From klausjschramm at t-online.de Sun Aug 16 22:50:17 2009 From: klausjschramm at t-online.de (klausjschramm at t-online.de) Date: Sun, 16 Aug 2009 22:50:17 +0200 Subject: [Gen-Info] Gen-Mais kontaminiert... Message-ID: <4A888D29.5017.CB656@078222664-0001.t-online.de> 15.08.2009 Verunreinigungen mit Gen-Mais immer häufiger EU-weit verdreifachten sich die negativen Ergebnisse In den ersten sieben Monaten dieses Jahres wurden EU-weit dreimal so viele Verunreinigungen von Mais-Saatgutproben mit genmanipulierten Mais-Sorten nachgewiesen wie jeweils in den beiden gesamten Vorjahren. Mehr als drei Prozent der in diesem Jahr in der Europäischen Union untersuchten Mais-Saatgutproben waren mit gentechnisch veränderten Sorten verunreinigt. Bei den bis 30. Juli durchgeführten 367 Tests seien in zwölf Fällen genmanipulierteund nicht zugelassene Organismen nachgewiesen worden, heißt es in einer Mitteilung der Bundesregierung, die auf Daten der EU beruht. In diesem Zeitraum wurden EU-weit 14 sogenannte Schnellwarnungen zu Lebensmitteln und zehn zu Futtermitteln registriert. Überwiegend enthielten die beanstandeten Proben Spuren von genmanipulierten Sorten des US-Konzerns Monsanto, die in der EU nicht als Saatgut zugelassen sind. Monsanto beherrscht nahezu ein Viertel des globalen Marktes für genmanipuliertes Saatgut und liegt damit weit vor der Konkurrenz. Offenbar gelangten rund zwei Drittel der beanstandeten Proben zur Aussaat, denn nur bei etwa einem Drittel der Schnellwarnungen zu Lebens- und Futtermitteln in diesem und im vergangenen Jahr habe es sich laut Auskunft der Bundesregierung um "Rückweisungen an Grenzkontrollstellen" gehandelt. Im Jahr 2008 sei in Deutschland auf insgesamt rund 160 Hektar "in mehreren Bundesländern" genkontaminiertes Mais-Saatgut ausgesäät worden. Im Jahr 2007 kam genkontaminierter Raps auf rund 1.500 Hektar zur Aussaat. Die betroffenen Flächen seien "nach abgestimmter Anordnung der zuständigen Länder umgebrochen" worden.1 In den Jahren 2004 bis 2009 wurden 42 Versuche aufgedeckt, nicht zugelassene genmanipulierte oder genkontaminierte Futtermittel in Verkehr zu bringen. Die beanstandeten Mengen lagen den Angaben zufolge "zwischen 650 Kilogramm und ca. 34.400 Tonnen". Bei den Fällen von genkontaminierten Lebensmitteln handelte es sich vorwiegend um Reis aus den USA und Reisnudeln aus China. Eine regelrechte Gentech-Welle scheint 2006 nach Europa geschwappt zu sein: 127 Schnellwarnungen gab es in jenem Jahr allein zu Reis und Reisprodukten. Relativ häufig - elfmal - wurden in den vergangenen fünf Jahren auch gentechnisch veränderte Papayas aus den USA beanstandet. Die Bundesregierung konnte auf entsprechende Fragen keine Angaben dazu machen, wie zuverlässig das deutsche und das EU-weite Kontroll- System sind. "Die Durchführung der Überwachung (...) liegt in der Zuständigigkeit der Länder", war die einzige Auskunft. Daß die personelle und technische Ausstattung bei den zuständigen Ämtern von Bundesland zu Bundesland sehr unterschiedlich, im allgemeinen aber unzureichend ist, haben diverse Lebensmittelskandale der vergangenen Jahre deutlich gemacht. Vor diesem Hintergrund ist es wenig verwunderlich, daß der Bundesregierung "über die Ursprünge der Verunreinigungen und die durch die Verunreinigungen entstandenen Kosten für die öffentliche Hand (...) keine belastbaren Informationen" vorliegen. REGENBOGEN NACHRICHTEN Anmerkungen 1 Siehe hierzu: Gen-Mais NK603 verunreinigt 170 Hektar Behörden spielen auf Zeit (24.07.09) Saatgut mit Gen-Mais NK603 kontaminiert Laxe Auflagen bei der Beseitigung (13.05.09) Siehe auch unsere weiteren Artikel zum Thema: Gen-Weizen Gatersleben Streit um Feldbefreiung geht in die nächste Instanz (3.08.09) Aigner genehmigt Anbau von Gen-Kartoffel Amflora Gefahren nicht zu leugnen (27.04.09) Plötzliches Verbot von Gen-Mais Droht Wiederholung der Seehofer-Farce? (14.04.09) Sozialistischer Gen-Mais? Feldversuche auf Kuba gestartet (11.03.09) Braunschweiger Gericht mag Gen-Honig Imker verliert Klage gegen BVL (12.02.09) CSU für und gegen Gen-Mais Anbau in Bayern nur im Glashaus (11.02.09) Lageplan zu Gen-Mais 2009 von Greenpeace veröffentlicht (4.02.09) Öko-Landbau in Deutschland weiterhin gebremst Einseitig Subventionen für Agro-Gentechnik und Agro-Chemie (29.01.09) Neue Widerstandsform gegen Agro-Gentechnik "Gegensaat-Aktion" im April geplant (9.01.09) Gen-Milch: Breisgaumilch beginnt Umstieg (7.12.08) Gentechnik auf dem Acker Honig wird zu Sondermüll (30.09.08) Greenpeace-Erfolg: Landliebe künftig ohne Gentechnik (26.09.08) Österreich verhängt Importverbot für Gen-Mais (24.07.08) Zulassung neuer Gen-Pflanzen auf EU-Ebene verschoben Seehofer führt Künasts Doppelspiel fort (15.07.08) Regenwaldvernichtung ungebremst Stärkste Abholzung in Brasilien (30.06.08) Augsburger Verwaltungsgericht: Kein Schutz für Imker vor Gen-Mais Koexistenz obsolet (1.06.08) Filz statt Elite in der Wissenschaft Gentech weitgehend ohne neutrale wissenschaftliche Kontrolle (7.05.08) Alles nur die Gene Wir glauben nur zu gerne... (6.04.08) Gen-Raps nahezu unausrottbar Mehr als zehn Jahre Quarantäne (3.04.08) Gentech-Konzern Monsanto räumt Verantwortung für Ausbreitung von Gen-Raps ein (19.03.08) Gen-Kartoffel Amflora darf verfüttert werden Teilerfolg für BASF (19.02.08) Bauern akzeptieren keine Gen-Kartoffel "Gen-Walli" floppt (24.01.08) Frankreich verlängert Anbau-Moratorium von Gen-Mais Wissenschaftlicher Ausschuß bestätigt Gefahr von MON 810 (13.01.08) Gen-Mais MON 810 / Monsantos Monitoring selbst von Behörden als lückenhaft erkannt (16.12.07) Seehofer erlaubt Anbau von Gen-Mais Monsanto erfüllt angeblich Monitoring-Auflage (7.12.07) Linkspartei fordert Gen-Moratorium (26.11.07) Ruft Seehofer ein Gen-Moratorium aus? EU-Genehmigungsverfahren für Gen-Pflanzen soll gestoppt werden (26.11.07) Gen-Moratorium in Frankreich Auch die EU bremst erstmals beim Gen-Mais (26.10.07) Erfolgreiche Anti-GMO-Aktion Gen-Mais-Feld in Magdeburg entschärft (30.08.07) Gen-Raps auf tausend Hektar in Deutschland Illegaler Anbau erst jetzt entdeckt (30.08.07) Protest-Camp und teilweise Entschärfung eines Genmais-Felds in Ostbrandenburg Geringe Teilnahme stellt Frage nach Weiterentwicklung der Aktionsformen (23.07.07) Verwaltungsgerichtshof München entzieht Honig den Schutz Gen-Kontamination erlaubt (26.06.07) Anti-GMO-Aktion bei Karlsruhe Größtes Gen-Mais-Feld in Baden-Württemberg entschärft (25.06.07) Greenpeace entdeckt illegal angebauten Gen-Mais in Brandenburg (21.06.07) Gen-Kartoffel Amflora EU-Umweltministerkonferenz entscheidet nächste Woche (20.06.07) Neues "EU-Bio-Siegel" für Mogelpackungen Einführung der Gen-Landwirtschaft soll erleichtert werden (13.06.07) 90 Prozent der Brandenburger LandwirtInnen gegen Gen-Mais Präsident des Landesbauernverbandes für Gen-Mais (23.05.07) Verbot von Gen-Mais MON 810 Folge des Augsburger Gerichtsurteils? (20.05.07) Stoppt Gerichtsurteil den Vormarsch von Gen-Food in Deutschland? (9.05.07) Gen-Kartoffel von BASF wird von EU-Bürokratie verharmlost Kritik der Europäischen Arzneimittelagentur beiseite gewischt (18.04.07) Bienen-AIDS auch in Deutschland? ImkerInnen wehren sich gegen Anbau von BT-Mais (13.03.07) Bienen-AIDS in den USA Ist Gentechnik die Ursache? (6.03.07) Eckpunktepapier für Gentechnikgesetz Beeindruckende Kontinuität zu "Rot-Grün" (2.03.07) Entscheidung über Gen-Kartoffel vertagt Europäisches Gen-Moratorium hängt am seidenen Faden (24.02.07) BASF will Gen-Kartoffel anbauen Fällt nun das europäische Gen-Moratorium? (9.02.07) Renate Künast und der heimliche Genmais-Anbau in Endingen (29.01.07) Agro-Gentechnik Über ihre Auswirkungen und Risiken, die Frage der Koexistenz und die Chancen des Gen-Moratoriums From klausjschramm at t-online.de Sun Aug 16 22:54:53 2009 From: klausjschramm at t-online.de (klausjschramm at t-online.de) Date: Sun, 16 Aug 2009 22:54:53 +0200 Subject: [Gen-Info] GMWATCH MONATSBERICHT NR. 71 Message-ID: <4A888E3D.15193.10EE4C@078222664-0001.t-online.de> ===================================================== GMWATCH MONATSBERICHT NR. 71 ===================================================== (Dieser Monatsrückblick ist eine Übersetzung aus dem Englischen. Details zu unserem ehrenamtlichen Übersetzungsteam finden sich hier www.gmwatch.org/news-languages. Das englische Original befindet sich unter www.gmwatch.org/index.php?option=com_monthly_review. Um den Rückblick monatlich kostenlos als E-Mail zu erhalten, bitte hier anmelden: gmwatch.org/newsletters). Bleiben Sie auf dem Laufenden mit unserer Gentechmythen zerstörenden Webseite, welche die alte ersetzt, die durch Cyberattacken aus dem Netz gedrängt wurde. Schauen Sie sich neben den Neuigkeiten auch unsere Datenbank an, plus Links zu Profilen von Gentechföderern überall auf der Welt, sowie all die neuesten Einweisungen und Berichte: www.gmwatch.org Wir freuen uns über Ihr Feedback. Und vergessen Sie nicht all Ihren deutschsprachigen Freunden zu erzählen, dass sie den Monatsrückblick direkt auf Deutsch in ihre Emailpostfächer geliefert bekommen können. Wir haben auch ein benutzerfreundliches Archiv für Deutsch-, Niederländisch und Portugiesischsprachige: http://www.gmwatch.org/news-languages Wenn Sie helfen können den Monatsrückblick in andere Sprachen zu übersetzen, lassen Sie es uns bitte wissen. ----------------------------------------------------------- INHALTSVERZEICHNIS ----------------------------------------------------------- SKANDAL DES MONATS: DAS STAPELN DER RISIKEN LOBBYWATCH GENTECHNIKERNTEN GENTECH-ZULASSUNGEN / AUSWEITUNGEN WIRTSCHAFTSVERBRECHEN BESITZERGREIFUNG BIO GENTECH-INSEKTEN NEUES VON DER INDUSTRIE NANOTECHNOLOGIE DIE ÜBRIGEN NEUIGKEITEN DES MONATS IN KÜRZE ----------------------------------------------------------- SKANDAL DES MONATS: DAS STAPELN DER RISIKEN ----------------------------------------------------------- + MONSTANTO, DOW ERHÖHEN DIE RISIKEN Stephen Leahy berichtet für den Inter Press Service darüber, dass der bis jetzt am stärksten genetisch veränderte Mais ohne eine Überprüfung seiner potentiellen Risiken für Gesundheit und Umwelt in Kanada und den Vereinigten Staaten für nächstes Jahr zugelassen wurde. Weder US-amerikanische noch kanadische Gesundheitsbeamte haben die Sicherheit des neuen, gentechnisch veränderten Maises "SmartStax" von Monsanto und Dow AgroScience, dessen DNA acht neue Gene enthält, in Bezug auf die menschliche Gesundheit überprüft. "Health Canada hat keine Tests für diesen neuen Gentech-Mais durchgeführt oder verlangt und hat ihn noch nicht einmal offiziell zur Freigabe in das Lebensmittelsystem zugelassen", sagte Lucy Sharratt, CBAN- Koordinatorin (Canadian Biotechnology Action Network). Health Canada ist die Bundesbehörde, die sich laut ihrer Website darum kümmert "Kanadiern zu helfen ihre Gesundheit zu erhalten und zu verbessern". "Die Menschen werden Mais mit acht neuen Merkmalen zu sich nehmen, ohne dass potentielle Gesundheitsrisiken überprüft wurden. Fragen über Risiken werden ingoriert", teilte Sharratt dem Inter Press Service mit. Laut Sharratt haben kanadische Regulatoren keine Gesundheits- oder Umweltprüfungen durchgeführt, schlicht weil die neuen Merkmale zuvor individuell zugelassen worden waren. Obwohl dies die erste Maisart ist, die all diese Merkmale vereint, bekommt sie eine Freikarte von den Regulatoren. "Es handelt sich um ein fundamentales Missverständnis von grundlegender Biologie und der Komplexität von Biotechnologie", sagte sie. Es macht auch einen fundamentalen Fehler im kanadischen Regulationssystem deutlich. SmartStax kombiniert oder "stapelt" zuvor zugelassene Gentechmerkmale von Herbizidtoleranz [Roundup und Glufosinatherbizide] und Insektenresistenz zum ersten Mal in einer Samenart, was laut Monsanto die umfassendste Insekten- und Unkrautbekämpfung darstellt. "Das Kombinieren vieler Gentechmerkmale kann zu unbeabsichtigten Folgen führen, die die Gesundheit benachteiligen können, wie zum Beispiel neu entstehende Allergien oder Toxine, oder eine Verschlimmerung existierender Allergien", sagte Michael Hansen von der Consumers Union, einer Nichtregierungsorganisation mit Sitz in den USA und einer der führenden weltweiten Experten für potentielle Gesundheitsrisiken von Gentechnik. "Diese Gentechfrucht hätte durch eine neue Risikoprüfung gehen sollen, wie es der Kodex empfiehlt", sagte Hansen in einem Interview. Allerdings verlangen US-amerikanische Bestimmungen keine Gesundheits- und Sicherheitsprüfungen, weil Gentechfeldfrüchte wie normale Feldfrüchte behandelt werden, auch wenn neue Merkmale kombiniert wurden, sagte er. "Die Bundesbehörde zur Überwachung von Nahrungs- und Arzneimitteln (Food and Drug Administration, FDA) hat nicht einmal den kleinsten Blick auf SmartStax geworfen", sagte Hansen. Jegliche Studien zu Sicherheit und Ernährung, die von Monsanto und Dow durchgeführt werden, müssen nicht öffentlich gemacht oder Regulatoren vorgelegt werden, denen außerdem nur eine Zusammenfassung zusteht. Darüber hinaus können keine unabhängigen Studien ohne die Erlaubnis der Unternehmen durchgeführt werden. "Es ist illegal für einen Landwirt Forschern ohne Erlaubnis der Unternehmen Samen für Tests zu geben", sagte er. Es gibt Studien zu einer Reihe an Gentechnahrungsmitteln. Im Mai hat die Amerikanische Akademie für Umweltmedizin (American Academy of Environmental Medicine, AAEM), ein internationaler Verband von Medizinern mit Sitz in den USA, einen sofortigen Stopp von genetisch modifizierten Nahrungsmitteln gefordert, mit der Begründung, dass sie ein "schwerwiegendes Gesundheitsrisiko" darstellen. "Mehrere Tierstudien haben gezeigt, dass Gentechnahrungsmittel Schädigungen verschiedener Organsysteme im Körper hervorruft. Mit diesen zunehmenden Beweisen ist ein Stopp von Gentechnahrungsmitteln für die Sicherheit unserer Patienten und die Gesundheit der Allgemeinheit unerlässlich", sagte Dr. Amy Dean, ein Vorstandsmitglied der AAEM. Zudem bedeutet das Fehlen einer Sicherheitsüberprüfung dieses Gentechmaises im Angesicht internationaler Handelsreglements, dass andere Länder SmartStax zurückweisen können ohne gegen Regeln der Welthandelsorganisation zu verstoßen, teile Hansen dem IPS mit. Auch von kanadischen Regulatoren scheint es keine Prüfung von Umweltrisiken gegeben zu haben. "Dies scheint zu bestätigen, dass der Mais bestehende wissenschaftliche Prüfungen umgangen hat, die bereits 2001 durch das Royal Society of Canada Gremium für unzureichend befunden worden waren", sagte Sharratt. Die Royal Society of Canada bildete ein unabhängiges Gremium von Wissenschaftlern, um die Regulation und Sicherheit dieser neuen Gentechnahrungsmittelprodukte in Form der ersten unabhängigen Prüfung im Land zu beurteilen. Fünf Jahre nachdem Gentechfeldfrüchte und Nahrungsmittel in Kanada weithin verfügbar waren, kritisierte der Gremiumsbericht von 2001 die Regierungsregulatoren von Health Canada und der Kanadischen Lebensmittelüberwachungsstelle (Canadian Food Inspection Agency, CFIA), die das Anbauen von Gentechernten erlaubten, scharf. Seit dem hat sich wenig geändert und die CFIA hat es nicht geschafft ihre Entscheidung keine Prüfung zu Umweltrisiken für SmartStax zu verlangen zu erklären, sagte Sharratt. "Dieser Skandal deckt die tiefste und gefährlichste Lässigkeit von Health Canada in Bezug auf die Risiken von Gentechnahrungsmitteln und der Sicherheit der Kanadier auf", sagte Sharrat. http://www.atimes.com/atimes/Global_Economy/KG31Dj04.html + SMARTSTAX ZULASSUNG IGNORIERTE RISIKEN http://tiny.cc/GDomS ----------------------------------------------------------- LOBBYWATCH ----------------------------------------------------------- + USA: NEUE GRUPPE IN ST. LOUIS WIRBT FÜR GVO Eine Pressebericht erklärt: "Drei international bekannte Organisationen mit Sitz in St. Louis - der 'Donald Danforth Plant Science Center', die 'Washington University School of Medicine' und das 'St. Louis Children's Hospital' - haben die 'Global Harvest Alliance' ("Bündnis Welternte") gegründet. Das Ziel der Partnerschaft ist die Schaffung von kostengünstiger, vollwertiger Nahrung, um den Hungernden und Unterernährten der Welt zu helfen". Allerdings kaum erwähnt werden die Verbindungen zu Monsanto dieser Organisationen aus der Heimatstadt des Gentechnikriesen. Und was Bände spricht, ist, dass das Hauptargument für das von Monsanto stark unterstützte Danforth Center sein Gentech-Maniok-Projekt ist, das obwohl es groß hochgespielt wurde, in Wahrheit bemerkenswert erfolglos geblieben ist. http://tiny.cc/k6Jm9 + ISAAA LIEGT - WIEDER - FALSCH Der Industrie gesponserte "International Service for the Acquisition of Agri-biotech Applications" (ISAAA) ist berüchtigt für seine Jahresberichte zu Gentech-Kulturpflanzen weltweit. Diese Berichte haben zum Ziel, Gentech-Pflanzen in einem positiven Licht zu zeigen, aber es wurde wiederholt nachgewiesen, dass sie aufgeblähte und frisierte Zahlen enthalten, in dem Versuch, eine ums Überleben kämpfende Industrie unaufhaltbar erscheinen zu lassen. In der Zusammenfassung des jüngsten ISAAA-Berichts wird behauptet, dass die "Anzahl der Länder, die Biotech-Pflanzen anbauen rapide auf 25 gestiegen sei - ein historischer Meilenstein". Tatsächlich gab es 2008 im Vergleich zu 2007 nur zwei neue Länder, in denen Gentech-Pflanzen angebaut wurden - was diesen "historischer Meilenstein" zu einer Übertreibung macht. Eines der neuen Länder (beide in Afrika) war Ägypten. Ägyptens Kommerzialisierung von Bt-Mais wird wiederholt in dem ISAAA-Bericht unterstrichen. ISAAA behauptet außerdem, es sei von immenser strategischer Bedeutung, da Ägypten eines von sehr wenigen afrikanischen Ländern ist, die Gentech-Pflanzen anbauen und das einzige in Nordafrika. Dies würde laut ISAAA die Tür für andere afrikanischen Länder öffnen, dem Beispiel zu folgen. Ein Problem mit all dem ist, laut eines kürzlich erschienenen Berichts des USDA [US-Landwirtschaftsministerium], dass Ägypten niemals tatsächlich Bt-Mais kommerzialisiert hat! Der USDA-Bericht beleuchtet den "steckengebliebenen Ablauf bei der Zulassung für den kommerziellen Anbau" des fraglichen Bt-Mais´, Monsantos Mon 810, und sieht die Schuld in zahlreichen Faktoren, einschließlich "der Beteiligung des Parlaments, zusätzlich zu einigen politischen Belangen". http://tiny.cc/Fzalp + SIE BERUFEN WEN? SAGEN SIE, DASS DAS NICHT WAHR IST, HERR OBAMA! Jeffrey Smith schaut auf die beschämende Leistung des neuen US-amerikanischen Lebensmittelsicherheitszars und früheren Monsantomanns Michael Taylor und die Vorgeschichte von Dennis Wolff, dem Pro-Gentechnik-Lobbyisten für Rinderwachstumshormone, der Berichten zufolge für eine Rolle in der Lebensmittelsicherheit beim USDA in Betracht gezogen wird: http://tiny.cc/ZfPRa ----------------------------------------------------------- GENTECHNIKERNTEN ----------------------------------------------------------- + REAKTIONEN AUF DEN BERICHT "FAILURE TO YIELD" Dr. Doug Gurian-Sherman kontert der von Wayne Parrott, Ronald Bailey und anderen Gentechnik-Befürwortern geäußerten Kritik, dass sein Bericht über die enttäuschende Ertragsleistung von Gentech-Pflanzen, 'Failure to Yield' ("Erntemisserfolg"), nicht die volle Bandbreite der potenziellen Vorteile von gv-Pflanzen behandelt hätte: http://tiny.cc/Bm4hE Mehr über diesen wichtigen Bericht: http://tiny.cc/5XsI9 ----------------------------------------------------------- GENTECH-ZULASSUNGEN / AUSWEITUNGEN ----------------------------------------------------------- + RISIKOREGISTER FÜR DEUTSCHLAND UND FRANKREICH Ein "Risikoregister" für Gentech-Pflanzen in Deutschland ist jetzt online, der die genaue Lage von Versuchsfeldern mit Hilfe von Google Maps enthält sowie einige Analysen und weitere Informationen: www.risikoregister.de Für Frankreich siehe: www.xzcute.com + VERSTECKTE FELDVERSUCHE IN GROSSBRITANNIEN Nach über einem Jahr werden jetzt "heimlich" wieder Genkartoffeln in Grossbritannien angebaut. Als Umweltschützer damals einen kontroversen Feldversuch nahe der Stadt Tadcaster im Norden von Yorkshire vernichteten, wurde der Anbau der auf Dürrerestistenz veränderten Kartoffeln unterbrochen. Ohne die beim Beginn von Genfeldversuchen üblichen Presseerklärungen wurde das Projekt jetzt fortgesetzt. Umweltschutzgruppen warnen vor den Risiken für Anwohner und örtliche Höfe. Das britische Ministerium für Umwelt, Nahrungsmittel und ländliche Angelegenheiten beharrt darauf, dass die ursprüngliche Genehmigung der Feldversuche, die für eine Frist von drei Jahren ausgestellt worden war, immer noch gültig sei und dass die Pflanzen ohne weiteres wieder angebaut werden dürfen. Aktivisten beschuldigen jetzt die verantwortlichen Minister der Heimlichtuerei und warnen vor möglichen Gesundheitsrisiken. http://tiny.cc/O11OP + RUF NACH TRANSPARENZ IN SACHEN GENKARTOFFELN In einem Brief an den Defra* Minister Hilary Benn tadelte die Umweltgruppe GM Freeze sein Ministerium, weil es unterlassen hatte, das öffentliche GMO Register auf den neuesten Stand zu bringen. Die Versuche, so GM Freeze, seien "technisch 'legal'", sie seien aber nicht "im Sinne des Gesetzes und seiner Verfasser" und außerdem ein Versuch, "Nachbarhöfe, Landbesitzer und Lokalvertreter im Dunkeln zu lassen". *Department for Environment, Food and Rural Affairs (Ministerium für Umwelt, Nahrungsmittel und ländliche Angelegenheiten) http://tiny.cc/6PND9 + GREENPEACE/FOE: EU NAHRUNGSMITTELBEHÖRDE FEHLT DER SACHVERSTAND In einem Gutachten trat die EU Nahrungsmittelsicherheitsbehörde EFSA für die Sicherheit der einzigen in Europa angebauten Genpflanze ein. Dies sei eine Fehleinschätzung, teilten Greenpeace und Friends of the Earth mit. Die EFSA will die für 10 Jahre erteilte Genehmigung für den Genmais MON810, die jetzt abgelaufen ist, erneuern. Ende Juni hatte die Behörde in einem Bericht behauptet, MON810 sei ungefährlich. Eine von Greenpeace und Friends of the Earth in Auftrag gegebene wissenschaftliche Analyse macht jedoch deutlich, dass die EFSA - Forschungsergebnisse ignoriert oder herunterspielt, die beweisen, dass von MON810 produzierte Insektizide negative Dominoeffekte auf Europas Schmetterlinge und andere Insekten haben könnten. - fortgesetzt leugnet, dass es widersprüchliche Berichte über die Auswirkungen von MON810 auf Umwelt und Gesundheit gibt. - von Experten begutachtete Studien ignoriert, die Gesundheitsrisiken herausstellen. - als "Beweis" für die Sicherheit von MON810 Studien anführt, die völlig andere Gentech-Pflanzen untersucht hat. - versäumt hat, die Sicherheit der unbekannten Proteine zu untersuchen, die durch die Veränderung der Maisgene entstanden sind. Greenpeace/FoE schließen daraus, dass der EFSA entweder der wissenschaftliche Sachverstand fehlt, oder dass die Behörde ein hochriskantes Spiel mit unserer Umwelt und Gesundheit spielt. Ohne Frage gebe es genug Beweise für die Gefährlichkeit dieser insektizidproduzierenden Pflanze, die in Europa verboten werden müsse. http://tiny.cc/OmXP9 http://tiny.cc/1cj98 ----------------------------------------------------------- WIRTSCHAFTSVERBRECHEN ----------------------------------------------------------- + AGENT ORANGE HÄNGT MIT HERZKRANKHEITEN UND PARKINSON ZUSAMMEN Agent Orange, das hauptsächlich von Monsanto und Dow hergestellt und im Vietnamkrieg von US Truppen zur Entlaubung des vietnamesischen und kambodschanischen Dschungels benutzt wurde, könnte das Risiko von Herzkrankheiten und Parkinson erhöhen. Dies teilten amerikanische Gesundheitsberater mit. Die vorläufigen Ergebnisse wurden der ständig wachsenden Liste von Beschwerden zugefügt, die Agent Orange zur Last gelegt werden. Darunter sind Leukämie, Prostatakrebs, Typ 2 Diabetes und Geburtsfehler der Kinder der Soldaten, die dem Entlaubungsmittel ausgesetzt waren. http://tiny.cc/9Mjsr ----------------------------------------------------------- BESITZERGREIFUNG ----------------------------------------------------------- + MONSANTO: EINE NEUE OSTINDIEN-KOMPANIE Monsanto ist eine zweite Britische Ostindien-Kompanie hinsichtlich seiner Kontrollübernahme über Indiens Agrar-Forschung, erläutert ein exzellenter Artikel in "Dissident Voice" http://tiny.cc/7TNfj + TOTALE ABHÄNGIGKEIT VON BT-BAUMWOLLE IN INDIENS "SELBSTMORD GÜRTEL" Nirgendwo sonst wurde die BT-Baumwolle stärker angepriesen als im Baumwollgürtel der Region Vidarbha im indischen Bundesstaat Maharashtra, und nirgendwo sonst sind die Folgen ihrer schnellen Einführung in Form von Selbstmorden von Bauern schlimmer. Im Durchschnitt bringt sich alle sechs Stunden ein Farmer in der Region Vidarbha um. Die Region gilt als total abhängig von BT-Baumwolle. Monsanto und seine Unterstützer fahren unterdessen fort, die schnelle Einführung der BT-Baumwolle lauthals als Beweis für ihre Attraktivität zu verkünden. Aber der gleiche Beurteilungsmaßstab könnte bei der schnellen Einführung von Pflanzengiftmitteln durch Indiens Bauern angewendet werden, die sich als Katastrophe für die Umwelt und die Gesundheit erwiesen und zur Überschuldung der Bauern führten. Und die von Glenn Stone über mehrere Jahre hinweg angelegte Studie, durchgeführt unter Farmern in Andhra Pradesh zeigt, dass die schnelle Einführung eigentlich durch die "Saatgutmodeerscheinungen" angetrieben wurde, entfacht durch suspekte Marketing-Strategien der Saatgutindustrie und ihrer Unterstützer. http://tiny.cc/NF886 + INDIEN UND DIE ERNÄHRUNGSKRISE Die USA drängen Indien in ihr eigenes gescheitertes System der intensiven Landwirtschaft, um sich größere Märkte für ihre Saatgut- und Lebensmittel-Konzerne zu erobern, sagt Kavitha Kuruganti in einem Artikel für DNA Indien. http://tiny.cc/BrX0L ----------------------------------------------------------- BIO ----------------------------------------------------------- + BIO-LANDWIRTSCHAFT IST DIE ZUNKUNFT Obwohl noch nicht weit verbreitet, haben sich eine moderne biologische Landwirtschaft und andere "low-external-input"- Bewirtschaftungssysteme, die weitgehend auf fremde Produktionsmittel verzichten, bereits als fähig bewiesen, hohe Erträge zu erzielen. Gleichzeitig werden Energien geschont und die Umweltverschmutzung reduziert, schreibt Dr Doug Gurian- Sherman in seinem empfehlenswerten Artikel für die "Union of Concerned Scientists". Neben anderen wichtigen Punkten, erklärt Gurian-Sherman, dass die Grün- und Tierdüngung in der ökologischen Landwirtschaft genug Stickstoff binden kann, um höherer Ernteerträge zu fördern. Während anderswo zusätzlich synthetische Düngemittel gebraucht werden, können "low-external-input"-Methoden hohe Erträge mit viel geringeren negativen Auswirkungen auf die Umwelt erzielen. http://tiny.cc/aGzu2 ----------------------------------------------------------- GENTECH-INSEKTEN ----------------------------------------------------------- + BRITISCHER KONZERN PLANT GV-MOSQUTIOS FÜR INDIEN Experimente mit gentechnisch veränderten Mosquitos, geplant in Indien von einem britischen Unternehmen, um einen Weg zu finden, das Dengue- Fieber zu kontrollieren , haben Teile der Wissenschafts-Gemeinschaft überrascht. "Ich versuche derzeit alle Details über die Vorgänge zu bekommen", teilte V.M. Katoch, Sekretär im Ministerium für Gesundheitsforschung und Vorsitzender des Indian Council of Medical Research (ICMR) mit. Das britische Bio-Tech-Unternehmen Oxford Insect Technology (Oxitec) züchtet zurzeit die GV-Mosquitos in einer Forschungs-Anlage, die ihm seine Partner vor Ort zur Verfügung gestellt haben. Die Spezies überträgt das Dengue-Fieber in Indien. Das Unternehmen behauptet, sein patentiertes gentechnisches Verfahren ermögliche es, Generationen von ausschließlich sterilen Männlichen zu erzeugen. Und in dem Millionen davon freigesetzt werden, könnten die wilden Populationen durch die unfruchtbare Verbindung reduziert werden. Dadurch biete sich ein neuer Weg zur Kontrolle des Dengue-Fiebers. Pushpa Bhargava, renommierter Biologe und vom Obersten Gerichtshof für das zentrale Zulassungskomitee für Gentech-Pflanzen (Genetic Engineering Approval Committee), nominiert, äußerte sich besorgt über die fremdartige Spezies der GV-Mosquitos, die in den privaten Einrichtungen jenseits von Richtlinien zur Biosicherheit der Regierung für GV-Insekten herangezüchtet werden. http://tiny.cc/pucUY ----------------------------------------------------------- NEUES VON DER INDUSTRIE ----------------------------------------------------------- + CHEMIEFIRMEN SUCHEN IHR HEIL IN DER LANDWIRTSCHAFT Die einzigen positiven Signale, die unlängst von der Chemieindustrie kamen, stammen von der einst winzigen landwirtschaftlichen Sparte der Unternehmen. Diese Verschiebung hat neue Allianzen und juristische Auseinandersetzungen ausgelöst, die das Terrain abstecken und Profite sichern sollen, verlautbart ein Artikel in der "Chicago Tribune". Die Chemieproduzenten sind hart von der Wirtschaftsflaute getroffen worden. Im Nahrungsmittelsektor können die Verbraucher sich jedoch weniger einschränken. Dies ist die Rettung für eine Industrie, die sich zunehmend auf den Verkauf von hochgezüchtetem Saatgut, Düngemittel und Herbizide verlässt. http://tiny.cc/KTEAC + NEUE QUELLEN ÜBER DIE CHEMIE- UND GENTECHNIK-FIRMA MONSANTO: DIE GESCHICHTE Wie einer der 10 führenden US-amerikanischen Chemiekonzerne das weltweit bestverkaufte Pestizid zur Verwandlung in einen Gentechnologie- Giganten nutzte, um seiner Vergangenheit zu entfliehen. http://www.gmwatch.org/gm-firms BAYER: DIE GESCHICHTE Wie ein Chemie- und Pharmazie-Gigant mit einer erschreckenden Bilanz von Wirtschaftsverbrechen Hauptakteur bei der Entwicklung, Kommerzialisierung und Vermarktung von Genpflanzen wurde. http://www.gmwatch.org/gm-firms VERWEISE AUF HINTERGRUNDMATERIAL UND QUELLEN ZU MONSANTO & BAYER http://www.gmwatch.org/gm-firms ----------------------------------------------------------- NANOTECHNOLOGIE ----------------------------------------------------------- + NANOTECHNOLOGIE: RISKIEREN WIR ZU VIEL? Ein guter Artikel über den Mangel an Regulation und Risikoeinschätzung zur Nanotechnologie, die bereits in Alltagsprodukten eingesetzt wird: http://tiny.cc/mU8wG ----------------------------------------------------------- DIE ÜBRIGEN NEUIGKEITEN DES MONATS IN KÜRZE ----------------------------------------------------------- Hier einige Geschichten des vergangenen Monats. Sie finden alle Neuigkeiten vom Juli und mehr in unserem Archiv. http://www.gmwatch.org/index.php?option=com_dategroup + DIE EUROPÄISCHE KOMMISSION ENTSCHIED, AUSWEICHMÖGLICHKEITEN ZU + UNTERSUCHEN Die Europäische Kommission einigte sich darauf, eine Liste von zur Diskussion stehenden Optionen zu erstellen, nachdem 11 Länder darauf drängten, dass einzelne Nationen die Erlaubnis erhalten, sich dem Anbau von Gen-Pflanzen zu verweigern. http://tiny.cc/skh0G + FRANKREICH WEIST BERCHT DER EUROPÄISCHEN BEHÖRDE FÜR LEBENSMITTELSICHERHEIT ZURÜCK Frankreich hat einen Bericht der EU-Behörde für Lebensmittelsicherheit zurückgewiesen, in dem gesagt wurde, dass Monsantos MON810 Mais sicher sei. Frankreich und fünf andere EU Mitgliedsstaaten - Österreich, Deutschland, Griechenland, Ungarn und Luxemburg - setzten unter Berufung auf Sicherheitsklauseln im Zusammenhang mit möglichen Risiken für die Umwelt die Aussaat von MON810 aus. http://tiny.cc/VwA25 + ZWEI FRÜHERE MONSANTO DIREKTOREN VERURTEILT Das Oberste Gerichtshof Frankreichs hat die Berufung von zwei früheren Direktoren von Asgrow France, einem Ableger von Monsanto, zurückgewiesen und die Strafen von 5.000 und 10.000 Euro wegen "des unbefugten Inverkehrbringens von gentechnisch veränderten Organismen " bestätigt. http://tiny.cc/VwA25 + WALES: GENTECHNIKFREIE ZONE SOLL LANDWIRTE SCHÜTZEN Walisische Bauerbführer begrüßten die neuen, strengen Vorschläge zur Verschärfung der Kontrolle von genmanipulierten Pflanzen. http://tiny.cc/mpppQ + ROUNDUP STÖRT GESCHLECHTSHORMONE Einer neuen Studie zufolge stört Roundup die Wirkung von Androgenen, den männlichen Geschlechtshormonen. Effekt und Bildung des weiblichen Hormons Östrogen werden ebenfalls gestört. Dies geschieht bei sehr niedrigen Konzentrationen, 800 Mal niedriger als die in einigen als Futtermittel eingesetzten Genpflanzen zulässige Konzentration an Rückständen von Roundup in den Vereinigten Staaten. http://tiny.cc/LOtwL Roundup: Wie sicher ist es? "GM Freeze" fasst die Forschungsergebnisse zusammen: http://tiny.cc/sjuFS + STUDIE KRITISIERT TESTS AN GENTECHORGANISMEN Eine von acht internationalen Forschern durchgeführte Studie stellt die Verlässlichkeit von Tests der Europäischen Lebensmittelsicherheit (European Food Safety, EFSA) und der US-amerikanischen FDA in Frage, die Gesundheitsrisiken von Gentechorganismen und Pestiziden bewerten sollen. http://tiny.cc/aW8zg + PAKISTAN UND INDIEN: DURSTIGE BT-BAUMWOLLE DURCH WASSERMANGEL, SCHMIERLÄUSE VERNICHTET Aufgrund von Wassermangel im südlichen Punjab-Baumwollgürtel wurden etwa 30 Prozent der Baumwollsamenschalen beschädigt und die Baumwollernte erlitt große Verluste. Im Zuge einer neuen Entwicklung sind Schmierläuse zu einem Problem bei Baumwolle in Indien geworden. http://tiny.cc/K3ked + UK SPENDET 100 MILLIONEN PFUND FÜR GENTECHERNTEN IN DRITTER WELT Großbritannien plant durch die Abteilung für Internationale Entwicklung (Departement for International Development, DFID) bis zu 100 Millionen Pfund als Unterstützung für Gentechernten für Armen der Welt auszugeben. http://tiny.cc/hOJNQ DFID begibt sich in eine Sackgasse: http://tiny.cc/nNIRp Jeanette Fitzsimons, Vorsitzende der New Zealand Green Party, sagt, dass wertvolle Dollar für die Wissenschaft sollten nicht "in das Schwarze Loch "Gentechfeldfrüchte" gesteckt werden, so wie es in diesem Land seit mehr als einem Jahrzehnt der Fall ist". http://tiny.cc/QcZT0 + BASF STOPPT GENTECHKARTOFFELFORSCHUNG IM UK Das BASF ist aus den Tests von Gentechkartoffeln im UK ausgestiegen. Dies war die einzige Gentechfeldfrucht, die letztes Jahr im UK getestet wurde. http://tiny.cc/mmm2T + KANADA GIBT STREIT MIT EUROPA UM GENTECHNAHRUNGSMITTEL AUF Kanada hat zugestimmt seinen, über die Welthandelsorganisation geführten, Streit mit Europa über Gentechnahrungsmittel im Gegenzug für zweijährliche Treffen mit der Europäischen Kommission, um Gentechnikfragen zu diskutieren, aufzugeben. http://tiny.cc/8F1KD + OPFER VON PESTIZIDEN KÄMPFEN FÜR GERECHTIGKEIT Neuigkeiten von Opfern von Pestizidvergiftungen in Paraguay, Frankreich und dem UK: http://tiny.cc/wq0X6 + IDISCHE REGIERUNG PLANT GENTECHGEMÜSE INNERHALB VON 3 JAHREN Die indische Regierung gab bekannt, dass sie plant innerhalb der nächsten drei Jahre Gentechtomaten, -auberginen und -blumenkohl im Land einzuführen. http://tiny.cc/y7gyf