<html>
  <head>

    <meta http-equiv="content-type" content="text/html; charset=UTF-8">
  </head>
  <body>
    ---------------------------------------- <br>
    Online-Zeitschrift "IMI-List" <br>
    Nummer 0696 – 29. Jahrgang <br>
    ----------------------------------------<br>
    <br>
    <br>
    Liebe Freundinnen und Freunde,<br>
    <br>
    in dieser IMI-List findet sich<br>
    <br>
    1.) der Hinweis auf die neue IMI-Studie „Aus Völkerrechtsbrüchen
    lernen? Deutsch-Israelische Militärkooperation im Zeichen der
    Zeitenwende“;<br>
    <br>
    2.) Der Hinweis auf zwei neue Texte zur Ökonomie des Drohnenkrieges
    und dem wachsenden Einfluss von KI- und Big-Tech-Unternehmen.<br>
    <br>
    <br>
    1.) IMI-Studie: Deutsch-Israelische Militärkooperation<br>
    <br>
    IMI-Studie 2026/02<br>
    Aus Völkerrechtsbrüchen lernen?<br>
    Deutsch-Israelische Militärkooperation im Zeichen der Zeitenwende<br>
<a class="moz-txt-link-freetext" href="https://www.imi-online.de/2026/04/23/aus-voelkerrechtsbruechen-lernen/">https://www.imi-online.de/2026/04/23/aus-voelkerrechtsbruechen-lernen/</a> <br>
    Melchior Grabowski (23. April 2026)<br>
    <br>
    Die Studie untersucht die deutsch-israelische Militärkooperation
    seit dem Verkünden der „Zeitenwende“ durch Bundeskanzler Olaf
    Scholz, die für eine massive Aufstockung der deutschen
    Militärausgaben steht. Angesichts der israelischen Aggressionen und
    dem Genozid in Gaza seit dem 7. Oktober 2023 stellt der Beitrag
    fest, dass die Militärkooperation mit Israel einen Verstoß gegen das
    Völkerrecht darstellt. Sie zeigt weiter auf, wie deutsche
    Gesetzgeber und Militärvertreter Verbindungen zur IDF und zur
    israelischen Rüstungsindustrie suchen, sei es beim Erwerb von
    Militärtechnologie, beim Informationsaustausch über
    Wirtschaftswachstum durch die Waffenproduktion oder um Erkenntnisse
    über die effiziente Integration von Frauen und der Reserve in die
    Armee zu gewinnen. Die Studie untersucht zudem die Interessen der
    Akteure, die die Militärkooperation vorantreiben, und skizziert die
    Folgen des Militarismus für die deutsche Zivilgesellschaft im
    Hinblick auf die Zusammenarbeit zwischen den Staaten.<br>
    <br>
    Gesamte Studie hier:
    <a class="moz-txt-link-freetext" href="https://www.imi-online.de/2026/04/23/aus-voelkerrechtsbruechen-lernen/">https://www.imi-online.de/2026/04/23/aus-voelkerrechtsbruechen-lernen/</a>
    <br>
    <br>
    Siehe auch:<br>
    <br>
    IMI-Mitteilung<br>
    IMI-Studie zu deutsch-israelischer Militärkooperation veröffentlicht<br>
<a class="moz-txt-link-freetext" href="https://www.imi-online.de/2026/04/23/imi-studie-zu-deutsch-israelischer-militaerkooperation-veroeffentlicht/">https://www.imi-online.de/2026/04/23/imi-studie-zu-deutsch-israelischer-militaerkooperation-veroeffentlicht/</a>
     <br>
    IMI (23. April 2026)<br>
    <br>
    2.) Neue Texte zu eue Texte zur Ökonomie Drohnenkrieg, KI und Big
    Tech<br>
    <br>
    IMI-Standpunkt 2026/024 - in: unsere zeit, Nr. 17/2026<br>
    Zur Ökonomie des Drohnenkrieges<br>
    Startups, Tod und Palantir<br>
<a class="moz-txt-link-freetext" href="https://www.imi-online.de/2026/04/24/zur-oekonomie-des-drohnenkrieges/">https://www.imi-online.de/2026/04/24/zur-oekonomie-des-drohnenkrieges/</a>  <br>
    Christoph Marischka (24. April 2026)<br>
    <br>
    Im folgenden dokumentieren wir:<br>
    <br>
    IMI-Analyse 2026/13<br>
    Eskalierende KI, wachsender Widerstand<br>
    Machtansprüche, Deregulierung und strategischer Kontrollverlust<br>
<a class="moz-txt-link-freetext" href="https://www.imi-online.de/2026/04/29/eskalierende-ki-wachsender-widerstand/">https://www.imi-online.de/2026/04/29/eskalierende-ki-wachsender-widerstand/</a>
     <br>
    Christoph Marischka (29. April 2026)<br>
    <br>
    Auch die ersten Monate des Jahres 2026 waren von alarmierenden
    Nachrichten über den militärischen Einsatz Künstlicher Intelligenz
    geprägt. Zugleich ließ sich jedoch eine wachsende öffentliche
    Aufmerksamkeit für die Machtansprüche und die bereits stattfindende
    Machtübernahme der dahinterstehenden Big-Tech Unternehmen und deren
    Nähe zu extrem rechtem bis faschistischem Gedankengut erkennen.
    Einen Beitrag hierzu mag die vielbeachtete Veröffentlichung von 22
    Thesen durch den US-Softwarekonzern Palantir geleistet haben, von
    denen selbst die ARD schreibt, dass sie Ausdruck einer
    „gefährliche[n] ideologische[n] Agenda“ seien – hier verschmelze
    „die Forderung nach militärischer Aufrüstung mit KI-Waffen mit einer
    Rhetorik kultureller Überlegenheit“. „Kein Staat und kein
    Unternehmen, das mit Palantir zusammenarbeitet, kann jetzt noch
    behaupten, man habe nicht gewusst, welche Agenda Palantir
    verfolgt.“(1) Noch im Februar hatte der Bundestag die Anschaffung
    potentiell autonomer Waffensysteme (Kamikazedrohnen) eines
    Herstellers abgesegnet, der wesentlich von Peter Thiel – dem
    wichtigsten Investor hinter Palantir – mitfinanziert wird. Im Jahr
    zuvor hatte das Bundesland Baden-Württemberg Software des
    Unternehmens angeschafft und für deren Anwendung eigens die
    Polizeigesetze angepasst. Ähnliche Gesetzesnovellen sind gegenwärtig
    auf Bundesebene auf dem Weg.(2)<br>
    <br>
    Die aktuelle Aufmerksamkeit für die Themenbereiche KI und Big Tech
    sowie dahinterstehende Ideologien und Machtansprüche ist weder
    unbegründet, noch voraussetzungslos. Dieser Beitrag will dazu
    beitragen, schlaglichtartig den aktuellen Kontext und die
    Vorgeschichte dieser Debatte zu beleuchten und auch auf den
    wachsenden Widerstand aus den sozialen Bewegungen hinweisen. Er will
    auch unterstreichen, dass sich die Kritik keinesfalls auf Palantir
    und die USA begrenzen sollte – denn gerade die aktuelle
    Bundesregierung verfolgt letztlich eine ganz ähnliche Agenda.<br>
    <br>
    Cyber-Flash-War in greifbarer Nähe?<br>
    <br>
    In seinem im Februar 2026 erschienenen Buch „Künstliche Intelligenz
    und Krieg“ führt der KI-Forscher Karl Hans Bläsius auch das Konzept
    des „Flash War“ ein: eine „Kettenreaktion von autonom geführten
    Angriffen und Gegenangriffen“, durch die „in sehr kleinen
    Zeitintervallen eine Eskalationsspirale entstehen [kann], die von
    Menschen nicht beherrscht werden kann“. Zugleich wären LLMs (Large
    Language Models, wie etwa ChatGPT) grundsätzlich in der Lage,
    Schwachstellen in anderen Systemen zu finden und „Cyber-Angriffe zu
    optimieren“, indem sie „besonders wichtige Infrastruktursysteme und
    einen günstigen Zeitpunkt“ identifizieren, „um eine möglichst große
    Wirkung bei einem Angriff zu erzielen“:<br>
    „Systeme wie ChatGPT können Cyberangriffe ausführen, die von
    Menschen, Bots oder anderen Systemen der generativen KI beauftragt
    sind. Falls andere KI-Systeme, mit denen es ohnehin Interaktionen
    gibt, dies erkennen, könnten diese das mit ähnlichen Angriffen
    nachahmen. Auf diese Weise könnte in kurzer Zeit eine Kettenreaktion
    mit immer stärkeren Cyberangriffen zwischen diesen KI-Systemen
    entstehen. Das wäre damit auch ein ‚flash war‘ im Internet.“(3)<br>
    <br>
    Wenige Wochen nach dem Erscheinen dieses Buches lassen Meldungen
    über eine Software mit dem (vielleicht bezeichnenden) Namen „Mythos“
    des Unternehmens Anthropic diese Befürchtungen durchaus realistisch
    erscheinen. Sie seien nach Angaben des Unternehmens imstande,
    „Schwachstellen in jener Software aufzudecken und auszunutzen, mit
    der Banken, Stromnetze und Regierungen weltweit arbeiten“. Ein
    Artikel in der New York Times(4) vom 22. April beschreibt die
    relative diskrete, aber hektische Betriebsamkeit, die seit der
    Fertigstellung des Modells zwischen Regierungen, Großbanken und
    Tech-Unternehmen ausgebrochen ist. Bislang sei „Mythos“ vierzig
    Unternehmen und Institutionen bereitgestellt worden, ausschließlich
    in den USA und Großbritannien. Natürlich können Banken und
    Tech-Unternehmen das System nutzen, um Fehler in ihrer Software zu
    finden und zu beheben. Sie kann aber eben auch für Angriffe genutzt
    werden. Mittlerweile gibt es auch erste Hinweise darauf, dass es
    unautorisierten Zugriff auf das Modell gegeben habe, und ohnehin
    gehen viele davon aus, dass zumindest mit China auch ein
    geopolitischer „Rivale“ des Westens bald ein entsprechendes Modell
    entwickeln – oder möglicherweise bereits darüber verfügen – könnte.
    Die Möglichkeit eines Flash Wars durch autonome Cyberwaffen scheint
    damit in greifbarer Nähe.<br>
    <br>
    KI-Zielfindung für konventionelle Angriffe<br>
    <br>
    Auch im konventionellen Krieg könnte der Kontrollverlust durch den
    Einsatz von sog. „Künstlicher Intelligenz“ bereits weiter
    fortgeschritten zu sein, als vielen bewusst ist. Relativ klar
    scheint, dass die israelische Armee (IDF) bei ihren Luftangriffen
    auf Gaza in großem Stil Ziele angegriffen hat, die von KI-Systemen
    vorgeschlagen bzw. „produziert“ wurden, wie der Journalist und
    Filmemacher Yuval Abraham anhand anonymer Zeugenaussagen von
    Beteiligten enthüllt hatte.(5) Neben den halbherzigen Dementis der
    IDF spricht nach Auffassung des Autors die schiere Masse der in dem
    kleinen Küstenstreifen angegriffenen Zielen dafür. Allein in den
    ersten sechs Tagen des Krieges wurden auf einem Gebiet von der
    Fläche des Großraums München 3.600 Ziele aus der Luft angegriffen,
    in den folgenden drei Wochen über 8.000 weitere (400 neue Ziele pro
    Tag). Selbst im Dezember 2023 konnte Israel im weitgehend zerstörten
    Gebiet noch fast 300 neue Ziele pro Tag identifizieren und
    bombardieren. Letztlich käme das eher einem technologisch
    legitimierten Flächenbombardement als gezielten Angriffen gleich,
    folgerte damals der Autor.(6) Die Systeme zur KI-gestützten,
    massenweisen Produktion von Zielen „funktionieren letztendlich nicht
    anders als eine große ungenaue Bombe“, kritisierten damals auch drei
    deutsche Friedensorganisationen und forderten entsprechend eine
    „völkerrechtliche Ächtung von Praktiken des Targeted Killing mit
    unterstützenden KI-Systemen [...] als Kriegsverbrechen“.(7)<br>
    <br>
    Auch beim Angriffskrieg der USA und Israels auf den Iran kamen nach
    verschiedenen Berichten in großem Maßstab KI-basierte Systeme zur
    Zielfindung zum Einsatz. „Im Iran-Krieg haben die USA und Israel in
    kurzer Zeit auffallend viele Ziele angegriffen. Fachleute führen die
    hohe Geschwindigkeit und Koordination der Angriffe auch auf den
    verstärkten Einsatz von Künstlicher Intelligenz zurück“, berichtet
    tagesschau.de und verweist auf das „Maven Smart System“ (MSS) von
    Palantir. Mit dessen Hilfe seien „in der Anfangsphase [...] binnen
    24 Stunden Hunderte bis rund 1.000 Ziele ausgewählt und angegriffen
    worden sein“.(8) Früh kamen auch Gerüchte auf, „ob auch die
    Bombardierung der Shajareh-Tayyebeh-Grundschule im Süden Irans, bei
    der mindestens 168 Menschen ums Leben kamen, auf eine KI-gestützte
    Entscheidung zurückzuführen ist“.(9) Später wurden die Luftangriffe
    Israels und der USA ganz offensichtlich und bewusst auch auf zivile
    Ziele wie Brücken, Bahnlinien und Forschungseinrichtungen
    ausgeweitet. Während v.a. für die Angriffe der ersten Stunden
    eigentlich davon ausgegangen werden könnte, dass die Streitkräfte
    der USA und Israels durchaus auch auf konventionellem Wege genug
    Ziele auf dem Gebiet ihres Erzfeindes Iran vorbereitet haben
    dürften, ist der Einsatz von KI-Systemen bei der Ermittlung immer
    weiterer – auch ziviler – Ziele durchaus naheliegend in einem Krieg,
    der sich offenbar länger hinzog, als von den Angreifern ursprünglich
    erwartet.<br>
    <br>
    Strategischer Kontrollverlust<br>
    <br>
    Der Verdacht liegt nahe, dass in den Fällen Gaza und Iran der
    Einsatz von KI etwas beschleunigt hat, was man vielleicht als
    'strategischen Kontrollverlust' bezeichnen könnte: Dass sich der
    Fokus militärischen Handelns vom eigentlichen politischen Ziel
    zunehmend auf eine fortsetzbare und fortgesetzte Zerstörung als
    Selbstzweck verlagert.<br>
    <br>
    Nach dem humanitären Völkerrecht – dem 'Recht IM Krieg' – ist bei
    jedem militärischen Angriff auf ein militärisches Ziel, bei dem auch
    mit zivilen Opfern oder Schäden zu rechnen ist, eine individuelle
    Abwägung zwischen dem erwartbaren militärischen Nutzen und den
    absehbaren zivilen Kosten zu treffen. Das hat nicht primär
    'moralische' Gründe, sondern soll auch in einem rein rationalen
    Sinne der Einhegung des tendenziell ausufernden Charakters von
    Kriegen dienen – kann z.B. auch einem völlig ausufernden Verbrauch
    (militärischer) Ressourcen entgegenwirken.<br>
    <br>
    Ganz konkret bedeuten die Anforderungen des humanitären Völkerrechts
    wie auch die etablierte militärische Praxis, dass sich Menschen mit
    jedem einzelnen Ziel und dessen Relevanz für das Erreichen der
    strategischen Ziele beschäftigen (sollten). Das kann dazu führen,
    dass innerhalb der militärischen Kommandokette ein Bewusstsein dafür
    entsteht, dass die politischen oder militärischen Ziele mit einer
    Fortführung vergleichbarer Angriffe oder vielleicht auch ganz
    grundsätzlich nicht erreicht werden können. Das kann auch dazu
    führen – und hat auch schon dazu geführt –, dass sich auf die
    Ankündigungen des Oberbefehlshabers, die Angriffe zu intensivieren
    (typischer Weise gerade im Falle ausbleibender strategischer
    Erfolge), hochrangige Militärs zu Wort melden und zum Beispiel
    andeuten, dass es keine lohnende Ziele mehr gäbe. Die Verwendung von
    KI-basierten Systemen zur „Entscheidungsunterstützung“ führt in der
    Verbindung mit der entsprechenden Verfügbarkeit „kinetischer
    Wirkmittel“ zu einer anderen Praxis und damit vermutlich zu einer
    schleichenden Veränderung der Kriegführung. Durch eine Modulation
    weniger Parameter durch wenige Klicks können täglich, vermutlich
    innerhalb von Sekunden, hunderte neue Ziele von zweifelhaftem
    strategischem Nutzen freigeschaltet werden – ggf. nur, um die
    Ankündigungen des Oberbefehlshabers auf Truth Social und anderen
    „sozialen Netzwerken“ umsetzen zu können: Eine tendenzielle
    Entkoppelung fortgesetzter Zerstörung von ihren politischen oder
    strategischen Zielen.<br>
    <br>
    Gesellschaftlicher und politischer Kontrollverlust<br>
    <br>
    Was aber sind eigentlich die politischen oder strategischen Ziele
    der Unternehmen, welche die Technologien und Infrastrukturen für
    diese Art der Kriegführung bereitstellen? Diejenigen Technologien
    und Infrastrukturen, die weitgehend identisch sind mit jenen, die im
    Zuge der „Digitalisierung“ auch in die zivile Verwaltung, das
    Gesundheits- und zunehmend das Bildungswesen einsickern und den
    öffentlichen Raum zumindest insofern weitgehend beherrschen, als
    damit diejenigen technischen Medien gemeint sind, über die wir und
    v.a. die Politik hauptsächlich kommunizieren, Meinungen gebildet
    werden?<br>
    <br>
    Da ist – oder war einmal – in erster Linie der Profit. Es existieren
    je nach Erhebungsmethode verschiedene Listen der zehn reichsten
    Menschen der Erde, mindestens sieben davon sind unmittelbar dem
    Bereich Big Tech/Big Data und damit der Grundlage des gegenwärtigen
    KI-Booms zuzurechnen. An der Spitze fast aller dieser Listen steht
    Elon Musk, Trump-Unterstützer und zumindest Proto-Faschist. Viele,
    v.a. die aktuellsten Statements der meisten westlichen Regierungen,
    auch Reden z.B. der EU-Kommissionspräsidentin, sind nur über seine
    Plattform X abrufbar. Musk ist zugleich ein Warlord der neuesten
    Generation, der offenbar persönlich darüber entscheidet, welche
    Kriegspartei in der Ukraine die Dienste von Starlink wo nutzen kann,
    und damit z.B. massivere ukrainische Angriffe auf die Krim
    verunmöglicht hat, die mit seiner Unterstützung möglich gewesen
    wären.<br>
    <br>
    Palantir, das Unternehmen, das u.a. hinter dem von Alphabet/Google
    geerbten Projekt Maven steht, ist nach eigener Darstellung über
    seine Software ebenfalls an vorderster Front an taktischen
    Entscheidungen der ukrainischen Kriegführung und über MSS angeblich
    auch an der Zielfindung im Krieg gegen den Iran beteiligt. Hinter
    Palantir steht wiederum der extrem rechte Investor Peter Thiel, der
    einst gemeinsam mit Elon Musk Paypal gegründet und damit seine
    ersten Millionen verdient hat. Palantir als Unternehmen hat kürzlich
    auf X (Musk) das eingangs erwähnte 22-Punkte-Manifest
    veröffentlicht, das sich wesentlich an Thiels Buch „Die
    Technologische Republik […] und die Zukunft des Westens“ orientiert.
    Das Manifest ist offen rassistisch, predigt einen (KI-gestützten)
    Kulturkampf und fordert u.a. die „Beendigung der
    Nachkriegs-Kastration Deutschlands“.(10) In den deutschen Leitmedien
    war Thiel zuletzt ein Thema, weil er in eines jener Startups (Stark
    Defence) investiert hatte, die weitgehend autonome Kamikazedrohnen
    für die Bundeswehr herstellen – potentiell autonome Waffensysteme,
    die trotz kurzfristiger Kritik an den Positionen Thiels nun per
    Beschluss des Bundestages für bis zu 2,9 Mrd. (stückchenweise,
    zunächst wohl nur für 270 Mio., da die Systeme offensichtlich noch
    nicht ausgereift sind) angeschafft werden sollen.(11)<br>
    <br>
    Ähnlich dubios verliefen zuvor in Deutschland auf Länderebene
    verschiedene Vertragsabschlüsse der Innenministerien bzw.
    Polizeibehörden mit Palantir zur Nutzung von deren KI-basierten
    Software zur „Kriminalitätsbekämpfung“ und letztlich
    Massenüberwachung. Wer genau auf wessen Weisung unterschrieben
    hatte, blieb teilweise im Unklaren. In vielen Fällen stellten
    Verwaltungs- und Landesverfassungsgerichte die Rechtswidrigkeit der
    Anwendung der entsprechenden Software fest – mit der Konsequenz,
    dass die Polizeigesetze der Länder entsprechend angepasst oder eine
    undurchsichtige provisorische Anwendung beschlossen wurde.<br>
    <br>
    KI: Deregulierung als globaler Wettbewerb<br>
    <br>
    „Künstliche Intelligenz“ war von Anfang an ein Versprechen, das sich
    ans Militär wandte – und an Geldgeber*innen. Als Versprechen blieb
    sie fast zwangsläufig vage, entsprechend geeignet für Utopien und
    Dystopien gleichermaßen. Jetzt ist sie da, zumindest ist sie in
    aller Munde, begegnet uns täglich in den Schlagzeiten, ihren
    Inszenierungen, unserem alltäglichen Medienkonsum und der darin
    zunehmend integrierten persönlichen Kommunikation.<br>
    <br>
    Es ist eine Künstliche Intelligenz, die wenige Menschen unverschämt
    reich und mächtig werden lässt, die dazu führt, dass Atomkraftwerke
    wieder hochgefahren, neue Gaskraftwerke gebaut werden, dass mit
    Milliarden-Subventionen Wälder für Rechenzentren und Chip-Fabriken
    gerodet werden. Es ist eine Künstliche Intelligenz, die in Gaza über
    Leben und Tod ganzer Familien entscheidet und in der Ukraine täglich
    tausende Drohnen in ihre menschlichen oder infrastrukturellen Ziele
    begleitet. Es ist eine Künstliche Intelligenz, die an vielen Orten
    schon lange mitentscheidet, wer Sozialleistungen erhält oder wegen
    Betrugs verfolgt wird. Es ist eine KI, die all das –
    Datenakkumulation, riesige Energiemengen, ständig aktualisierte
    Rechenkapazitäten und ihre laufende Erprobung in der Praxis braucht
    und voraussetzt. Es ist eine KI, die massiv von der krisenhaften
    Zuspitzung geopolitischer Konflikte und der Marginalisierung des
    Völkerrechts profitiert. Es ist eine KI, die vielleicht nur deshalb
    gerade in die Welt kommt, weil Staaten bereit sind, alles dafür zu
    tun (und aufzugeben), was ihnen den geringsten Vorteil im Wettlauf
    um die fortschrittlichste Software und die dafür nötigen
    Rechenkapazitäten verschaffen könnte. Es ist eine KI, die
    Deregulierung – vom Völkerrecht bis zum lokalen Baurecht – braucht.<br>
    <br>
    Auf Ebene der Europäischen Union hatte auch der deutsche
    Bundeskanzler Friedrich Merz eine solche Deregulierungsinitiative in
    seiner Regierungserklärung vom 18. März angekündigt(12) – obwohl ihm
    hierfür eigentlich die politische Kompetenz fehlt. Diese
    Regierungserklärung war mit Spannung erwartet worden, da sie eine
    Möglichkeit zur Positionierung der Bundesregierung im Hinblick auf
    den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg zweier enger Verbündeter –
    der USA und Israels – auf den Iran geboten hätte. Hierzu kamen
    jedoch nur zusammenhangslose Sprechblasen. Stattdessen wetterte Merz
    in AFD-Manier gegen die Brüsseler Bürokratie und kündigte in
    Elon-Musk-Manier an, aufzuräumen:<br>
    <br>
    „[N]ichts anderes ist diese Bürokratie: überflüssige Wachstumshürden
    […]. Ich erwarte deshalb nicht mehr und nicht weniger, als dass die
    Kommission die Gesamtheit des gültigen EU-Rechts durchforstet. Zwei
    simple Fragen muss die Kommission dabei beantworten: Wo lassen sich
    bestehende Gesetze vereinfachen? Und wo können Überregulierungen
    ersatzlos gestrichen werden? Ich erwarte, dass die Kommission mit
    der gleichen Rigorosität, mit der sie in der Vergangenheit neue
    Regeln erlassen hat, heute prüft, wo und wie bestehende Gesetze und
    Gesetzesvorschläge zurückgenommen werden können, die unsere
    Bürgerinnen und Bürger, die unsere Unternehmen in Europa belasten.
    Was wir an Regulierung nicht brauchen, muss weg.“<br>
    <br>
    Eine massive Deregulierung forderte Merz auch im Hinblick auf KI:
    „Wenn wir mehr industrielle künstliche Intelligenz made in Europe
    haben wollen – und wir haben die Akteure dieser Innovation dafür in
    Europa –, dann müssen wir die Regeln auf der europäischen Ebene
    schlanker und einfacher gestalten und auch hier mehr Freiräume
    schaffen. Europa reguliert auch im Bereich der künstlichen
    Intelligenz zu viel.“(13)<br>
    <br>
    Und obwohl Merz persönlich und die CDU insgesamt keine eskalierende
    Weltlage und eskalierende KI-Kriegführung brauchen, um solch ein
    Programm anzukündigen, schließt sich hier doch der Kreis zum
    „Mythos“ von Anthropic und dem entgrenzten Einsatz von KI auf den
    Schlachtfeldern. Je mehr KI zur geopolitischen Wunderwaffe und
    globalen Gefahr wird, desto mehr sehen sich zumindest diejenigen
    Regierungen nahezu gezwungen, sie zu deregulieren, die im Konzert
    der Mächte in der ersten Reihe mitspielen wollen.<br>
    <br>
    Kritische Analysen<br>
    <br>
    Im Dezember 2025 hatte Francesca Bria in der Monde Diplomatique
    unter dem Titel „United States of Palantir“ einen vielbeachteten
    Beitrag veröffentlicht. Er beschreibt einen „grundlegenden Umbau des
    Staates“ in den USA, bei dem Tech-Unternehmen wie Palantir und
    Anduril, „an deren Software wichtige hoheitliche Aufgaben delegiert
    werden“, eine „Hauptrolle spielen“. „Dieser Trend zur
    ‚Privatisierung der Souveränität‘ setzt sich immer mehr auch in
    Europa durch“, so Bria weiter.(14) Mitte 2025 bereits erschien ein
    kleines Büchlein des Philosophen und Mathematikers Rainer Mühlhoff
    mit dem Titel „Künstliche Intelligenz und der neue Faschismus“ im
    Reclam-Verlag und wurde relativ breit besprochen.(15) Mühlhoff
    arbeitet darin die strukturelle Nähe von Daten-, Reichtums- und
    Machtakkumulation einerseits und faschistischen und eugenischen
    Gesellschaftsbildern andererseits heraus. Den konkreten Aufhänger
    für Mühlhoffs Analyse bot der zweite Amtsantritt Trumps und die
    Einsetzung Musks als Leiter des Departement of Government Efficiancy
    (Doge) und deren putsch- und säuberungsartiges Vorgehen gegen den
    Verwaltungsapparat mit Mitteln der Daten- und Zugriffsaneignung und
    der KI. Anfang 2026 erschien beim Suhrkamp-Verlag das Buch „Was das
    Valley herrschen nennt“ von Adrian Daub,(16)
    Literaturwissenschaftler in Stanford, quasi im Herzen des
    „Ökosystems“ Silicon Valley. Auf einem ganz anderen Weg – wie schon
    in seinem vorangegangenen Buch „Was das Valley Denken nennt“,
    nämlich aus Alltagserfahrungen und den konkreten
    Diskursen/Dispositiven des „Ökosystems“ – kommt er zu ähnlichen
    Schlüssen wie Mühlhoff, beschreibt aber ohne nennenswerte Bezüge zu
    Trump und damit einer hoffentlich endenden Legislaturperiode einen
    fundamentalen Bruch: „In den letzten fünf Jahren haben die [Startups
    und Big-Tech-] Unternehmen aufgehört, uns die Welt zu versprechen,
    und geben sich stattdessen damit zufrieden, sie zu dominieren“. Sie
    haben es nicht mehr nötig, sich einen irgendwie progressiven
    Anstrich zu verpassen, zelebrieren offen ihren Machtanspruch,
    benennen ihre Unternehmen nach explizit negativ konnotierten
    Fantasy-Ikonen.<br>
    <br>
    Die Zuspitzung der KI-Kritik auf einen neuen Faschismus ist relativ
    neu und völlig berechtigt. Grundlegende Tendenzen hatte Joseph
    Weizenbaum 1978 bereits angedeutet,(17) Cathy O’Neil hat in ihrem
    Buch „Weapons of Math Destruction“ (2016)(18) früh die Asymmetrie
    herausgearbeitet, mit der Frauen und einkommensschwache Milieus
    besonders von (für sie) unhinterfragbaren, KI-generierten
    Verwaltungsentscheidungen betroffen sind. Kate Crawford hat mit
    ihrem „Atlas of AI“ 2021 – deutscher Untertitel: Die materielle
    Wahrheit hinter den neuen Datenimperien(19) – den Blick auf den
    Ressourcenverbrauch Künstlicher Intelligenz geworfen und den
    damaligen, exkludierenden techno-zentrischen Blick auf konkrete,
    (post-)koloniale Arbeits- und Ausbeutungsverhältnisse geworfen, KI
    als einen Diskurs herausgearbeitet, der ein globales Machtverhältnis
    der Ausbeutung von Arbeit und Ressourcen kaschiert. In Deutschland
    erschien bei C.H. Beck 2025 das Buch „Digitaler Kolonialismus“ von
    Ingo Dachwitz und Sven Hilbig, welches ähnliche Strukturen weniger
    grundsätzlich, aber umso konkreter und lesenswert darstellt.(20)<br>
    <br>
    Wachsender Widerstand<br>
    <br>
    Doch der immer offener zutage tretende Machtanspruch der
    Tech-Unternehmen, die immer offener zutage tretenden Folgen von KI
    in ihrer Anwendung und v.a. aber auch ihrer Entwicklung bringen auch
    neue Sichtweiten, Allianzen und Widerstände hervor. So trafen sich
    vom 10. bis 12. April 2026 Hunderte von Menschen unter dem Titel
    „Cables of Resistance“ in Berlin zu einer „Bewegungskonferenz gegen
    Big Tech“. Es kamen tatsächlich Vertreter*innen aus
    unterschiedlichen Bewegungen zusammen: der Klima- und Umweltbewegung
    – wegen des durch KI wachsenden Energiebedarfs, des massiven Ausbaus
    von Gaskraftwerken, Rechenzentren und Chipfabriken; der (vielleicht
    eher akademischen) antifaschistischen Bewegung – wegen der
    sozialdarwinistischen, eugenischen und tw. offen faschistischen
    Ideologien der Big-Tech-Unternehmen und ihres langsamen Einsickerns
    in Politik und allgemeinen Diskurs; der queer-feministischen
    Bewegungen, der stadtpolitischen Bewegungen und natürlich auch der
    antimilitaristischen Bewegungen.<br>
    <br>
    Das Bemerkenswerte war, dass die verschiedenen Bewegungen hier nicht
    um Relevanz konkurrierten, sondern soweit ersichtlich tatsächlich
    einen zusammenhängenden Problembereich sahen, dem es gemeinsam etwas
    entgegenzustellen galt. Zwar gab es relativ wenige Workshops und
    Podien, die explizit dem Themenstrang „Antimilitarismus“ zugeordnet
    waren – entsprechende Aspekte spielten aber an vielen Stellen eine
    Rolle. Es gab auch wenig erkennbare Brüche oder Konflikte zwischen
    eher reformistischen Ansätzen, die an die technische oder politische
    Lösbarkeit vieler der angesprochenen Teilprobleme glauben (wollten)
    und jenen, die einen grundlegenden Zusammenhang zwischen ihnen und
    den bestehenden Machtstrukturen hervorheben. In erstaunlicher
    Klarheit hieß es im zuvor von den Organisator*innen veröffentlichten
    Entwurf eines Manifestes zur Konferenz:<br>
    <br>
    „Wir lehnen insbesondere 'Künstliche Intelligenz' grundsätzlich ab
    und halten Gegenwehr für dringend nötig, um zerstörerische Soft- und
    Hardware unschädlich zu machen und den technokratisch-autoritären
    Umbau von Gesellschaften zurückzudrängen.“(21)<br>
    <br>
    Wer sich eine Konsequenz dieser Ablehnung gar nicht mehr vorstellen
    kann, dem sei z.B. die Lektüre von Josefine Rieks Roman „Serverland“
    von 2018 empfohlen: Ein Near-Future-Szenario, das einige Jahre nach
    der Abschaltung des Internets spielt; in einer Generation, die in
    einer nur leicht entschleunigten und deglobalisierten Welt ohne Big
    Data aufgewachsen ist und Partys in den stillgelegten und
    zerfallenden Rechenzentren am Rande der Städte feiert. Science
    Fiction muss nicht immer dystopisch sein; ein politisches Programm
    allerdings auch nicht.<br>
    <br>
    Anmerkungen<br>
    <br>
    1 Angela Göpfert: Von ‚Techno-Faschismus‘ und Milliardengeschäften,
    <a class="moz-txt-link-abbreviated" href="http://www.tagesschau.de">www.tagesschau.de</a> (28.4.2026).<br>
    <br>
    2 Vgl.: „Das Grundrechtekomitee lehnt Palantir-Gesetze und
    biometrische Rasterfahnung ab“, <a class="moz-txt-link-abbreviated" href="http://www.grundrechtekomitee.de">www.grundrechtekomitee.de</a>
    (1.4.2026).<br>
    <br>
    3 Karl Hans Bläsius: Künstliche Intelligenz und Krieg – Welche
    Risiken entstehen, wenn der Mensch die Kontrolle verliert?.
    Springer, Februar 2026 (S.65ff).<br>
    <br>
    4 Paul Mozur, Adam Satariano: Anthropic’s New A.I. Model Sets Off
    Global Alarms, <a class="moz-txt-link-abbreviated" href="http://www.nytimes.com">www.nytimes.com</a> (22.4.2026).<br>
    <br>
    5 Yuval Abraham: ‘A mass assassination factory’: Inside Israel’s
    calculated bombing of Gaza, <a class="moz-txt-link-abbreviated" href="http://www.972mag.com">www.972mag.com</a> (30.11.2023) und Yuval
    Abraham: ‘Lavender’: The AI machine directing Israel’s bombing spree
    in Gaza, <a class="moz-txt-link-abbreviated" href="http://www.972mag.com">www.972mag.com</a> (3.4.2024).<br>
    <br>
    6 Christoph Marischka: AI-based Targeting – The Case of Gaza, Paper
    presented at the Pre-Conference Workshop “Imaginations of Autonomy:
    On Humans, AI-Based Weapon Systems and Responsibility at Machine
    Speed”, 22-24 May 2024, at the Paderborn University, veröffentlicht
    unter:
    <a class="moz-txt-link-freetext" href="https://www.imi-online.de/download/MeHuCo-Gaza-Paper-Editiert.pdf">https://www.imi-online.de/download/MeHuCo-Gaza-Paper-Editiert.pdf</a>.<br>
    <br>
    7 Arbeitskreis gegen bewaffnete Drohnen, Informationsstelle
    Militarisierung, Forum InformatikerInnen für Frieden und
    gesellschaftliche Verantwortung: Mythos ‚Targeted Killing‘: Gegen
    die Rationalisierung von Krieg, <a class="moz-txt-link-freetext" href="https://berlinergazette.de">https://berlinergazette.de</a>
    (9.5.2024).<br>
    <br>
    8 Philipp Weimar, Kira Drössler, Jasmin Klofta: Wie Algorithmen
    Angriffe beschleunigen, <a class="moz-txt-link-abbreviated" href="http://www.tagesschau.de">www.tagesschau.de</a> (23.4.2026).<br>
    <br>
    9 Piotr Heller: KI kämpft in Iran längst mit, <a class="moz-txt-link-abbreviated" href="http://www.faz.net">www.faz.net</a>
    (10.03.2026).<br>
    <br>
    10 L.S.: Vom Tech-Feudalismus zum Tech-Faschismus?,
    <a class="moz-txt-link-abbreviated" href="http://www.imi-online.de">www.imi-online.de</a> (22.4.2026).<br>
    <br>
    11 Christoph Marischka: Zur Ökonomie des Drohnenkrieges,
    <a class="moz-txt-link-abbreviated" href="http://www.imi-online.de">www.imi-online.de</a> (24.4.2026).<br>
    <br>
    12 Deutsche Bundesregierung: Regierungserklärung von Bundeskanzler
    Friedrich Merz zum Europäischen Rat am 19./20. März 2026 vor dem
    Deutschen Bundestag am 18. März 2026 in Berlin,
    <a class="moz-txt-link-abbreviated" href="http://www.bundesregierung.de">www.bundesregierung.de</a>.<br>
    <br>
    13 Ebd.<br>
    <br>
    14 Francesca Bria: United States of Palantir, monde-diplomatique.de
    (13.11.2025).<br>
    <br>
    15 Rainer Mühlhoff: Künstliche Intelligenz und der neue Faschismus.
    Reclam, Juli 2025.<br>
    <br>
    16 Adrian Daub: Was das Valley herrschen nennt. Suhrkamp, 2026.<br>
    <br>
    17 Joseph Weizenbaum: Die Macht der Computer und die Ohnmacht der
    Vernunft. Suhrkamp, 1978.<br>
    <br>
    18 Cathy O’Neil: Weapons of Math Destruction. Crown Books, 2016.<br>
    <br>
    19 Kate Crawford: Atlas der KI – Die materielle Wahrheit hinter den
    neuen Datenimperien. C.H.Beck, 2024.<br>
    <br>
    20 Ingo Dachwitz, Sven Hilbig: Digitaler Kolonialismus – Wie
    Tech-Konzerne und Großmächte die Welt unter sich aufteilen. C.H.
    Beck, 2025.<br>
    <br>
    21 „Manifest 1.0“, <a class="moz-txt-link-freetext" href="https://cableresist.de/de/">https://cableresist.de/de/</a>.<br>
    <br>
    <br>
  </body>
</html>