[Finews] Westfälischer Friedenspreis - Friedensinitiative Nottuln fährt nach Münster - und lädt alle zum Mitmachen ein

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Sa Sep 12 21:20:31 CEST 2026


Newsletter der Friedensinitiative Nottuln

Friedensinitiative Nottuln fährt nach Münster – und lädt alle zum Mitmachen
ein

Mit freundlichen Grüßen

Robert Hülsbusch



Nottuln/Münster. Die Friedensinitiative Nottuln (FI) macht sich in den
kommenden Wochen gleich mehrfach auf den Weg nach Münster. Sie lädt alle
Menschen aus Nottuln und Umgebung ein, sich anzuschließen und gemeinsam für
Frieden, Verständigung und zivile Konfliktlösungen einzutreten.

Im Mittelpunkt stehen zwei sehr unterschiedliche Veranstaltungen: Am 25.
September wird erstmals der Alternative Westfälische Friedenspreis
verliehen. Am 1. Oktober geht es um den Protest gegen die Verleihung des
offiziellen „Westfälischen Friedenspreises“ an die NATO.

Am Donnerstag, den 25. September wird um 18 Uhr im Historischen Rathaus zu
Münster der Alternative Westfälische Friedenspreis verliehen. Preisträger
ist in diesem Jahr Connection e.V., eine Organisation, die sich seit vielen
Jahren für Menschen einsetzt, die den Kriegsdienst verweigern.

Für die Friedensinitiative Nottuln ist die Auszeichnung besonders wichtig:
„Mit Connection e.V. verbindet uns eine langjährige Zusammenarbeit. Wir
kennen und schätzen die Arbeit der Organisation und freuen uns deshalb sehr,
dass sie diesen Preis erhält“, erklärt Robert Hülsbusch FI.

Der Preis wird nun alle zwei Jahre vom „Verein zur Würdigung und Förderung
friedenspolitischer Initiativen – Alternativer Westfälischer Friedenspreis“
vergeben. Viele Mitglieder der Friedensinitiative Nottuln gehören dem Verein
an und unterstützen dessen Arbeit. Inzwischen zählt der Verein nahezu 100
Mitglieder. Neue Mitglieder sind ausdrücklich willkommen.
www.alternativerwestfaelischerfriedenspreis.de
<http://www.alternativerwestfaelischerfriedenspreis.de>

Entstanden ist der Verein aus der Kritik an der Entscheidung der
Wirtschaftlichen Gesellschaft für Westfalen und Lippe, den Westfälischen
Friedenspreis 2026 an die NATO zu vergeben. Die Initiatorinnen und
Initiatoren wollten dieser Entscheidung eine andere Vorstellung von Frieden
entgegensetzen.

„Der Westfälische Friede von 1648 steht für die Überwindung von Gewalt durch
Verhandlungen, für Ausgleich und für Diplomatie. Genau diese Tradition
wollen wir mit dem Alternativen Westfälischen Friedenspreis stärken“, so die
Friedensinitiative.

Der Alternative Friedenspreis soll Menschen und Organisationen auszeichnen,
die sich für Verständigung, Völkerfreundschaft, Dialog, Diplomatie und
gewaltfreie Konfliktlösungen einsetzen.

Wer am 25. September nach Münster kommt, sollte allerdings nicht erst zur
Preisverleihung um 18 Uhr aufbrechen. Bereits ab 14 Uhr findet auf dem
Domplatz ein großes Friedens- und Kulturfest statt, organisiert vom
Friedensforum Münster.

Dort gibt es Musik, Kultur, Informationen, Redebeiträge und Begegnungen. 

Die Teilnahme an der Preisverleihung im Historischen Rathaus ist kostenfrei,
allerdings ist eine Anmeldung mit Ticket erforderlich.

Nur wenige Tage später, am 1. Oktober, steht Münster erneut im Zeichen einer
Auseinandersetzung um den Begriff Frieden. NATO-Generalsekretär Mark Rutte
soll an diesem Tag den „Internationalen Preis des Westfälischen Friedens“
entgegennehmen.

Dagegen richtet sich ein breites Bündnis von Friedensorganisationen.

Geplant sind zwei Protestveranstaltungen. Bereits am Vormittag soll es eine
Demonstration beziehungsweise Kundgebung geben. Am Nachmittag ist eine
weitere Demonstration mit verschiedenen Stationen vorgesehen. Geplant ist
unter anderem ein Demonstrationszug vom NATO-Hauptquartier des 1.
Deutsch-Niederländischen Corps am Schlossplatz bis zur Abschlusskundgebung
auf dem Prinzipalmarkt.

Für die FI ist der Protest notwendig, weil sie einen grundsätzlichen
Widerspruch zwischen dem historischen Geist des Westfälischen Friedens und
der Auszeichnung eines Militärbündnisses sieht.

„Wenn wir den Begriff Frieden ernst nehmen, dürfen wir nicht einfach darüber
hinwegsehen, dass militärische Abschreckung und Aufrüstung heute zunehmend
als Friedenspolitik verkauft werden. Frieden braucht Diplomatie,
Verhandlungen und die Bereitschaft, auch mit dem Gegner im Gespräch zu
bleiben“, sagt Robert Hülsbusch.

„Wir würden uns freuen, wenn viele Menschen aus Nottuln mit nach Münster
kommen“, sagt die Friedensinitiative. „Frieden ist keine
Zuschauerveranstaltung. Wir können uns einmischen, miteinander diskutieren
und gemeinsam zeigen, dass Diplomatie, Verständigung und gewaltfreie
Konfliktlösungen eine starke Stimme brauchen.“

www.fi-nottuln.de <http://www.fi-nottuln.de>




Robert Hülsbusch

Fotos – Die Jury-Mitglieder für den Alternativen Westfälischen Friedenspreis
– Margot Käßmann und Heribert Prantl – werden bei der Verleihung Ansprachen
halten. (Fotos sind bei den WN erschienen).



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