[Finews] Friedensinitiative und Gemeinde erinnern an den Überfall auf die Sowjetunion vor 85 Jahren

info at fi-nottuln.de info at fi-nottuln.de
Sa Jun 20 16:43:42 CEST 2026





Von: info at die-feuermelder.de <info at die-feuermelder.de>
Gesendet: Samstag, 20. Juni 2026 16:36
An: 0 Rundmail FI (finews at ilpostino.jpberlin.de)
<finews at ilpostino.jpberlin.de>
Betreff: Friedensinitiative und Gemeinde erinnern an den Überfall auf die
Sowjetunion vor 85 Jahren



 Friedensinitiative Nottuln



Liebe Freundinnen und Freunde,



am Montag ist es 85 Jahre her, dass die deutsche Wehrmacht die damalige
Sowjetunion überfiel. Am Ende dieses grausamen Feldzuges waren 27 Millionen
Menschen aus den Ländern der SU tot.  Ein Trauma, das die Menschen – auch in
Russland – noch heute beschäftigt.

Auch dies gilt es zu berücksichtigen – bei all dem, was über Russland sonst
gesagt und geschrieben wird.



Auch in Nottuln kamen russischen Menschen ums Leben. Auf dem Friedhof sind
noch Gräber.

Dort wollen wir am Montag um 18 Uhr ein kurzes Gedenken machen und Blumen
auf die Gräber leben.



Wir laden Dich dazu herzlich an.  Siehe PM.

Vor fünf Jahren waren wir schon mal bei den Gräbern. Damals mit dem BM Dr.
Dietmar Thönnes.
Der kann am Montag nicht. So kommt der Stellvertreter Hartmut Rulle.



Damals haben wir einen Reader zu diesem Kapitel deutscher und Nottulner
Geschichte zusammengestellt.

Dieses hängen wir mal an – für den, der/die Zeit und Lust hat, mal darin zu
schauen.



Mit freundlichen Grüßen

Robert Hülsbusch









Friedensinitiative Nottuln

Pressemitteilung

Robert Hülsbusch



Gedenken an die Opfer des Krieges im Osten



Friedensinitiative und Gemeinde erinnern an den Überfall auf die Sowjetunion
vor 85 Jahren



Nottuln. Vor 85 Jahren begann mit dem deutschen Überfall auf die Sowjetunion
eines der verheerendsten Kapitel des Zweiten Weltkriegs. Aus Anlass dieses
Jahrestages laden die Gemeinde Nottuln und die Friedensinitiative Nottuln
(FI) am Sonntag, 22. Juni, um 18 Uhr zu einer Gedenkveranstaltung an den
sowjetischen Kriegsgräbern auf dem Friedhof in Schapdetten ein. Alle
Interessierten sind eingeladen, gemeinsam der Opfer zu gedenken und Blumen
niederzulegen. Stellvertretend für Dr. Dietmar Thönnes wird Hartmut Rulle
als Bürgermeister an dem Gedenken teilnehmen.

Am 22. Juni 1941 überschritten deutsche Truppen die Grenze zur Sowjetunion.
Der als „Unternehmen Barbarossa“ bezeichnete Angriff entwickelte sich zu
einem rassistisch motivierten Vernichtungs- und Eroberungskrieg mit
unvorstellbaren Folgen. Mehr als 26 Millionen Menschen verloren in der
Sowjetunion ihr Leben, darunter Millionen Soldaten, Kriegsgefangene und
Zivilisten. Ganze Städte und Dörfer wurden zerstört, unzählige Familien
ausgelöscht.

Die Erinnerung an diese Ereignisse führt auch nach Nottuln. Denn die
Geschichte des Krieges im Osten hinterließ Spuren vor Ort. Während des
Zweiten Weltkriegs wurden auch in Nottuln und Schapdetten
Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter aus Osteuropa eingesetzt. Nach
Kriegsende befanden sich zudem zahlreiche sogenannte „Displaced Persons“ im
Kreis Coesfeld. Einige von ihnen starben und wurden in Nottuln beigesetzt.
Bis heute erinnern mehrere sowjetische Kriegsgräber auf den Friedhöfen in
Nottuln und Schapdetten an ihr Schicksal.

Die Friedensinitiative hat anlässlich des Jahrestages einen Reader
veröffentlicht, der die Geschichte dieser Gräber, die Zwangsarbeit in
Nottuln sowie persönliche Begegnungen mit Menschen in Russland und Belarus
dokumentiert. Die Initiative sieht darin einen Beitrag gegen das Vergessen.

Das Gedenken fällt allerdings in eine Zeit, in der Russland selbst einen
völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen die Ukraine führt. Russische
Raketen und Soldaten bringen dort seit Jahren Tod, Leid und Zerstörung über
die Bevölkerung. Gerade deshalb erscheint die Erinnerung an die Opfer des
deutschen Vernichtungskrieges gegen die Sowjetunion manchen als schwieriger
Spagat. Die Friedensinitiative hält das Gedenken dennoch für notwendig. Die
historische Verantwortung Deutschlands für die Verbrechen des
Nationalsozialismus werde nicht dadurch aufgehoben, dass die heutige
russische Führung selbst Krieg führt. Erinnerung dürfe nicht von aktuellen
politischen Konflikten abhängig gemacht werden.

„Wer der Opfer von damals gedenkt, relativiert nicht das Leid der Menschen
in der Ukraine“, betont Robert Hülsbusch. Vielmehr gehe es darum, die
Geschichte in ihrer ganzen Tragweite wahrzunehmen und aus ihr Konsequenzen
für die Gegenwart zu ziehen. Die Erinnerung an die Millionen Toten des
Krieges im Osten sei zugleich eine Mahnung gegen Krieg, Nationalismus und
Menschenverachtung – unabhängig davon, von wem sie ausgehen.



www.fi-nottuln.de <http://www.fi-nottuln.de>





--
Diese E-Mail wurde von Avast-Antivirussoftware auf Viren geprüft.
www.avast.com
-------------- nächster Teil --------------
Ein Dateianhang mit HTML-Daten wurde abgetrennt...
URL: <https://listi.jpberlin.de/pipermail/finews/attachments/20260620/ea443265/attachment-0001.htm>
-------------- nächster Teil --------------
Ein Dateianhang mit Binärdaten wurde abgetrennt...
Dateiname   : image001.png
Dateityp    : image/png
Dateigröße  : 258931 bytes
Beschreibung: nicht verfügbar
URL         : <https://listi.jpberlin.de/pipermail/finews/attachments/20260620/ea443265/attachment-0001.png>
-------------- nächster Teil --------------
Ein Dateianhang mit Binärdaten wurde abgetrennt...
Dateiname   : Druck-Friedensinitiative Nottuln-Überfall auf die SU 22-Juni-1941.pdf
Dateityp    : application/pdf
Dateigröße  : 5982655 bytes
Beschreibung: nicht verfügbar
URL         : <https://listi.jpberlin.de/pipermail/finews/attachments/20260620/ea443265/attachment-0001.pdf>


Mehr Informationen über die Mailingliste Finews