[FFL] SchülerInnen gegen Bundeswehr-Propaganda

klausjschramm at t-online.de klausjschramm at t-online.de
Mi Mär 24 12:32:02 CET 2010


LandesSchüler*innenVertretung Berlin


Bundeswehr raus aus den Schulen!


Der Tod vieler Menschen, auch von Jugendlichen, in Kunduz/Afghanistan 
 
ist noch immer nicht aufgeklärt, da wird der Bundeswehr zur  
Rekrutierung neuer Soldat*innen bereits wieder Zugang zu Schülerinnen 
 
und Schülern gewährt und soll sogar noch erleichtert werden. Dies  
fordern zumindest die Mitglieder der CDU und Bündnis90/Die Grünen in  

der BVV von Steglitz-Zehlendorf. Im Antrag der Fraktionen ist 
explizit  
die Rede von "Rekrutierung" des zukünftigen "Führungspersonals".

So rollt eine großangelegte Offensive der Bundeswehr durch die  
Klassenzimmer der Bundesrepublik, der wir uns entgegenstellen! Dass  
die sogenannten Jugendoffiziere die Waffen und andere 
Tötungsmaschinen  
in den Kasernen lassen, zeugt von der Absicht der Beeinflussung. Denn 
 
vor allem werden Karrierechancen beworben und nicht über Sinn und  
Unsinn von Krieg gesprochen, nicht über Töten und Getötetwerden.

Die LandesSchüler*innenVertretung Berlin wird sich verstärkt gegen 
die  
Bundeswehr in Schulen einsetzen. Zusammen mit dem Freiburger  
Bildungsstreikbündnis und vielen Friedensaktivist*innen fordern wir:  

»Bundeswehr raus aus dem Klassenzimmer«.

"In der ganzen Welt gibt es vielfältige Friedensprozesse, über die 
wir  
mehr erfahren wollen - aber in unsere Schulen kommt das Militär!"  
stellt Jerome L., von der LSV Berlin, fest. "Nicht nur in der Schule  

muss endlich klar gestellt werden, dass Krieg etwas schreckliches  
ist!" sagt Micha S., ebenfalls von der LSV Berlin. Er weist auch auf  

die Rechtslage hin, denn zum Beispiel §48 (5) Schulgesetz besagt, 
dass  
einseitige politische Beeinflussung einschließlich Werbung im  
Unterricht nicht zulässig ist.

Killerspielen und Musikern wird wiederholt vorgeworfen, Auslöser für  

Amokläufe zu sein, dabei geht es um verbal geäußerte Gewaltphantasien 
 
oder virtuell auf dem Bildschirm entwickelte Gewaltszenarien. Diese  
Gewalt im Kopf soll für Jugendliche derart gefährlich sein, dass  
gerade aus den Reihen der CDU immer wieder Verbote gefordert werden.  

Wenn es aber darum geht, Jugendliche auf den tatsächlichen 
Kampfeinsatz  
vorzubereiten, auf das wirkliche Töten von Menschen, scheinen die  
Bedenken in Luft ausgelöst. "Die schweren traumatisierenden Folgen,  
die Krieg immer zur Konsequenz hat, werden hier ignoriert und die  
Psyche von Jugendlichen und nicht zuletzt auch das Leben der  
Jugendlichen selbst dem Krieg für die vermeintliche gerechte Sache  
geopfert", stellt Janis W. von der LSV Berlin fest.

Doch der Widerstand wächst. In vielfältigen Bündnissen finden sich  
auch immer mehr Eltern zusammen, die sich fragen, wie viele Kriege  
noch geführt werden müssen bis der Frieden siegt! Sogar die  
Bundestagsfraktion der Partei "Die Linke" brachte  einen Antrag gegen 
 
die "Sonderstellung der Bundeswehr an Schulen" ein.

Wir wollen der Bundeswehr nicht das "Feld" überlassen und 
unterstützen  
den Aufruf von KlassenKampf Süd-West an alle Schüler*innen,  
Bildungsaktivist*innen, Lehrer*innen, Eltern, Friedensbewegte und   
Antimilitarist*innen zur Teilnahme an einer Kundgebung vor dem  
Schadow-Gymnasium. Kommt alle!
Freitag, 26ter März,  9.30 Uhr
Schadow-Gymnasium

Beuckestrasse 27-29, 14163 Berlin-Zehlendorf

Anfahrt: S-Bahnhof Zehlendorf (S1), Bus: 183, 101,112, ?110, 115, 
217, 623

Büro der LandesSchüler*innenVertretung Berlin
Bildungswerk der LSV Berlin e.V.
proLabor - wir können was verändern! e.V.

www.lsv-berlin.de



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