[FFL] Aufruf Ostermarsch Ba-Wü

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Do Mär 25 18:55:49 CET 2010


Hallo Leute!

Hier der Aufruf zum Ostermarsch 2010
des 'Friedensnetzes Baden-Wuerttemberg'

am Samstag, 3. April
in Stuttgart

12 Uhr ab Theaterhaus, Deserteursdenkmal
(ACHTUNG! nicht das Theater im Stadtzentrum
sondern beim Pragsattel / Nähe Robert-Bosch-Krankenhaus)
Siemensstr. 11

ca. 14 Uhr Abschluß-Kundgebung auf dem Schloßplatz

Ciao
   Klaus Schramm


50 Jahre Ostermarsch:

... für eine Welt, die von Kriegen nichts mehr hält!

Bundeswehr raus aus Afghanistan!
- anstatt rein in die Schulen!

Seit 50 Jahren marschieren wir an Ostern gegen Atomwaffen, gegen 
Rüstung und gegen Krieg. Für Frieden

für Verständigung und internationale Zusammenarbeit.

Hat es was gebracht?

Es ist wahr: in diesen 50 Jahren wurden schreckliche Kriege geführt: 
in Vietnam, im Nahen Osten, in Afrika. Auch die Bundeswehr war und 
ist schon wieder dabei: in Jugoslawien, am Horn von Afrika, in 
Afghanistan. Der Rüstungshaushalt ist trotz des lange vergessenen 
Kalten Krieges und trotz der Krise der höchste in der Geschichte. 
Atomwaffen bedrohen auch von deutschem Boden aus die ganze 
Menschheit. Die Außenpolitik scheint nur eine Methode zu kennen: 
Eingreif und Interventionstruppen in allen Teilen der Welt. Aber die 
Menschen sehen das anders als die Politiker.

Die Mehrheit ist für Frieden!

Die Menschen haben gelernt, dem politischen `Allheilmittel` Militär 
und Krieg gründlich zu mißtrauen. Millionen gingen in den 80er Jahren 
gegen neue Raketenrüstung auf die Straße, in den 90er gegen die 
Kriege gegen Irak und Jugoslawien, seit 2001 gegen die neuen Kriege 
in Afghanistan, im Irak und in anderen Teilen der Welt. Niemals in 
all diesen Jahren gab es in unserem Land eine mehrheitliche 
Zustimmung zu den aktuellen Aufrüstungs- und Kriegsprojekten. Nicht 
immer gingen die Menschen mit uns auf die Strasse, aber immer lehnten 
sie mit großer Mehrheit Aufrüstung, Krieg und Militarisierung der 
Gesellschaft ab.

Das gibt uns Mut.

Deshalb marschieren wir auch in diesem Jahr. Wir haben allen Grund 
dazu. Die Situation der Bevölkerung in Afghanistan verschlimmert sich 
täglich. 61 % der Bevölkerung sind chronisch unterernährt. Die 
Lebenserwartung ist auf 43,1 Jahre gesunken. Die 
Alphabetisierungsrate ist auf 23,5 % gefallen. Gesicherter Zugang zu 
Trinkwasser gibt es nur für 13 % der Bevölkerung. Unicef stellte 2009 
fest: Afghanistan ist weltweit das schlimmste Land, in das ein Kind 
geboren werden kann.

Für Frieden in Afghanistan!

Am erschreckendsten ist die ständig steigende Zahl der Opfer dieses 
Krieges bei den eingesetzten Soldaten vor allem aber unter der 
afghanischen Zivilbevölkerung. So hat ein deutscher Oberst der 
Bundeswehr den Tod von ca. 150 Menschen beim Massaker in Kundus 
befohlen. Und schon wieder ist nicht das Ende, sondern die Ausweitung 
des Krieges beschlossen: Mehr Waffen, mehr Soldaten, mehr Tod!

Für eine bundeswehrfreie Schule!

Statt die Forderung der Menschen, den Krieg zu beenden, ernst zu 
nehmen, soll das Militärische verstärkt in die Schulen getragen 
werden: In einer Vereinbarung mit der Bundeswehr hat die 
Landesregierung ausgerechnet das Militär mit Schulunterricht und 
Lehrerbildung zu den Themen "Sicherheitspolitik", globale 
Konfliktverhütung", Krisenbewältigung" und "nationale Interessen" 
betraut. Gerade das kann die Bundeswehr, die ausschließlich für die 
Landesverteidigung zuständig ist, nicht. Die Bundeswehr hat in 
Klassenzimmern und in der Lehrerbildung genau so wenig zu suchen wie 
in Afghanistan. Wir wehren uns gegen die Militarisierung der Schulen 
und der Gesellschaft.

Für eine atomwaffenfreie Welt!

Wir wollen, dass die atomare Bedrohung endlich beendet wird. 
Notwendige Schritte dazu sind der Verzicht auf den Ersteinsatz von 
Atomwaffen und der längst überfällige Abzug der Automwaffen aus 
Büchel. Atomwaffen müssen geächtet werden und von unserer Erde 
verschwinden. Eine Welt ohne Atomwaffen ist möglich. Im Mai findet in 
New York die 7. Überprüfungskonferenz des Atomwaffensperrvertrages 
statt. Gemeinsam mit der weltweiten Friedensbewegung rufen wir die 
Konferenz-Staaten auf: unternehmt endlich konkrete Schritte zum Abbau 
der Atomwaffen!

Auch im 50. Jahr der Ostermärsche fordern wir, was selbstverständlich 
sein sollte:

Frieden, Abrüstung und eine offene, demokratische Gesellschaft.
Vernunft muss her, statt Militär!


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