[FFL] Völkermord-Propaganda

klausjschramm at t-online.de klausjschramm at t-online.de
Di Nov 10 15:54:24 CET 2009


Hallo Leute!

Die Propaganda um den angeblichen Völkermord im Dafur, westlicher 
Sudan, war nun für etliche Monate verstummt. Im März dieses Jahres
hatte der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag entgegen allem
Druck, der auf ihn ausgeübt wurde, festgestellt, daß keine Beweise
für die Anschuldigung vorliegen, im Dafur sei von der sudanesischen
Regierung Gewalt in der Dimension eines Völkermords verübt worden.

Nun wird die Anschuldigung des Völkermords über Bande wieder ins
Spiel gebracht: Auf den vorderen Seiten der Mainstream-Medien wird
der USA-hörige türkische Ministerpräsident Tayyip Erdogan, der von 
sich selbst behauptet, Muslim zu sein, mit einer geradezu skurilen
Äußerung zitiert.

Erdogan verkündete, was immer in Darfur geschehen sei, es könne schon 
deshalb unmöglich Völkermord sein, weil Muslime unfähig zum 
Völkermord seien. Schlichte Gemüter werden nun messerscharf daraus
schließen: Aha, also war es Völkermord im Dafur!

Es ist deshalb nach wie vor sehr wichtig, über die Hintegründe zu 
berichten. Hierzu (weiter unten) ein Artikel des unabhängigen 
Journalisten Thomas C. Mountain.

Ciao
   Klaus Schramm


Thomas C. Mountain
Der Völkermord in Darfur ist ein Mythos

Mitte 2003 habe ich als einer der ersten westlichen Journalisten über 
die Probleme in West-Sudan / Darfur geschrieben. Ich lebe seit Jahren 
hier in Asmara (1) Seite an Seite mit Vertretern des Widerstands in 
Darfur und andern Teilen des Sudans, und meine Recherchen haben 
keinen Beleg für Völkermord erbracht. Zwar wurde und wird von 
Äthiopien Völkermord an den Somaliern in Äthiopien begangen, in 
Darfur jedoch liegt kein Völkermord vor.

Beginnen wir mit einem Vergleich der beiden Fälle, zuerst Darfur, 
danach das äthiopische Ogaden.

Die Flüchtlinge im Darfur-Konflikt waren und sind die Adressaten 
einer der größten und effizientesten Unterstützungskampagnen der 
Geschichte.

Im Gegensatz dazu ist die Hilfe für die Somalis im äthiopischen 
Ogaden, so gering sie von Anfang an war, jetzt in fast ganz Ogaden 
seit mehreren Jahren ausgelaufen, trotz einer der schlimmsten 
Trockenperioden in der Geschichte.

Darfur hat seit Jahren vor Ort internationale Polizeikräfte, die mit 
sudanesischen Sicherheitskräften zusammenarbeiten, und nahezu alle 
Gewalt ist versiegt.

Im Ogaden haben äthiopische Todesschwadronen, durch westliche "Hilfe" 
finanziert, den größeren Teil der letzten zehn Jahre damit verbracht, 
Mord und Chaos im Lande zu verbreiten. Vom Internationalen Komitee 
vom Roten Kreuz  bis zu den Ärzten ohne Grenzen wurde fast jeder 
ausgewiesen, und von diesem Völkermord wurde in den westlichen Medien 
fast gar nicht berichtet, geschweige denn von der Rolle des Westens 
bei der Finanzierung des äthiopischen Regimes (2). Man vergleiche das 
mit der Sättigung der westlichen Medien durch die "Save-Dafur"-
Propagandakampagne (3): Die geprüfte und bewährte goldene Regel zu 
fragen, von wo nach wo das Geld fließt, muß angewendet werden, um zu 
klären, was wirklich vorgeht.

Der Darfur-Völkermord-Mythos wurde von westlichen "Menschenrechts-"  
NGOs verbreitet, die Dutzende, vielleicht Hunderte von Millionen 
Dollar gesammelt haben unter der Rubrik "Genug" und "Völkermord 
verhindern". Die Behauptung eines Völkermords beruht auf Schätzungen 
über Getötete, deren Zahl sich schnell erhöhte, als die Dollars 
hereinzufließen begannen. Zuerst waren es 100 000, dann 200 000, dann 
300 000 und schließlich - eine so aberwitzige Behauptung, daß sogar 
der britische Regierungswachhund sie nicht mehr sendete - sollen 400 
000 Menschen Opfer des Völkermords in Darfur geworden sein. Keiner 
der Darfur-Vertreter, die ich hier in Asmara gesprochen habe, hat den 
westlichen Zahlen je irgendeine Glaubwürdigkeit bescheinigt. 
Tatsächlich fast alle hier am Horn von Afrika, zumindest die, die 
nicht vom Westen bezahlt werden, sie alle stimmen darin überein, daß 
die Zahl der Gewaltopfer in West-Sudan in den Zehntausenden liegt, 
eine tragische Zahl, aber weit übertroffen von dem, was in Somalia 
und Ogaden erlitten wurde, wo tatsächlich ein Völkermord stattfindet.

Heute wird die humanitäre Lage in Somalia dort, wo noch Helfer 
arbeiten, als die schlimmste auf der Welt bezeichnet (und angesichts 
dessen, was mit den Tamilen in den Konzentrationslagern von Sri Lanka 
geschieht, bedeutet das viel). Nebenan, im äthiopischen Ogaden, gibt 
es passenderweise außer in ein paar Städten fast keine 
Hilfsorganisationen, die das bezeugen könnten, was so schlimm oder 
eher schlimmer ist als in Somalia. Doch was erfahren wir von denen, 
die soviel Zaster für leidende Afrikaner einsammeln, über den wahren 
Völkermord in Ogaden?

Wie ich bereits sagte, habe ich Mitte 2003 das erste Mal darüber 
geschrieben, was meiner Meinung nach im Sudan und in Äthiopien 
passiert.  Sudan hat schätzungsweise etwa zwei Millionen Tötungen 
während seines jahrzehntelangen Bürgerkriegs zwischen dem Norden und 
dem Süden erlitten. Nach vielen Jahren harter Arbeit ist langsam, 
fast kriechend, Frieden im Sudan eingekehrt, wobei die Grundlage in 
Verhandlungen hier in Asmara erarbeitet wurde. Im Gegensatz dazu 
verlangt die Save-Darfur-Bande welches Aktionsprogramm? Eine westlich 
angeführte militärische Invasion und Besetzung à la Irak und 
Afghanistan. Wer bei Verstand ist, muß angesichts einer halben 
Million oder mehr Toter im Irak und in Afghanistan dank westlichen 
militärischen "Eingreifens" schließen, daß westliche Soldaten im 
Sudan nichts anderes tun werden als den Frieden zu zerstören, der in 
den vergangenen Jahren so mühevoll aufgebaut wurde, und noch mehr 
Leid zuzufügen.

Während der Frieden sich in Darfur verlangsamt durchsetzt, ist er in 
Ogaden seit langem verblaßte Erinnerung. Krieg, Hungersnot und 
Krankheit verbreiten sich in Ogaden, eine Lage, die immer mehr zur 
Normalität in wachsenden Teilen Äthiopiens wird. Während die 
westlichen Hausierer mit ihrem Save-Darfur-Unsinn Abermillionen 
Dollar scheffeln, haben die Sudanesen den Frieden ausbrechen sehen. 
Die Äthiopier dagegen, die unter einem Regime leiden, das der größte 
Empfänger westlicher Hilfe in Afrika ist, blicken in eine Zukunft 
wachsender ethnischer und religiöser Konflikte, und schlimmer noch, 
laufender Völkermordprogramme. Die sich entwickelnden Probleme in 
Äthiopien können ausnahmslos auf den Westen zurückgeführt werden, 
hauptsächlich auf die USA. Der Westen, besonders die USA (4), sind 
wild entschlossen, Afrika in einem Krisenzustand zu halten, um es 
besser ausbeuten zu können. Und die Save-Darfur-Lobby ist Feuer und 
Flamme dafür, mehr Gewalt nach Afrika zu bringen unter der Maske 
"humanitärer Intervention", während wenig von den Dutzenden 
Millionen, die sie einsammeln, jemals die Sudanesen erreicht, für die 
die Millionen gedacht waren.

Den Völkermord-Mythos über Darfur zu sprengen, ist seit langem 
überfällig. Wenn Menschen im Westen Afrika wirklich helfen wollen, 
dann müssen sie aufhören, an die Save-Darfur-Betrüger zu spenden und 
anfangen, Rechnungslegung über die Dutzende von Milliarden westlicher 
Hilfe zu verlangen, die einen wirklichen Völkermord im äthiopischen 
Ogaden finanzieren.

Damit Sie mehr darüber erfahren, was wirklich vorgeht an offenbar 
zunehmender Gewalt am Horn von Afrika, ebenso wie in der Oase des 
Friedens und der Ruhe hier in Asmara, halten Sie Kontakt zu 
Onlinejournal.com mit seinen Nachrichten und Ansichten, die die 
sogenannte freie Presse des Westens nie liefern wird.

Mehr Informationen bei thomascmountain at yahoo dot com

Quelle: Thomas C. Mountain: Busting the Dafur genocide myth. Online 
Journal Contributing Writer Nov 5, 2009, 00:28

Übersetzung: T. I. Steinberg, 9. November 2009. (Dank an Schmidt-
Polyglott)

Anmerkungen des Übersetzers

(1) Asmara, auch Asmera, ist die Hauptstadt von Eritrea, 650 000 
Einwohner, siehe Karte

(2) German Foreign Policy und Knut Mellenthin in der jungen Welt und 
Schattenblick haben mehrfach berichtet.

(3) Siehe die weiteren Beiträge auf SteinbergRecherche unter Sudan. 
Gegenwärtig spielen Zionisten den behaupteten Völkermord in Darfur 
gegen den Goldstone-Bericht über die Kriegsverbrechen in Gaza aus. 
Die UN-Menschenrechtskommission solle sich statt um Israel lieber um 
das angebliche Großverbrechen in Darfur kümmern. Besonders eifrig ist 
Henryk M. Broder.

(4) Die Bundesregierungen verschiedener Couleur waren und sind auf 
äthiopischer Seite stark beteiligt, siehe Anmerkung (2)    

URL dieses Beitrags: 
http://www.steinbergrecherche.com/sudan.htm#Mountain



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