[fessenheim-fr] CASTOR-Alarm! Morgen ist mit dem ersten CASTOR-Transport von Juelich nach Ahaus zu rechnen

Klaus Schramm klausjschramm at t-online.de
Mo Mär 23 18:00:22 CET 2026


Hallo Leute!

Bitte unterstützt den CASTOR-Protest in Norddeutschland!

Morgen, Dienstag, 24. März,
ist mit dem ersten CASTOR-Transport von Jülich nach Ahaus zu rechnen.

Deshalb:

– 18 Uhr: Dauer-Kundgebung vor Forschungszentrum Jülich
– 18 Uhr: Demo in Ahaus vom Bahnhof zum Rathaus
– ab 20 Uhr: Nächtliche Dauer-Mahnwache vor Zwischenlager Ahaus

Für den morgigen Dienstagabend rechnen die Anti-Atomkraft-Initiativen 
mit dem ersten Castor-Transport von Jülich nach Ahaus. Entsprechende 
Hinweise haben sie aus verschiedenen Quellen erhalten. Sie rufen deshalb 
für Dienstag um 18 Uhr in Ahaus zu einer Demonstration vom Bahnhof zum 
Rathaus mit anschließender Kundgebung auf. In Jülich gibt es vor dem 
Forschungszentrum an der Wilhelm-Johnen-Straße ab 18 Uhr eine 
Dauer-Mahnwache bis zur Castor-Abfahrt. Ab 20 Uhr startet dann eine 
Dauer-Mahnwache vor dem Zwischenlager Ahaus, bis der Castor-Transport 
angekommen ist. Ebenfalls gab es Hinweise, dass die Polizei am Montag 
mit einem Leertransport nochmal üben wolle. Auch dies werden die 
Atomkraftgegner_innen im Auge behalten.

„Wir laden alle Menschen ein, ein Zeichen zu setzen: Für die Dunkelheit 
haben wir in Ahaus gelbe X aus Knicklichtern vorbereitet. Für Protest 
ist es nie zu spät, Atompolitik muss endlich lernen, langfristig und 
nicht nur formal-juristisch zu denken,“ so Annika Enzmann von der 
Bürgerinitiative Ahaus. Alle drei Protest-Aktionen sind bei der Polizei 
angemeldet und fallen unter das Versammlungsrecht, so dass der Zugang 
jederzeit möglich sein muss. Laut Auflagenbescheid der Polizei müssen 
dafür aber vermutlich Umwege in Kauf genommen werden und auch mit den 
zugewiesenen Versammlungsorten vor dem Zwischenlager sind die 
Atomkraftgegner_innen nicht zufrieden, weshalb sie eine Klärung durch 
das Verwaltungsgericht Münster anstrengen. „Beim Castor 2005 durfte die 
Kundgebung auf der halben Fahrbahn stattfinden, nicht nur an der 
Bushaltestelle“ begründet Hanna Poddig von Sofa Münster diesen Schritt. 
„Und wir wollen eine symbolische Sitzblockade eine Stunde vor Ankunft 
des Transportes vor dem Tor bzw. auf der Fahrbahn und nicht an der 
Ausfahrt abhalten. Der Super-Gau sind Unfälle und Anschläge, nicht 
Protest-Aktionen, wie die GdP behauptet.“
Sicherheitskonzept ist nur zahnloser Papiertiger – Transporte jetzt stoppen

Für die Anti-Atom-Initiativen ist das Sicherheitskonzept bereits 
gescheitert, weil das Bundesverkehrsministerium am Donnerstagnachmittag 
die Transportroute online veröffentlicht hat. „Es ist doch blanker Hohn, 
wenn die Behörden meinen, sie können Gefahren durch Drohnen begegnen, 
indem sie vorher eine Drohnen-Flugverbot verhängen und damit die Route 
auch offiziell bekannt machen.“ erklärt Hartmut Liebermann von der BI 
Ahaus. „Weder Wegwerf-Agenten, noch Terroristen lassen sich so 
aufhalten. Genau solchen behördlichen Irrsinn meinen wir, wenn wir von 
rein formal erfüllten Sicherheitskonzepten sprechen. Innenminister Reul 
muss die Transporte nun absagen!“ Im Internet findet man inzwischen 
verschiedene Anleitungen für Lenkraketen und Kampfdrohnen zum selber 
bauen, was die Initiativen sehr besorgt.

Gleichzeitig zeigt die veröffentlichte Route, dass es so gut wie keine 
Ausweichstrecken gibt. Diese sind laut Genehmigung jedoch erforderlich. 
„Recherchiert man die Sperrungen für Schwerlast-Transporte bleibt 
eigentlich nur die A42-Rheinbrücke. Die Alternative über die 
A1-Rheinbrücke bei Köln-Leverkusen endet an Schwerlast-Beschränkungen im 
Raum Duisburg / Oberhausen, auf der A43 bei Herne und macht dann einen 
Umweg über Münster bis hin zur A30 bei Lotte notwendig, wenn man die 
weitere Auflage, so viel Autobahn-Strecke wie möglich, einhalten will,“ 
geht Kerstin Ciesla vom BUND NRW ins Detail. Ebenso ist die Anordnung, 
dass die JEN auf ihrer Homepage keine Fotos der Transport-LKW mehr 
zeigen darf, sinnlos, da diese inzwischen zahlreich im Internet 
kursieren und auch von der JEN bei der Dialog-Veranstaltung gezeigt wurden.

„Die Politik hat seit 17 Jahren auf allen Ebenen versagt. Sie hätte das 
Ruder noch mehrfach herumreißen können, nachdem die Entscheidung über 
den Abtransport der Jülicher Atomkugeln getroffen wurde. Nun erwartet 
uns die größte Castor-Lawine in der Geschichte der Bundesrepublik – das 
macht uns wütend und dazu werden wir nicht schweigen!“ zeigt sich Marita 
Boslar vom Aktionsbündnis Stop Westcastor in Jülich entschlossen.

Kontakte:
Kerstin Ciesla, BUND NRW, Tel. 0178-8140600
Annika Enzmann, BI „Kein Atommüll in Ahaus“,
Hanna Poddig, Sofa Münster, Tel. 0175-9767027
Marita Boslar, Aktionsbündnis „Stop Westcastor“ Jülich, Tel. 0176-52270865
Hartmut Liebermann, BI „Kein Atommüll in Ahaus“, Tel. 0163-6008383
Heiner Möllers, BI „Kein Atommüll in Ahaus“, Tel. 0163-7438142

Weitere Infos:
www.castor-stoppen.de mögliche Transportrouten: 
https://castor.nirgendwo.info/
https://www.bi-ahaus.de/
https://www.westcastor.org/ ,
https://sofa-ms.de/
https://www.bbu-online.de

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Ciao
    Klaus Schramm


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