[FFL] Syrien

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Fr Aug 3 23:48:39 CEST 2012


Hallo Leute!

Hier ein Artikel aus den REGENBOGEN NACHRICHTEN,
der sich von der Stimmungsmache der mainstream-Medien
abhebt.

Ciao
   Klaus


2.08.2012

Warlord Obama zündelt in Syrien
Vermittler Annan gibt auf

Schon lange ist bekannt, daß die bewaffneten Aufständischen in Syrien 
von den USA mit Geld und Waffen ausgestattet werden. Nun hat auch der 
US-Nachrichtensender CNN unter Berufung auf Regierungsbeamte 
offengelegt, daß der Geheimdienst CIA in deren heimliche 
Unterstützung involviert ist. Demnach hat US-Präsident und 
Friedensnobelpreisträger Barack Obama bereit vor mehreren Monaten 
einen Geheimerlaß unterzeichnet, der die Unterstützung der 
bewaffneten Aufständischen in Syrien ermöglicht. Wieder einmal geht 
es offenbar nur darum, den Einflußbereich Rußlands im nahen Osten 
zurückzudrängen und die Machtposition im Umfeld der ergiebigen Gas- 
und Ölvorkommen am Kaspischen Meer auszubauen.

Daß die Grenze zwischen bewaffneten Aufständischen und Terror-Gruppen 
zumindest fließend ist, illustriert ein Video, das am Mittwoch im 
Internet aufgetaucht ist. Darin ist angeblich zu sehen, wie Gefangene 
einer Miliz im Dienste des syrischen Regimes in Aleppo von 
Aufständischen an die Wand gestellt und erschossen wurden. Ob es sich 
bei diesem Video allerdings um eine echte Aufnahme oder eine 
Fälschung handelt, ist in diesem Fall ebenso wenig festzustellen wie 
bei den in den vergangenen Monaten aufgetauchten Videos. Was für die 
eine Seite "FreiheitskämpferInnen" sind, sind für die andere Seite 
"TerroristInnen". Selbst der "Syrische Nationalrat", eine Gruppe von 
Exil-Syrern in London, die sich als Vertretung der syrischen 
Opposition ausgibt und den gegen die Mehrheit der syrischen 
Bevölkerung gerichteten bewaffneten Aufstand unterstützt, sah sich 
gezwungen, die Erschießung als "inakzeptabel" zu verurteilen.

Nach Angaben von CNN unterstützt die US-Regierung die bewaffneten 
Aufständischen, die weit überwiegend vom Territorium des NATO-
Mitgliedsstaates Türkei aus operieren, mit 25 Millionen US-Dollar. 
Diese Summe dürfte allerdings nach unabhängigen Schätzungen stark 
untertrieben sein. Um welche Art von Hilfe es sich genau handele, sei 
nicht klar, heißt es in dem CNN-Beitrag. UN-BeobachterInnen 
berichteten, daß die untereinander zerstrittenen bewaffneten Gruppen 
weiter aufrüsteten und inzwischen sogar Panzer hätten.

Vermutlich ist es kein Zufall, daß ausgerechnet jetzt der frühere UNO-
Generalsekretär Kofi Annan das endgültige Scheitern der von ihm 
geleiteten UN-Friedensmission bekannt gibt. Die Illusion, daß sich 
die bewaffneten Aufständischen an Waffenstillstandsvereinbarungen 
halten würden, ist geplatzt. Auch in den Mainstream-Medien wird nun 
eingeräumt, daß sich im April "beide Seiten" nicht an den zwischen 
dem Regime von Baschar al-Assad und "der Oppositionsbewegung" 
ausgehandelten Waffenstillstand hielten. In einer Stellungnahme des 
russischen Außenministeriums heißt es daher durchaus korrekt: 
"Bedauerlicherweise hat die syrische Opposition alle Vorschläge zur 
Herstellung eines politischen Dialogs stets abgelehnt. Unsere 
westlichen Partner und einige Staaten der Region, die die Opposition 
hätten beeinflussen können, haben nichts dazu getan." Entgegen den 
Beschlüssen des UN-Sicherheitsrates hätten sie "die politische, 
moralische, materiell-technische und finanzielle Unterstützung der 
syrischen Oppositionsgruppierungen fortgesetzt und damit die 
Unversöhnlichkeit der regierungsfeindlichen Kräfte faktisch 
angespornt."

Tatsächlich flossen bereits mehrere hundert Millionen US-Dollar an 
die bewaffneten Aufständischen - teils über die für Demokratie-
Bewegungen wenig vorbildlichen Staaten Saudi-Arabien und Katar. 
Allein die Zusammenarbeit mit diesen Despotien zeigt, daß es der US-
Regierung entgegen aller Propaganda niemals um die Unterstützung 
demokratischer Kräfte geht. Auch US-Milliardäre wie George Soros 
haben überall auf der Welt, wenn es darum geht, künstlich geschaffene 
US-hörige Oppositionsgruppen für Aufstände zu bezahlen und 
aufzurüsten, ihre Hand im Spiel (Siehe unseren Artikel vom 6.07.12). 
Wie zuvor in der "Rosen-Revolution" in Georgien (2003), der 
"orangenen Revolution" in der Ukraine (2004), der "Tulpen-Revolution 
in Kirgistan (2005) und der versuchten und gescheiterten "grünen 
Revolution" im Iran (2009) geht es darum, Stellvertreterkriege zu 
entfesseln und nach und nach den Einflußbereich Rußlands 
zurückzudrängen. Dabei geht es weniger um die Fortsetzung des "Kalten 
Krieges" aus ideologischen Gründen, sondern es geht der US-
Administration im Dienste der großen Konzerne darum, die 
Machtposition im Umfeld der reichen Gas- und Ölvorkommen am 
Kaspischen Meer auszubauen.


REGENBOGEN NACHRICHTEN


Anmerkungen

Siehe auch unsere Artikel:

      Über 1000 Foltergefängnisse in Syrien?
      Human Rights Watch liefert Kriegspropaganda (6.07.12)

      Syrien...in 6 Monaten am Boden
      Karikatur von Harm Bengen (1.07.12)

      Syrien - Die nächste Runde der Eskalation?
      Gastbeitrag von Rüdiger Rauls (31.05.12)

      Wir lieben Syrien, aber nicht sein Regime
      Gastbeitrag von Hakam Abdel-Hadi (2.04.12)

      UN-Sicherheitsrat:
      Friedensplan für Syrien (21.03.12)

      Arabische Liga suspendiert Syrien
      Mehr als ein symbolischer Akt? (12.11.11)

      Libyen-Krieg beendet + Demokratisierung
      gescheitert + Gaddafi tot + Erdöl okkupiert (20.10.11)

      CIA und MI6 arbeiteten
      mit Gaddafi-Geheimdienst zusammen (2.09.11)

      Libyen-Krieg - "Humanitärer" Schutz
      von ZivilistInnen ist Vorwand (26.07.11)

      Panzer für die Saudi-Diktatur?
      Öl oder Demokratie (2.07.11)

      Merkel stützt Saudi-Diktatur
      Waffenausbildung durch Bundespolizei (8.06.11)

      Sarkozy und die Atombombe
      für Gaddafi (23.02.11)

      Schein-Wahl in Ägypten
      Offenbarungseid für Barack Obama (2.12.10)

      Obama stärkt Diktatur
      Waffen-Deal für 60 Milliarden US-Dollar eingefädelt (14.09.10)

      Schein-Abzug aus dem Irak
      Öl im Wert von mindestens 300 Milliarden US-Dollar (19.08.10)

      Milliarden im Vergleich
      Militär-Ausgaben * Hunger * Umsatzzahlen (31.12.09)

      "Friedens"-Präsident Obama erhöht Militär-Etat
      Neuer Weltrekord: 680 Milliarden US-Dollar (29.10.09)

      Globale Militärausgaben
      auf 1.464 Milliarden US-Dollar gestiegen (9.06.09)

      Obama erhöht den US-Kriegsetat
      Größtes Militär-Budget der Weltgeschichte (8.04.09)

      10. Jahrestag des Kosovo-Kriegs
      Propaganda von der "humanitären Katastrophe"
      bis heute aufrechterhalten (24.03.09)

      Barack Obama und das Nadelöhr
      Ist von Obama anderes zu erwarten als von Bush? (9.10.08) 




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