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<p>Liebe Freundinnen und Freunde von Amnesty,</p>
<p>hiermit möchten wir Sie auf eine Reihe von Veranstaltungen <br>
zu den Menschenrechten in Lateinamerika aufmerksam machen:</p>
<p><b>Do. 10.11.2016, ab 18:30, im Kommunalen Kino Kiel</b><b><br>
</b><b>Dokumentarfilm „Viacrucis Migrante“ zu den Flüchtlingen in
Zentralamerika</b></p>
<p>Trailer: <a class="moz-txt-link-abbreviated" href="http://www.viacrucismigrante.com">www.viacrucismigrante.com</a><br>
„Viacrucis Migrante“ ist ein Dokumentarfilm über Männer, Frauen
und Kinder,<br>
die vor den existenziell bedrohlichen Verhältnissen in ihren
Heimatländern<br>
Honduras, El Salvador und Guatemala Richtung Norden fliehen. Sie
begeben<br>
sich auf eine lebensgefährliche Reise mit ungewissem Ausgang. Kurz
hinter der<br>
südmexikanischen Grenze finden sie eine Herberge mit Menschen, die
ihnen<br>
dabei helfen wollen, das Martyrium der mindestens 1.700 Kilometer
langen<br>
Reise Richtung USA zu überstehen.</p>
<p>Eine Veranstaltung der Zentralamerika-Kogruppe von Amnesty aus
Hamburg.</p>
<p><br>
</p>
<p><b>Do. 17.11.2016, ab 19 Uhr im Gewerkschaftshaus,
Emma-Sorgenfrei Foyer, Legienstraße 22-24</b><b><br>
</b><b>"Kolumbien zwischen Kriegsgewalt und Friedenshoffnung"
Vortrag und Diskussion zum Friedensprozess in Kolumbien</b></p>
<p>Seit Mitte der 1960er Jahre dauert der bewaffnete Konflikt
zwischen der kolumbianischen Regierung, rechten Paramilitärs und<br>
Drogenkartellen auf der einen und verschiedenen Guerillagruppen
auf der anderen Seite bereits an. Opfer sind vor allem die<br>
Ärmsten, indigene und schwarze Kolumbianer. Allein zwischen 1985
und 2012 wurden 220.000 Menschen getötet, 80 %<br>
Zivilisten. 2014 waren über 10 % der kolumbianischen Bevölkerung
Binnenflüchtlinge. Rund 500.000 Flüchtlinge sind bis<br>
2011 außer Landes geflohen. Bis in jüngste Zeit fanden Attentate,
Massaker, Entführungen, und sexuelle Gewaltdelikte statt.<br>
Eine Landreform und Reparationen wie 2012 beschlossen, laufen nur
schleppend an. Der Friedensprozess, in Person<br>
Staatspräsident Juan Manuel Santos‘ mit den Friedensnobelpreis
gewürdigt, umfasst noch nicht alle Konfliktparteien.<br>
Der Waffenstillstand, die Chancen weiterer Friedensverhandlungen
und die Folgen des gescheiterten Referendums für die<br>
kolumbianische Gesellschaft sollen Thema unserer Vortrags- und
Diskussionsveranstaltung sein.<br>
Der Referent Yezid Arteta Dávila wurde in Barranquilla, Kolumbien
geboren. Er studierte Jura und Soziologie. 1984, als<br>
Lateinamerika von Befreiungskämpfen und brutalen Militärdiktaturen
beherrscht war, schloss er sich dem bewaffneten Kampf<br>
der FARC an. 1996 geriet er als Kommandant einer Guerillagruppe in
Gefangenschaft. Während seiner zehnjährigen Haft<br>
publizierte er zum bewaffneten Konflikt. Arteta Dávila erklärte
nach der Haftentlassung 2006 seine Abkehr vom bewaffneten<br>
Kampf. Er engagiert sich seither für einen gewaltlosen politischen
Wandel und ging 2007 an das Friedensforschungsinstitut der<br>
Autonomen Universität Barcelona. Er gilt als wichtiger Protagonist
des kolumbianischen Friedensprozesses im Exil.<br>
Der Vortrag wird in spanischer Sprache gehalten und von Leticia
Hillenbrand übersetzt.<br>
</p>
<p>Eine gemeinsame Veranstaltung unserer Kieler Länderaktionsgruppe
von Amnesty, <br>
dem Flüchtlingsrat, dem DGB Kern, der AG Lateinamerika in der
Deutschen Gesellschaft für Geographie <br>
und dem Bündnis Entwicklungspolitischer Initiativen SH.</p>
<p><br>
</p>
<p><b>Mo. 21.11.2016, ab 19:00 Uhr im
Matthias-Claudius-Gemeindezentrum, Alte Dorfstr. 51-53,
Kiel-Suchsdorf</b><b><br>
</b><b>"El-Salvador - Wege aus der Gewalt?!" Vortrag und
Diskussion mit Gästen aus El Salvador</b></p>
<p>El Salvador ist eines der gefährlichsten Länder der Welt. Als
Hauptursache gilt die zunehmende Macht <br>
der salvadorianischen Gangs. Weniger diskutiert werden jedoch die
Rolle des transnationalen Verbrechens, <br>
des Drogenhandels oder auch die Verbindungen von Politik oder
(ehemaliger) Mitglieder des Sicherheitsapparates <br>
zur organisierten Kriminalität. In der Vergangenheit hat der
repressive Ansatz der rechten Regierung das Problem <br>
eher verschlimmert. Dennoch versucht heute auch die
linksgerichtete FMLN Regierung der Gewalt durch den <br>
verstärkten Einsatz von Polizei und Militär zu begegnen. Für
effektive Maßnahmen im Bereich der Prävention fehlt das Geld.<br>
<br>
Um das komplexe Szenario der Gewalt und die Schwierigkeiten der
verschiedenen Lösungsansätze verstehen zu können, <br>
werden wir zwei spannende Gäste aus El Salvador zu Gast haben.<br>
Eduardo Enrique Amaya ist Psychologe und arbeitet für Servicio
Social Pasionista-SSPAS in Programmen zur Förderung <br>
einer Kultur des Friedens. Über seinen Arbeitsschwerpunkt hinaus
wird Eduardo Amaya auch auf die unterschiedlichen <br>
Ansätze der Politik und der gesellschaftlichen Situation bezogen
auf das Thema Sicherheit und Gewalt eingehen.<br>
Jose Santos Guevara Maradiaga (Mario) ist Direktor von ACUDESBAL,
einer Basisorganisation für wirtschaftliche und <br>
soziale Entwicklung in der Region Bajo Lempa. Mario wird darüber
berichten, was das Vordringen der Maras in seiner Region <br>
angerichtet hat und was die Politik der „außerordentlichen
Maßnahmen" der FMLN-Regierung für die Menschen <br>
in seiner Region bedeutet.<br>
<br>
Eine gemeinsame Veranstaltung unserer Kieler Länderaktionsgruppe
von Amnesty, <br>
der Matthias-Claudius-Kirchengemeinde, der Basisgemeinde
Wulfshagener Hütten sowie dem Öku-Büro München.<br>
</p>
<p>Wir würden uns sehr darüber freuen, Sie bei eine der
Veranstaltungen begrüßen zu dürfen.</p>
<p>Mit freundlichen Grüßen</p>
<p>Manuel Raschke.</p>
<p>Amnesty International<br>
Bezirk Kiel-Flensburg<br>
Bremerstr. 2<br>
24118 Kiel<br>
<br>
0431-86988<br>
<a class="moz-txt-link-abbreviated" href="mailto:office@amnesty-kiel.de">office@amnesty-kiel.de</a><br>
</p>
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</html>