[FFL] (Fwd) Kenia Schulprojekt: 500€ überwiesen an Saint Lazarus Selbsthilfe Gruppe

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Mo Jul 25 14:24:14 CEST 2011


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Sehr geehrte Damen und Herren,
Liebe FreundInnen,

Durch die Spendenbereitschaft hauptsächlich des Freiburger 
Friedensforums konnten wir
500EUR für die Saint Lazarus Schule in Nairobi bereitstellen.  Die
Kontaktperson in Freiburg, Christopher Muthoka, will am 3. August 
nach
Nairobi fliegen, um das Projekt erneut einzuschätzen und die Gelder
zugänglich zu machen.  Mit 500EUR werden die Gehälter der neun
LehrerInnen und Hilfspersonal der Schule für August beglichen. 
Dadurch werden andere Mittel frei, um Grundbedürfnisse der
Schulgemeinde nachzukommen.

Als nächstes Ziel haben wir uns vorgenommen, weiter 500EUR für
Schulmaterial und -ausstattung zur Verfügung zu stellen.  Weitere
Informationen finden Sie hier:

http://www.betterplace.org/de/projects/6441-saint-lazarus-self-help-
gr
oup/invitation/new 
<https://email.t-
online.de/kc/index.php?ctl=dereferer&to=aHR0cDovL3d3d
y5iZXR0ZXJwbGFjZS5vcmcvZGUvcHJvamVjdHMvNjQ0MS1zYWludC1sYXphcnVzLXNlbGY
taGVscC1ncm91cC9pbnZpdGF0aW9uL25ldw%3D%3D>

Besuchen Sie auch die Websites unserer Kenia Projekten:

www.saint-lazarus.de
www.touch-of-mercy.de



*KENIA:*

*G3-Empfängerland und Entwicklungsland*

Kenia ist ein sehr armes Land und nimmt den Rang 147 von 182 Ländern
auf dem Entwicklungsindex ein. Die durchschnittliche Lebenserwartung
dort ist 54 Jahre. 80% der Menschen sind Analphabeten. Die Kinder in
Kenia sind durch die AIDS-Epidemie, häusliche Gewalt, weibliche
Genitalverstümmelung, frühes Heiraten, sowie Mangelernährung
besonders gefährdet. Die Kindersterblichkeit ist 32 mal so hoch wie
in Deutschland.

In Nairobi, Hauptstadt Kenias, leben eine Million Menschen auf 250
Hektar Land im Kibera Slum, dem größten Slum in ganz Afrika. Hier
gab es bei den Unruhen nach den gefälschten Wahlen Ende 2007 schwere
Auseinandersetzungen mit der Polizei. In ganz Kenia starben über 1000
Menschen.

Warum gibt es in dem Armutsviertel kein fließendes Wasser? In einer
Studie aus dem Jahr 2009 von Amnesty International wurde das so
erklärt, dass die Stadtverwaltung in Erwartung größerer Profite in
Wohnprojekte des höheren Standards investiert hat und dabei die Slums
nicht in die Planung einbezogen hat: "Dicke Rohre verlaufen kreuz und
quer durch Kibera Slum. Durch sie fließt sauberes Wasser in die
wohlhabenden Viertel der Hauptstadt. Die Slumbewohner hingegen müssen
mehrere Kilometer zurücklegen, um Wasser an privaten Wasserstationen
zu kaufen - und dies zu einem Preis, der durchschnittlich das
Siebenfache vom Wasserpreis in reicheren Vierteln beträgt." ("Auf
engstem Raum: Kenia: Slums in Nairobi/Wohnen in Würde." Amnesty
International)

Hier gab es bei den Unruhen nach den gefälschten Wahlen Ende 2007
schwere Auseinandersetzungen mit der Polizei. In ganz Kenia starben
über 1000 Menschen.

*G3 aus Deutschland im Einsatz*

Allein in Kisumu wurden 44 Menschen von Polizei und Armee erschossen.
Roman Deckert, RIB Vorstandsmitglied, schrieb in der März/April 2008
Ausgabe der Zeitschrift /iz3w (/Informationszentrum Dritte Welt/):
/"Auf Bildern von den Kämpfen ist das G3-Gewehr - früher in der
Bundeswehr 'die Braut des deutschen Soldaten' genannt - zu
identifizieren. Es ist seit über 30 Jahren die Standardwaffe der
kenianischen 'Sicherheitskräfte'. Nach Angaben des
Informationsdienstes Jane's verfügen diese auch über die
MP5-Maschinenpistole und das HK21-Maschinengewehr, beides G3
Ableger. Dem Kleinwaffenexperten Edward Ezell zufolge stammen sie aus
englischer Lizenproduktion. Der Vertrag von 1970 mit den Royal
Ordnance Factories in Enfield beweist, dass H&K die Kooperation
einging, um Märkte zu erschliessen, die von der BRD aus nicht
zugänglich waren. Das Bundesverteidigungsministerium, das die
Entwicklung des G3 finanziert hatte und die Rechte daran hielt, 
vergab
die notwendige Lizenz."

*Unruhen Ende 2007*

Dr. Walter Odhiamso, Mitarbeiter des Ärtzeverbandes "International
Physicians for the Prevention of Nuclear War" (IPPNW) und Arzt in
Nairobi, hat Opfer der Unruhen in Kenyatta National Hospital und in
Musaba Hospital im Armenviertel behandelt und berichtete bei einem
Besuch im RüstungsInformationsBüro, dass die meisten Verletzungen
von Polizeikugeln stammten. Er hat Bilder der Opfer in einer PPP zur
Verfügung gestellt/(siehe Anhang). /


Philip Alston, UN-Sonderberichterstatter sah es als erwiesen an, dass
Kenias Polizei für die Hinrichtung von mehr als 500 Tote im Umland
von Nairobi verantwortlich waren. Die /ta/berichtete am 26.2.09, dass
jeder Schütze nach einem Mord einen Bonus von 50EUR bekommen habe.
"Kenias Polizei mordet mit System, die Morde sind weit verbreitet und
gut vorbereitet. Sie werden willkürlich ausgeführt, die Täter
bleiben unbehelligt. Die Spitzen von Polizei und Politik sind
beteiligt. Wer in Kenia versucht, eine Glühbirne zu klauen, muss
damit rechnen, erschossen zu werden," so Alston.

*Entwicklung: Zwei Kenia Projekte*

Dabei könnten wir eigentlich für wenig Geld vieles in Kenia
verbessern. Das Freiburger Friedensforum (einschliesslich RIB)
unterstützt ein Schulprojekt im Kibera Slum und ein Projekt für
Aids-Waisen in Kisumu. Für sehr wenig Geld können Grundbedürfnisse
gedeckt werden (Wasserversorgung, Mietkosten, medizinische
Versorgung).

*St. Lazarus Selbsthilfe Gruppe: *_*www.saint-lazarus.de* 
<http://www.saint-lazarus.de/>_

Ein junger Kenianer, der jetzt in Freiburg lebt und an der Grenze zum
Kayole Slum aufgewachsen ist, kam zu uns mit der Projektvorstellung
für die in Kenia zertifizierte Saint Lazarus Selbsthilfe Gruppe.
Kayole Slum ist, von den Lebensbedingungen hergesehen, kaum besser 
wie
Kibera Slum. Es gibt eine Art Strassenordnung, wenn auch keine Namen
für die unasphaltierte Strassen und es gibt auch fliessendes Wasser,
aber keine Kanalisierung für das Abwasser. Die Einwohner um die
Saint-Lazarus Schule mußten sich an den Gestank gewöhnen. Das Wasser
fliesst nicht ständig, sondern nur zwei Tage in der Woche. Die Schule
wird von Vitalis Serete im Kayole Slum geführt. Ca. 330 Kinder werden
dort betreut, vom Kindergartenalter bis zur 8. Klasse.

Die Lehrer arbeiten oft unentgeltlich, da die Eltern die
Schulgebühren nicht aufbringen können. Dabei könnten alle neun
Lehrer und drei Hilfspersonen der Schule für 500EUR im Monat entlohnt
werden. Mit einer Spende von 40EUR vom Friedensforum konnte die Schule
einen Wassertank kaufen.

*Touch of Mercy Selbsthilfe Gruppe: *_*www.touch-of-mercy.de* 
<http://www.touch-of-mercy.de/>_

Die HIV-Rate in Kisumu, wo dieses Projekt stattfindet, ist 34% - die
höchste Rate in Kenia.

In vielen Dörfern leben nur noch Kinder und alte Menschen - die
Eltern sind an AIDS gestorben. Die Kinder sind oft HIV-positiv, sind
sich selbst überlassen oder werden von ihren Großmüttern versorgt.
Viele Großmütter, die oft Witwen sind, sind bereit mit ein wenig
Unterstützung mehr Kinder aufzunehmen.

Das Touch of Mercy Projekt wurde in Freiburg von einer jungen Frau
initiiert, die aus Kenia

geflüchtet ist. Sie macht in Freiburg jetzt eine Ausbildung zur
Altenpflegerin und will die Menschen helfen, die sie zurückgelassen
hat. Wir konnten mit unseren Spenden nicht verhindern, dass Clinton,
einer von den ca. 60 Frauen und Kinder, die der Zielgemeinschaft
angehören vor kurzem an AIDS gestorben ist.

*Für beide Projekte kann direkt nach Kenia (Kontonummer auf der
jeweiligen Website), über das Freiburger Friedensforum
*_*www.fffr.de* <http://www.fffr.de/>_*oder über
*_*http://de.betterplace.org/*_*gespendet werden.*Durch die direkte
Kontakte in Freiburg und die Projektleiter vor Ort ist einen
verantwortungsvoller Umgang mit den Spenden gesichert. Noch bis
September 2011 werden beide Projekte von UnterstützerInnen aus
Deutschland besucht und eingeschätzt.


Virginia Edwards-Menz

RüstungsInformationsBüro e.V.

Ehrenamtliche Mitarbeiterin



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