[FFL] 1000 US-Soldaten in Afghanistan getötet

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Do Feb 25 00:40:31 CET 2010


Hallo Leute!

Hier ein Artikel aus der jw zu Afghanistan.

Ciao
   Klaus Schramm


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24.02.2010 / Ausland
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1000 US-Soldaten in Afghanistan getötet
Generalstabschef Mullen stimmt auf steigende Opferzahlen ein. 
Pentagon-Chef Gates kritisiert Kriegsablehnung
Die Zahl der in Afghanistan getöteten US-Soldaten hat laut einer 
unabhängigen Interne tseite die Marke von 1000 erreicht. In diesem 
Jahr seien dort 54 US-Soldaten gestorben, hieß es am Dienstag auf 
icasualties.org. Im Jahr 2009, dem verlustreichsten seit dem Beginn 
der US-Invasion 2001, wurden demnach 316 US-Soldaten getötet - 
doppelt soviele wie im Jahr zuvor. US-Generalstabschef Mike Mullen 
sagte Reportern, im Zusammenhang mit der derzeitigen Großoffensive US-
geführter Truppen gegen die Taliban im Süden Afghanistans müsse mit 
harten Kämpfen und steigenden Opferzahlen gerechnet werden. 
Detaillierte Angaben über die Zahl getöteter Afghanen liegen nicht 
vor.

Der Kommandierende der NATO-Streitkräfte in Afghanistan, US-General 
Stanley McChrystal, hat sich nach dem Tod von 27 Afghanen durch einen 
Luftangriff am Sonntag mit der Bitte um Verzeihung direkt an die 
Bevölkerung gewandt. In einer vom afghanischen Fernsehen 
ausgestrahlten Videobotschaft äußerte sich der US-General am Dienstag 
»zutiefst betrübt über den tragischen Verlust unschuldigen Lebens«.

Pentagon-Chef Robert Gates kritisierte derweil die in Europa 
verbreitete Ablehnung von Kriegseinsätzen als Schwäche. Diese 
Einstellung behindere das Bemühen der NATO um »echte Sicherheit und 
dauerhaften Frieden im 21. Jahrhundert«, erklärte er am Dienstag in 
einer Debatte zum künftigen strategischen Konzept des Militärpakts. 
»Echte oder vermeintliche Schwäche« könnte die Gegner der westlichen 
Welt zu »Fehlkalkulationen und Aggressionen« verleiten, warnte der US-
Verteidigungsminister. Zudem investierten viele europäische Länder zu 
wenig Geld in ihre Streitkräfte und deren Ausrüstung. »Die 
Entmilitarisierung Europas, wo weite Teile der Bevölkerung und der 
politischen Klasse militärischer Gewalt und den damit verbundenen 
Risiken abgeneigt sind, hat sich von einem Segen im 20. Jahrhundert 
zu einem Hindernis für das Bemühen um echte Sicherheit und Frieden im 
21. Jahrhundert entwickelt.« 

http://www.jungewelt.de/2010/02-24/057.php

(c) Junge Welt 2010

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