From 078222664-0001 at t-online.de Fri Jul 28 20:01:13 2006 From: 078222664-0001 at t-online.de (Klaus Schramm) Date: Fri, 28 Jul 2006 20:01:13 +0200 Subject: [Gen-Info] GMO-Felder in Frankreich geheim References: <44C89A35.7050104@gen-ethisches-netzwerk.de> Message-ID: <1G6We9-1BZgKA0@fwd35.sul.t-online.de> Hallo Leute! Greenpeace ist in Frankreich vor Gericht unterlegen - trotz gegenteiliger EU-Bestimmungen. Das zeigt: Diese gelten nur, wenn die den nationalen Regierungen nutzen. So auch als sich die deutschen Bundesregierungen darauf zurückzogen, sie würden von der EU gezwungen, den Anbau von GMO zuzulassen... Weiter unten ein Artikel aus dem österreichischen 'Standard'. (Frankreich liegt offenbar näher bei Österreich als bei Deutschland.) Ciao Klaus Schramm klaus.schramm at bund.net Der Standard.at, 27.07.2006 Gentechnik-Felder unter Geheimhaltung Greenpeace veröffentlichte Standorte in Frankreich - und wurde trotz EU-Richtlinie verurteilt dies zu beenden Paris - Greenpeace ist in Frankreich wegen der Veröffentlichung von Ortsangaben zu Gentechnikmais-Feldern verurteilt worden. Ein Pariser Gericht verpflichtete die Umweltschutzorganisation am Mittwoch, von ihrer Internet-Seite eine Karte mit entsprechenden Angaben zu entfernen, wie die Anwälte klagender Bauern und von Greenpeace mitteilten. Die Umweltschützer hatte die Angaben einschließlich der Namen der Bauern und GPS-Koordinaten der Felder am 28. Juni ins Internet gestellt. Das Gericht sah darin eine Verletzung der Persönlichkeitsrechte und "das unmittelbare Risiko" einer Zerstörung der Felder durch Gentechnik-Gegner. Greenpeace hatte die Aktion mit einer EU-Richtlinie gerechtfertigt, die zur Veröffentlichung von Gentechnik-Standorten verpflichtet, aber in Frankreich nicht umgesetzt ist. (APA) http://derstandard.at/?url=/?id=2530500 From 078222664-0001 at t-online.de Fri Jul 28 20:01:11 2006 From: 078222664-0001 at t-online.de (Klaus Schramm) Date: Fri, 28 Jul 2006 20:01:11 +0200 Subject: [Gen-Info] Bt-Baumwolle und die negativen Folgen in China Message-ID: <1G6We7-1BZgK80@fwd35.sul.t-online.de> Hallo Leute! Noch immer wird hierzulande von interessierten Kreisen behauptet, Bt-Baumwolle würde den Pestizid-Einsatz reduzieren und sei für Entwicklungsländer eine Chance. Im folgenden Artikel wird die Situation ich China korrekt dargestellt - die Situation in den USA wird jedoch verharmlost. Wie unabhängige Untersuchungen längst gezeigt haben ist auch in den USA der Pestizideinsatz auf Bt-Baumwollfeldern schon seit Jahren höher als vor deren Einführung. Ciao Klaus Schramm klaus.schramm at bund.net F.A.Z., 27.07.2006, Nr. 172 / Seite 30 Baumwollkapselraupe Gentechnik in Reinkultur Den hier versprühten "Bacillus thuringiensis" hat die genmanipulierte Baumwolle bereits enthalten 26. Juli 2006 Chinesische Landwirte haben in der jüngsten Zeit erhebliche Einbußen beim Anbau insektenresistenter Baumwolle zu verzeichnen. Diese widersteht durch einen gentechnischen Eingriff dem wichtigsten Baumwollschädling, der Baumwollkapselraupe. Die Baumwolle bildet in ihren Blättern ein Gift des Bodenbakteriums Bacillus thuringiensis, an dem die Raupen nach dem Fressen zugrunde gehen. China war eines der ersten Länder, das die neue Baumwollsorte großflächig anbaute. In den ersten Jahren erzielten die Bauern einen um 36 Prozent höheren Gewinn als ihre Kollegen mit dem Anbau konventioneller Baumwolle. Doch wie Per Pinstrup-Andersen von der Cornell University unlängst auf einem Kongreß der American Agricultural Economics Association in Long Beach (Kalifornien) ausführte, begann der Gewinn nach drei Jahren zurückzugehen und liegt inzwischen unter dem der Bauern mit konventionellem Anbau. Bis zu zwanzigmal Pestizide spritzen Die Ursache liegt in nachrückenden Schädlingen, gegen die das Bakterientoxin nicht wirkt. Um diese zu bekämpfen mußten die Landwirte bis zu zwanzigmal Pestizide spritzen, was ihre Gewinnmarge erheblich schmälerte. In anderen Ländern, die ebenfalls Bt-Baumwolle in großem Maßstab anbauen, vor allem in Nordamerika und Indien, haben sich noch keine sekundären Schädlinge breitgemacht. Das hängt vermutlich, wie Pinstrup-Andersen meint, mit der Tatsache zusammen, daß es zumindest in den Vereinigten Staaten von Amerika Vorschrift ist, zwischen den Feldern mit insektenresistenter Baumwolle als Rückzugsgebiet für Insekten Flächen mit Pflanzen ohne eingebaute Resistenz anzulegen. Das soll vor allem die Entwicklung resistenter Insekten verhindern. Wie das Beispiel in China zeigt, verhindern diese Flächen offenbar aber auch, daß sich andere Schädlinge auf den Feldern breitmachen, auf denen sie nicht mehr auf ihren wichtigsten Konkurrenten treffen. Die Wissenschaftler waren sich auf der Tagung einig, daß nun erforscht werden müsse, auf welche Weise man auch in China die Baumwolle am besten vor nachrückenden Schädlingen schützen könne. http://www.faz.net/s/Rub268AB64801534CF288DF93BB89F2D797/Doc~E8EC8EBEC1C044ACAA8 733693CEB37CFB~ATpl~Ecommon~Scontent.html From 078222664-0001 at t-online.de Fri Jul 28 20:01:17 2006 From: 078222664-0001 at t-online.de (Klaus Schramm) Date: Fri, 28 Jul 2006 20:01:17 +0200 Subject: [Gen-Info] "Millions Against Monsanto" campaign launched Message-ID: <1G6WeD-1BZgKC0@fwd35.sul.t-online.de> Take Action! Sign the Millions Against Monsanto petition, demanding that the Monsanto Corporation: Stop intimidating small family farmers. Stop force-feeding untested and unlabeled genetically engineered foods on consumers. Stop using billions of dollars of US taypayers' money to subsidize genetically engineered crops - cotton, soybeans, corn, and canola. http://www.organicconsumers.org/monlink.html --- Organic Consumers Association launches, "Millions Against Monsanto" grassroots activism campaign http://www.newstarget.com/019789.html (NewsTarget) The Organic Consumers Association (OCA) recently launched a grassroots campaign "to mobilize one million consumers to end Monsanto's global corporate terrorism." The "Millions Against Monsanto" campaign website says it seeks to end the Monsanto Corporation's intimidation of small family farmers, its use of unlabeled genetically engineered (GE) foods in consumer products and its use of U.S. taxpayer money to subsidize GE crops such as corn, cotton and soybeans. http://www.organicconsumers.org/monlink.html The OCA website for Millions Against Monsanto cites the experiences of small farmers such as Percy Schmeiser, a Canadian farmer whose crops were contaminated by a nearby field of Monsanto GE canola. Schmeiser was then sued by the corporation, which demanded he pay an expensive technology fee for the GE plants in his contaminated field. Oakhurst Dairy -- a company that produces milk from cows free of the synthetic hormone rBGH -- was also sued by Monsanto, which claims the dairy should not be allowed to inform its customers that its products do not contain the Monsanto-patented chemical. The campaign also calls for an end to Monsanto's environmental pollution, as well as the company's close ties to members of the federal government, which include Justice Clarence Thomas, former U.S. Secretary of Agriculture Anne Veneman and Secretary of Defense Donald Rumsfeld, among others. Consumers wishing to join the OCA action campaign can find more information at http://www.organicconsumers.org/monlink.html