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Mai – vom Ausmaß der Katastrophe.<o:p></o:p></p><p class=MsoNormal>Europa hielt den Atem an.<o:p></o:p></p><p class=MsoNormal><o:p> </o:p></p><p class=MsoNormal>Wisst Ihr noch, was ihr in diesen Tagen gemacht, gedacht, gefühlt habt…<o:p></o:p></p><p class=MsoNormal><o:p> </o:p></p><p class=MsoNormal>Wenn ja – schreibt mir ein paar Zeilen dazu. Ich möchte gerne den 40. Jahrestag zum Anlass nehmen, einen öffentlichen Text zu schreiben. <o:p></o:p></p><p class=MsoNormal>Eure persönlichen Erfahrungen würden dabei sehr helfen.<o:p></o:p></p><p class=MsoNormal><o:p> </o:p></p><p class=MsoNormal>Und schon wieder wird über den Neueinstieg in die Kernenergie geredet. Das können wir nicht hinnehmen.<o:p></o:p></p><p class=MsoNormal><o:p> </o:p></p><p class=MsoNormal>Danke schon jetzt.<o:p></o:p></p><p class=MsoNormal>Robert Hülsbusch <o:p></o:p></p><p class=MsoNormal><o:p> </o:p></p><p class=MsoNormal>Anbei ein Zeitungsbericht von damals. Eingeladen war der Strahlenbiologe aus Havixbeck, Prof. Dr. Köhnlein (+). Zum ersten Mal war der Saal der Alten Amtmannei bei einer Veranstaltung der Friedensinitiative Nottuln brechend voll! <o:p></o:p></p><p class=MsoNormal><o:p> </o:p></p><p class=MsoNormal><o:p> </o:p></p><p class=MsoNormal><o:p> </o:p></p><p class=MsoNormal>Mit Schaudern davongekommen MZ 15.5.1986<o:p></o:p></p><p class=MsoNormal><o:p> </o:p></p><p class=MsoNormal><o:p> </o:p></p><p class=MsoNormal>Professor Köhnlein zu den Folgen der Radioaktivität<o:p></o:p></p><p class=MsoNormal><o:p> </o:p></p><p class=MsoNormal>RS. Nottuln. Was hat Nottuln mit Tschernobyl zu tun? Diese Frage beantwortet sich mit der Reaktorkatastrophe fast von selbst. Wie mittlerweile bekannt sein dürfte, wurde auch im Münsterland eine beachtliche Radioaktivität gemessen. Die Friedensinitiative Nottuln und der AKU hatten am Dienstag Professor Wolfgang Köhnlein vom Institut für Strahlenbiologie in Münster eingeladen, die Bürger über das Ausmaß des Schadens in unseren Regionen zu informieren.<o:p></o:p></p><p class=MsoNormal>Die Alte Amtmannei war bereits nach kurzer Zeit voll besetzt; zu dem Vortrag kamen sehr viele junge Leute. Die Landwirte, die das Thema sowohl wirtschaftlich angeht als auch in Bezug auf die Verhinderung weiterer Schäden durch unsachgemäßes Handeln, waren kaum vertreten.<o:p></o:p></p><p class=MsoNormal>Prof. Dr. Köhnlein begann in seinem Vortrag mit allgemeinen Informationen über die Radioaktivität und ihre Folgen. Am meisten beklagte er die mangelhafte Informationspolitik der Sowjetunion, der US-Amerikaner, die ebenfalls kurz nach der Katastrophe mehr gewusst hätten, als sie gesagt haben, und die der Bundesregierung, der bereits zu einem früheren Termin Informationen und Messergebnisse vorgelegen hätten, nach denen die Bevölkerung hätte gewarnt werden müssen.<o:p></o:p></p><p class=MsoNormal>Durch diese späte und schlechte Information seien die Bürger im Münsterland und in Nottuln in den ersten Maitagen unbedenklich im Regen herumspaziert, ohne die Gefahr zu kennen, die besonders für kleine Kinder bestanden habe. Prof. Dr. Köhnlein nannte einige Zahlen und Werte, die in Münster vom Institut für Strahlenbiologie und von anderen Instituten gemessen worden seien.<o:p></o:p></p><p class=MsoNormal>Danach lag die Belastung des Bodens, dessen Normalwert bei rund 200 bis 1000 Becquerel pro Quadratmeter Boden liege, bei etwa 60.000 Becquerel. Dieser Wert ist am 5. Mai im Institut für Metallforschung in Münster gemessen worden. Das Institut für Strahlenbiologie hat zu dieser Zeit eine Luftbelastung mittels Messungen in Filteranlagen von 30.000 Becquerel nachweisen können.<o:p></o:p></p><p class=MsoNormal>Trotz der relativ hohen radioaktiven Belastung seien die gesundheitlichen Folgen prozentual gesehen gering. Sicherlich gäbe es eine Steigerung der Krebserkrankungen, die aber bei 0,001 oder 0,002 Prozent läge. Genau lasse sich das natürlich nicht sagen. Für ungeborenes Leben bestehe keinerlei Gefährdung; dafür sei die Strahlung zu gering.<o:p></o:p></p><p class=MsoNormal>Trotzdem sollten Sandkästen, die zum Schutz vor den radioaktiven Niederschlägen abgedeckt worden seien, jetzt wieder geöffnet werden, damit der Regen die Verstrahlung auswaschen könne. Auch sei es ratsam, einen Gartenschlauch in den Sandkasten zu halten.<o:p></o:p></p><p class=MsoNormal>Bezüglich der Gemüsebeete sei es am sinnvollsten, die oberste Erdschicht abzutragen. Beim Auffüllen solle aber darauf geachtet werden, woher die neue Erde käme. Ein Umgraben der Erde sei grundverkehrt; damit verteile man die radioaktiven Teilchen nur noch gleichmäßiger in tiefere Erdschichten.<o:p></o:p></p><p class=MsoNormal>Das gerade wachsende Korn könne ebenfalls bedenkenlos stehengelassen und nachher verzehrt werden. Zwar sei die Gefahr aus der Luft vorbei, die kleinen Kinder sollten dennoch in der folgenden Woche noch nicht in Sandkästen oder auf dem Boden im Freien spielen. Damit solle gewartet werden, bis die Jodaktivität abgeklungen sei.<o:p></o:p></p><p class=MsoNormal>„Wir befinden uns auf einem sehr gefährlichen Weg. Was jetzt für uns noch mit geringen Schäden ausgegangen ist, da die Entfernung nach Tschernobyl so hoch ist, kann morgen bereits in anderer Form auch hier passieren“, kommentierte Prof. Dr. Wolfgang Köhnlein die Katastrophe.<o:p></o:p></p><p class=MsoNormal><o:p> </o:p></p></div><div id="DAB4FAD8-2DD7-40BB-A1B8-4E2AA1F9FDF2"><br /><table style="border-top: 1px solid #D3D4DE;"><tr><td style="width: 55px; padding-top: 13px;"><a href="https://www.avast.com/sig-email?utm_medium=email&utm_source=link&utm_campaign=sig-email&utm_content=emailclient" target="_blank"><img src="https://s-install.avcdn.net/ipm/preview/icons/icon-envelope-tick-round-orange-animated-no-repeat-v1.gif" alt="" width="46" height="29" style="width: 46px; height: 29px;"/></a></td><td style="width: 470px; padding-top: 12px; color: #41424e; font-size: 13px; font-family: Arial, Helvetica, sans-serif; line-height: 18px;">Virenfrei.<a href="https://www.avast.com/sig-email?utm_medium=email&utm_source=link&utm_campaign=sig-email&utm_content=emailclient" target="_blank" style="color: #4453ea;">www.avast.com</a></td></tr></table><a href="#DAB4FAD8-2DD7-40BB-A1B8-4E2AA1F9FDF2" width="1" height="1"> </a></div></body></html>