[fessenheim-fr] Fhm: Coup d'éclat- Clis Colmar in BZ und BNN

Ilse Martin martin_ilse at yahoo.de
Sa Mär 24 08:47:49 CET 2018



Guten Morgen,
hier mit kommentaren 
(gestern haben sie schon angefangen hochzufahren), ganz unten die BZ-kopie:
-> badische-zeitung.de/suedwest-1/gutachterstreit-um-fessenheims-block-2--150807271.html
***********************************BNN vom 24.3.2018
Streit um Fessenheim geht in die nächste RundeKann ein weiteres Gutachten die Position der Atomaufsicht beeinflussen? / Block 2 soll bald wieder ans Netz gehen„Kein Anlass zur Entwarnung“Sitzung wurde abgebrochenVon unserer Mitarbeiterin Bärbel NücklesFessenheim/Colmar. Es wird höchstwahrscheinlich ein weiteres Gutachten geben zum umstrittenen Reaktor 2 in Fessenheim. Nach einer Sitzung der Fessenheim-Überwachungskommission (Clis) diese Woche in Colmar, die im Eklat endete, will Clis-Präsident Michel Habig Experten benennen, die sich erneut mit dem Zustand von Block 2, genauer, mit einem Dampferzeuger, der dort eingebaut wurde, befassen sollen. Rückblick: Fast seit zwei Jahren ist der Reaktor auf Anordnung der französischen Atomaufsicht inzwischen abgeschaltet. Ein Gutachten hat die Kontrollbehörde anscheinend überzeugt, dass das Bauteil trotz Fehlern bei der Herstellung sicher betrieben werden kann. Vergangene Woche hatte die ASN den Wiederbetrieb von Reaktor 2 genehmigt (die BNN berichteten). Auf die Entscheidung reagierte der Betreiber Electricité de France (EdF) erwartungsgemäß mit Genugtuung. Reaktor 2 wird in diesen Tagen nach 21 Monaten Stillstand auf das Hochfahren vorbereitet.In der Kommissionssitzung hatte ein ASN-Experten mit einer Kurzform des Gutachtens die Entscheidung der Atomkontrolleure zu begründen versucht. Anschließend hatte auch ein Fachmann der Gegenseite das Wort. Für den Atomphysiker Jean-Marie Brom ist nämlich nicht erwiesen, dass Hunderte von chemischen und mechanischen Analysen an Probewerkstücken zweifelsfrei belegen, dass der Dampferzeuger wieder den normalen Belastungen des Akw-Betriebs ausgesetzt werden sollte. Brom zweifelt an der Aussagekraft der Tests. Er gehört zu den elsässischen Akw-Gegnern der ersten Stunde und ist in der Überwachungskommission als unabhängiger Experte anerkannt.Für die Analyse des Gutachtens blieben ihm allerdings gerade mal zwei Tage. Sein Misstrauen rührt nicht zuletzt von dem Umstand, dass die Daten, auf die sich die ASN bei ihrer Entscheidung gestützt hat, vom Hersteller des Dampferzeugers, Framatome, ehemals Areva, selbst stammen. Der hatte es bei dem Teilstück unterlassen, einen Abschnitt zu kappen, der mehr Karbon enthielt als zulässig. Brom traut den Tests nicht, die an zwei eigens für das Gutachten hergestellten Vergleichsstücken durchgeführt wurden. „Areva ist in der Lage, Prüfberichte zu fälschen“, mahnte Brom. Er spielte damit auf den Skandal um die französische Reaktorschmiede Le Creusot an. 2016 war offenkundig geworden, dass dort bei der Herstellung Hunderter Teile, auch bei dem Dampferzeuger, der später in Fessenheim eingebaut worden war, geschlampt worden war. Wenig später, im Juni 2016, ließ die ASN Block 2 stoppen. „Wenn man möchte, dass man ihnen glauben können soll, tut man das jetzt einfach.“ Aus seiner Sicht gäben die Untersuchungswerte etwa zum Karbon- oder Phosphorgehalt keinen Anlass zur Entwarnung. „Die zentralen Unsicherheitsfaktoren“, so Brom, „sind meiner Meinung nach nicht ausgeräumt“.Klaus Schüle verwies als Vertreter des Regierungspräsidiums Freiburg auf die Ängste in der Bevölkerung angesichts des bevorstehenden Wiederanfahrens von Fessenheim 2. „Um das Vertrauen wiederherzustellen“, argumentierte er, „brauchen wir vor dem erneuten Hochfahren von Reaktor 2 eine zusätzliche Expertise“. Pierre Bois, Chef der regionalen ASN in Straßburg, reagierte in der Sitzung auf seine Forderung zwar diplomatisch, stellte aber klar, dass eine solche externe Meinung, nicht vorgesehen sei. Erst recht sei es nicht möglich, den Wiederbetrieb des Reaktors nach der Entscheidung der ASN aufzuschieben. Immerhin stellte er in Aussicht, seine Behörde könne durchaus auf externe Positionen reagieren. Die Betonung liegt hier auf können.Bis dahin war der Austausch noch sachlich verlaufen. Elsässische Atomkraftgegner, die in die öffentlich eigentlich nicht zugängliche Kommission gelangt waren, wollten die harte Haltung der ASN, dass Block 2 definitiv wieder ans Netz gehen werde, nicht hinnehmen. Kommissionspräsident Habig brach die Sitzung ab. Ein Mitarbeiter der Umweltabteilung des Departementsrates, bei dem die Clis angesiedelt ist, kündigte später an, man werde mit dem Betreiber und der Atomaufsicht eine Vereinbarung treffen, um Einsicht in die wichtigen Unterlagen zu bekommen Jean-Marie Brom solle mit weiteren Experten ein eigenes Gutachten vorlegen. Die Kommission kann in beschränktem Maße Raum für Diskussionen und Informationen geben. Entscheidungen trifft sie nicht.Fessenheim 2 wird in den kommenden Tagen mit großer Wahrscheinlichkeit dennoch ans Netz gehen. Was niemandem außer EdF so recht einleuchten will. Schließlich soll doch Ende des Jahres oder Anfang 2019 Fessenheim definitiv abgeschaltet werden. Mit zwei funktionierenden Reaktoren – das leuchtet ein – lässt sich womöglich eine höhere Entschädigung aushandeln.

[archiv-foto von mir entfernt] DIE IDYLLE TRÜGT: Inzwischen heißt es, die Überwachungskommission wolle nach der Entscheidung der Atomaufsicht von vergangener Woche – sie genehmigte den Wiederbetrieb des Reaktors 2 in Fessenheim – ein eigenes Gutachten in Auftrag geben. 

     
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 Gesendet: 7:42 Samstag, 24.März 2018
 Betreff: Coup d'éclat-Clis
   

Salut
Ce matin dans la Badische Zeitung :
Le coup d’éclat d’A. à la Clis et la levée de la séance en catastrophe par M. Habig ……auront des suites d’après cet article : Gutachterstreit um Fessenheim Block 2 !
Cette-fois cela semble fonctionner, sans doute, au-delà des espérances d’André …… chouette.Comme quoi nous devons tout essayer pour obtenir cet arrêt définitif.
A Jean-Marie, Thierry et à d’autres de jouer maintenant ……
Dans l’article Pierre Bois ( ASN ) n’est vraiment pas à son avantage …. et Habig s’est sans doute rendu compte à postériori qu‘il a « merdé »et demande de nouvelles expertises ……. pour lui aussi le vent aurait-il tourné !!!!!!!
A+++    Lucien


   

   

   

   
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