From 078222664-0001 at t-online.de Fri Jul 7 01:14:07 2006 From: 078222664-0001 at t-online.de (Klaus Schramm) Date: Fri, 7 Jul 2006 01:14:07 +0200 Subject: [Gen-Info] Anti-GMO-Aktion in Ladenburg Message-ID: <1Fyd2t-0S60pP0@fwd35.sul.t-online.de> Anti-GMO-Aktion in Ladenburg In der Nacht von 2. auf 3. Juli wurde - wie von der Polizei bestätigt - eine erfolgreiche Anti-GMO-Aktion durchgeführt. Genmanipulierter Mais, der mit dem Bakteriengift Bt ausgestattet wurde, konnte auf der ganzen Fläche unschädlich gemacht werden. Laut Polizei gibt es "keinerlei Hinweise" auf die AktivistInnen. Sie kannten sich offenbar genau aus: Der Teil des Gewanns 'Alter Hof', der mit konverntionellem Mais bepflanzt war, blieb unberührt, während bei den genmanipulierten Organismen (GMO) "Totalschaden" entstand. Die GMO waren im Rahmen eines angeblichen Forschungsprojekts angepflanzt worden und der materielle Schaden sei - laut Polizeiangaben - von eher geringem Wert. Dr. Josef Steinberger vom Bundessortenamt, das für die Aussaat der GMO verantwortlich ist, sprach dagegen von einem "Millionenschaden". Ein kleiner Skandal stellt die Äußerung eines örtlichen BUND-Mitglieds, Alexander Spangenberg, dar. Dieser meinte, ihm Namen des Verbandes sprechen zu müssen: "Wir vom BUND lehnen solche Aktionen strikt ab." Es dürfte sich noch als spannend erweisen, in welche Richtung sich die Diskussion über das im Grundgesetz verbriefte Notwehrrecht innerhalb der Umwelt-Organisation BUND bewegen wird. Ute Daniels From 078222664-0001 at t-online.de Fri Jul 7 01:14:06 2006 From: 078222664-0001 at t-online.de (Klaus Schramm) Date: Fri, 7 Jul 2006 01:14:06 +0200 Subject: [Gen-Info] Kirchen gegen Einsatz von genmanipulierter Nahrungsmittelhilfe References: Message-ID: <1Fyd2s-0S60pO0@fwd35.sul.t-online.de> Kirchen gegen Einsatz von genmanipulierter Nahrungsmittelhilfe Montag 3. Juli 2006, 10:01 Uhr Stuttgart (AP) Kirchliche Hilfsorganisationen haben sich zu einem weitgehenden Verzicht auf genmanipuliertes Getreide für die Nahrungsmittelhilfe verpflichtet. Die Direktorin der Diakonie Katastrophenhilfe, Cornelia Füllkrug-Weitzel, sagte am Montag in Stuttgart, der Einsatz von genetisch veränderten Organismen in der Nahrungsmittelhilfe löse immer wieder kontroverse Debatten aus. «Wir müssen in ethisch verantwortlicher Weise mit diesem Dilemma umgehen.» Die Ablehnung genetisch modifizierter Nahrungsmittel könnte im Extremfall eine Hungerkrise verschlimmern. Zugleich könne die schlichte Akzeptanz solcher Nahrungsmittel langfristig Anbautechniken verändern, die Vielfalt lokaler Getreidearten zerstören und ungewollt genmanipuliertem Saatgut weltweit zum Durchbruch verhelfen, sagte die Pfarrerin. Die nun verabschiedeten Richtlinien, die für die internationale Allianz protestantischer Kirchen und kirchlicher Hilfswerke verpflichtend seien, gäben einen klaren Rahmen für den Umgang mit genetisch veränderten Organismen vor. Füllkrug-Weitzel berichtete, dass dazu etwa die Verpflichtung zähle, selbst keine genetisch veränderten Nahrungsmittel einzukaufen. Die Verteilung von gespendetem, gentechnisch verändertem Getreide dürfe nur der letzte Ausweg sein, um eine Hungerkatastrophe abzuwenden. http:/www.diakonie-katastrophenhilfe.de http://de.news.yahoo.com/03072006/12/kirchen-einsatz-genmanipulierter-nahrungsmi ttelhilfe.html