AfD will einen
rassistisch-völkischen Staat, sie ist muslimfeindlich und ihre
Vertreter*innen verbreiten antisemitische Erzählungen; sie strebt die
Abschaffung der gegenwärtigen parlamentarischen Demokratie an und
richtet sich gegen das Demokratieprinzip aus Art. 20 Abs. 1 Grundgesetz;
sie kooperiert mit rechtsextremen Organisationen und hat personelle
Überschneidungen bis in die Neonazi-Szene.
Die Jugendverbände und -ringe sehen ihre Aufgabe darin, auch junge
Menschen zu erreichen, die offen für Angebote der rechtsextremen AfD
sind. Diese Herausforderung erfordert eine öffentliche Unterstützung und
Förderung. Die Jugendverbände und -ringe im Bundesjugendring treten für
Demokratie, Sozial- und Rechtsstaatlichkeit sowie unveräußerliche
Menschenrechte ein. Sie stehen für die Gleichberechtigung aller
Geschlechter, Inklusion, ein friedliches Miteinander der Religionen,
soziale Rechte und Gerechtigkeit, Umweltschutz, ein demokratisches und
soziales Europa, Frieden sowie eine solidarische Gesellschaft. Dem steht
die AfD unvereinbar gegenüber. Wir betrachten sie vor diesem Hintergrund
als eine menschen- und jugendfeindliche Partei und _fordern seit 2024,
die Prüfung der Verfassungswidrigkeit der Partei einzuleiten
<https://www.dbjr.de/artikel/afd-parteiverbotsverfahren-jetzt>_.
*Politik betrifft junge Menschen. U18 macht Mut, Politik mitzugestalten.*
Die Kinder- und Jugendwahl U18 ist eine der größten Initiativen der
außerschulischen politischen Jugendbildung in Deutschland: offen,
niederschwellig und selbstorganisiert. U18-Wahllokale werden in
Jugendverbänden, Jugendgruppen, Jugendtreffs, auf Spielplätzen, in
Feuerwachen, Bibliotheken, Gemeindehäusern oder an Schulen eingerichtet.
Junge Ehrenamtliche organisieren Workshops, Diskussionen und weitere
Aktivitäten rund um die Wahl; Kinder und Jugendliche setzen sich dabei
mit politischen Themen und mit demokratischen Prozessen auseinander. So
macht U18 junge Stimmen sichtbar und belebt die Demokratie durch
Engagement und frische Perspektiven.
*Herzlichen Dank an alle Beteiligten der U18-Wahlen*
Der Kinder- und Jugendring Sachsen-Anhalt als die für die Durchführung
dieser U18-Wahlen verantwortliche U18-Landeskoordination und der
Deutsche Bundesjugendring bedanken sich herzlich bei allen, die die
Wahllokale vor Ort organisiert und unterstützt haben, den jungen
Ehrenamtlichen, Jugendverbänden, Gruppen und Vereinen, die sich für die
demokratische Teilhabe junger Menschen einsetzen und die U18-Wahl
durchgeführt haben.
Die überwiegend ehrenamtlich ermöglichen U18-Wahlen werden durch ein
Unterstützernetzwerk sowie durch Koordinierende in den Bundesländern,
Regionen und zum Teil in Kommunen beraten, vernetzt und unterstützt.
Alle die U18 unterstützen und durchführen sind überzeugt: Junge Menschen
müssen sich in demokratische Wahlen einbringen können. Politische
Jugendbildung braucht selbstbestimmte Freiräume für junge Menschen.
Dafür braucht es die politische Unterstützung sowie den Schutz der
demokratischen Zivilgesellschaft. Auf Bundesebene wird die U18-Wahl
durch das Bundesjugendministerium gefördert. Die U18-Landtagswahl in
Sachsen-Anhalt findet mit freundlicher Unterstützung des Ministeriums
für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Gleichstellung, des
Landesprogrammes "#Wir sind das Land" und der Stiftung Demokratische
Jugend statt.
*Weitere Informationen und Rückfragen:*
*Kinder- und Jugendring Sachsen-Anhalt (U18-Landeskoordination)*
Martin Gneist
Telefon: 0391/289232 83
E-Mail: _u18 at kjr-lsa.de <mailto:landtagswahl at kjr-lsa.de>_
Internet: _www.kjr-lsa.de <http://www.kjr-lsa.de/>_
Instagram: Kinder- und Jugendring Sachsen-Anhalt (@kjr-lsa)
*
Deutscher Bundesjugendring (U18-Bundeskoordination)*
Matthias Starz, Bereich Medien & Kommunikation des Deutschen
Bundesjugendring
Telefon: 030/40040-412
E-Mail: medien at dbjr.de
Internet: www.dbjr.de <http://www.dbjr.de>
Instagram: Deutscher Bundesjugendring (@dbjr.de)
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Frederik Sübai
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030/40040-410
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