From cecile.lecomte at gmx.de Wed Jun 21 13:58:58 2006 From: cecile.lecomte at gmx.de (=?windows-1252?Q?Cilec=E9?=) Date: Wed, 21 Jun 2006 13:58:58 +0200 Subject: [Gen-Info] Frankreich Message-ID: <44993482.2040601@gmx.de> Liebe Leute, Ich schicke euch ein paar Texte zu den Feldbefreiungen in Frankreich. Ich habe sie 2004 und 2005 geschrieben und auf Indymedia gepostet. Ich habe die Homepage wo der Text zu finden ist jeweils angegeben. Aktueller Stand der Dinge: Es geht weiter! In der nähe von Toulouse wurden zum Beispiel bio-Keime auf einem Feld von Genmais vor kurzem gesät. Die nächste Jahresversammlung der Faucheurs volontaires wird im Juli stattfinden, weitere Feldbefreiungen werden bestimmt stattfinden. Um sich vor Polizeigewalt zu schützen (siehe ja die Berichte), handeln die Faucheurs volontaires jetzt meistens geheim in Bezugsgruppen. Viele Felder werden rund um die Uhr bewahrt, es gibt aber immer Lücke, die zu nutzen sind. Es ist manchmal schwirig herauszufinden, wo die Genfelder liegen. Es ist daher sehr wichtig gute Kontakt mit der einheimischen Bevölkerung zu knüpfen. Am Tag darauf wird meistens in der Öffentlichkeit bekannt gegeben, dass ein Feld zerstört wurde. Hunderte treffen sich vor der Gendarmerie und erklären sich für die Feldbefreiung verantwortlich. Egal wer eigentlich dabei gewesen ist. Die Leute, die den Aufruf zur Feldbefreiung unterschrieben haben (über 5000 Leute) haben sich ja solidarisch erklärt. Wichtig ist auch dass dies in der Öffentlichkeit passiert. Symbolische Aktionen finden auch bei der Gelegenheit in der Öffentlichkeit statt (Fliggis verteilen, Mahnwache, Podiumdiskussion, Aktionstage). Es kommt aber meistens nicht zur Zerstörung vor laufenden Kameras wie am Anfang ? wegern Verltungsgefahr durch Polizeigewalt. Vor Gericht wird die Ausseinandersetzung um Gentechnick ausführlich dargestellt.Die Presse berichtet ausführlich darüber. Die Faucheurs volontaires und ihre Aktionsform sind ziemlich populär. (is vielleicht ein Unterschied mit Deutschland, Subversion, Ziviler Ungehorsam und weiteren Protest- und Aktionsformen gehören schon zur französischen (Streit)Kultur). Die Rechtssprechung ist sehr unterschiedlich. In Toulouse, wo ich mal dem Verfahren beigewohnt habe wurden die Angeklagten zu hohen Geldstrafen verurteilt. In Orléans und Versailles wurden sie in erster Instanz frei gesprochen. Es wurde festgestellt, dass die AktivistInnen das Feld zerstört haben. Aber sie dürfen hierfür nicht verurteilt werden. Notstand war gegeben. Und wenn die Gesellschaft sich schneller entwickelt als die Gesetze, wenn eine große Gefahr für die Gesellschaft dadurch entsteht, darf (muss sogar) die Bevölkerung Widerstand leisten. Das ist praktisch die Anerkennung vom Recht auf Widerstand gegen Unterdrückung (Résistance à l'oppression) durch ziviler Ungehorsam. Auch wenn das Gericht diese Begriffe nicht verwendet hat. Die Staatsanwaltschaft ist in Berufung gegangen. <> Schöne Grüße Cécile _*Feldbefreiungen in Frankreich: Les faucheurs volontaires d'OGM*_ _Berichte über Aktionen 2004:_ http://germany.indymedia.org/2004/08/90345.shtml *Genfood:1500 Aktivisten auf dem Schlachtfeld* 23.08.2004 Protest gegen Genfood in Frankreich. 1500 Aktivisten melden sich als freiwilige MäherInnen und mähen ein Getreidefeld ab. Dies Aktionen sind öffentlich und gewaltfrei. Es ist bein den Gerichtsverfahren mit starker Repression zu rechnen. Es ist schon längst bekannt: die Genfoodindustrie will den Anbau von genetisch manipuliereten Getreide trotzt straker Widerstand von Seite der Bauern und allgemein der Bevölkerung durchsetzen. Der Anbau ist in Frankreich bisher verboten, aber Experiment dürfen durchgeführt werden. Der Weg zum Anbau wird dadurch geöffnet. Das Lobby setzt sich im Name von Globalisierung und freiem Handel durch. Und die Regierenden machen mit. Tausende von Experiment unter freiem Himmel wurden dieses Jahr vom Ministerium genehmigt. Schon seit Jahren wird Widerstand geleistet: 1997 schon wurde ein Getreidefeld abgemäht, die Kommunen sprechen Verbote für Genfoodanbau aus ( diese Verfügungen werden aber meistens vom Prefet als ungültig erklärt... und der Prefet ist der Vertreter vom Staat in den Regionen... er wird net vom Volk gewählt, sondern vom President ernannt...). Eine Wende findet Heute statt, Widerstand wird jetzt zu Massenwiderstand!!! Aktionen des Zivilen Ungehorsams finden immer häufiger statt. Widerstand keimt auf: Ziviler Ungehorsam Am 25. Juli dieses Jahres hat die erste grosse riesige öffentliche direkte Aktion des zivilen Ungehorsams gegen Genfood in der Nähe von Toulouse stattgefunden. Ein Getreidefeld wurde von 1500 ?freiwilige MährInnen? (faucheurs volontaires) abgemäht. Die Aktivisten haben den Aufruf des alternativen Bauernverbands Confédération paysanne gefolgt. Schon am vorheriger Tag sind die Leute angekommen. Die Aktion wurde sogfältig vorbereitet: Hintergründe zur Genfoodproblematik. Die Problemen, Folgen wurden in Workshops un Plenum diskutiert: Gewaltlosigkeit, Öffentlichkeitsarbeit, Gewahrsam und juristrischen Folgen... Und am Sonntag 10 Uhr ging es los! Die Aktion war öffentlich, die gesamte Nationalpresse war dabei. Es ging nicht darum sich zu vermummen (ist in Frankreich genehmigt), sondern sie Aktion in der öffentlichkeit zu erreichen. Dieses Ziel wurde erreicht. Schon auf dem Weg zum Feld haben die Aktivisten Beifall von Seite der AnwohnerInnen bekommen. Es wurde beim Mähen gesungen , Jugendliche, Kinder, Eltern, Bauern waren dabei... Eine fröhliche Stimmung! ! Weitere Aktionen dieser Art haben seitdem in Verschidenen Regionen Frankreichs stattgefunden. Am 8. August fande 2 Aktionen statt mit jeweils 500 Leute. Die Bullen haben waren immer vor Ort, aber sie haben die Aktionen bloss durch Fotographieren und Polizeisperre auf der Strasse am ende der Aktion ?dokumentiert?. Bei einer Aktion wurden jedoch Leute verletzt und zwei Personen wurden in Gewahrsam genommen. Prozesse kommen noch... Die Polizei konnte sowieso nicht eingreifen, wegen der Anzahl an freiwiligen MäherInnen!!! (1500 Aktivisten/ 600 Bullen) Repression Wer sich politsch durch Aktionen des zivilen Ungehorsams engagiert hat meistens mit Repression zu rechnen. 10 Personen wurden von der Staatsanwaltschaft Toulouse schon mal vorgladen. Betreff: Sachbeschädigung am 25. Juli... Das sind nicht die ersten Verfahren zum Thema. Aber die bisherigen Aktionen veliefen meistens geheim und die Leute haben den Tat nicht zugestanden. Sie wurden meistens zu Geldstrafen verurteilt und kriminalisiert. Die Strategie ist heute anders. Die Aktivisten wollen die Aktion verteidigen und die Genfoodproblematik vor Gericht erlaütern. Nur 10 Personen (vor allem Grüne Abgeornete und Bauer der Confédération paysanne) wurden bisher vorgeladen. Wietere Vorladungen folgen noch, Willkür herrscht bei der Auswahl der Vogeladenen. Die Behörde will nicht gegen alle TeilnehmerInnen ermitteln, sie hat nicht genügend Kräfte dafür, sie will dazu die Aktivisten vereinzeln und einschüchtern. Weitere Personen wollen sich jedoch als freiwilige MäherInnen bei der Staatsanwaltschaft melden. Dadurch wollen sie Sand ins Getriebe der Justiz stecken und die Öffentlichkeit durch Zusammenhalt der Bewwegung erreichen. Unter dem Moto ? Wir haben das feld abgemäht, wir sind stolz darauf, unsere Aktion ist gerecht, wir handeln sebstbewusst und akzeptieren es nicht kriminalisiert zu werden, wir werden uns verteidigen.? Der Minister hat aber der Justiz mitgeteilt, sie müsse streng gegen die Aktivisten vorgehen. Ob das freiwilig Melden eine gute Idee ist, bezweifeln einige Aktivisten, mal sehen was noch von Seite der ungerechten Justiz kommt... A bas les OGM!!! http://germany.indymedia.org/2004/09/93829.shtml *Genfood: Gewaltsame Repression bei Aktionen* 16.09.2004 In Frankreich haben sich tausende von ?freiwiligen MäherInnen? an friedlichen medienwirksamen Aktionen des zivilen Ungehorsams beteiligt, indem sie Getreidefeldern zerstörten. Indymedia berichtete: http://germany.indymedia.org/2004/08/90345.shtml Die Polizei, die bisher bloss zugeschaut hat, änderte aber plötzlich ihre strategie: Bei der letzten Aktion wurden Leute teilweise schwer verletzt. Parallel dazu laufen Gerichtsverfahren. Der erste Prozess gegen 8 Aktivisten war in Toulouse am 16. September geplant. In Frankreich haben sich seit mitte Juli tausende von ?freiwiligen MäherInnen? an friedlichen Aktionen des zivilen Ungehorsams beteiligt. Indymedia berichtete: http://germany.indymedia.org/2004/08/90345.shtml Sie haben den Aufruf zur Zerstörung von genetisch manipulierten Getreidefeldern des Bündnises ?freiwillige MäherInnen? gefolgt. Die ersten Aktionen sind Medienwirksam gewesen, sie verliefen in einer freulichen friedlichen Stimmung. Die Polizei war kaum zu sehen, auch wenn mit Kräften vor Ort, sie griff nicht ein. Die Polizei änderte aber plötzlich ihre strategie: Bei der letzten Aktion in Auch (Depatement Gers, 70km entfernt von Toulouse) griff sie ohne Vorwarung ein. Sie schoss Trännengas- und Schockgranaten auf die AktivistInnen. Viele wurden verletzt, darunter auch Kinder und alte Menschen. Parallel dazu laufen Gerichtsverfahren. Der erste Prozess gegen 8 Aktivisten war in Toulouse am 16. September geplant und wurde verschoben, weil 1500 sich damals beteiligt haben, nicht 8!! (siehe erster Bericht) Auch: Gewalt ohne Verhältnis gegen friedliche AktivistInnen Am 5. September 04, wollten ca. 1000 Leute öffentlich gegen die Genfoodlobby protestieren, indem sie ein Getreidefeld in Auch abmähen wollten. Die Aktionsforme ist nicht neu und wurde schon mehrmals erfolgreich ausprobiert. Aber dieses Mal wartete die Polizei auf die AktivistInnen. Die AktivistInnen wurden schon auf dem weg zum Feld gestoppt. Sie wurden ohne Vorwarnung angegriffen. Fliehende Personen, egal, ob Kinder, Erwachsene oder alten Menschen, wurden verfolgt. Leute wurden verprügelt, viele wurden von den Tränengas- , Angriffs- und Schockgranaten verletzt (Taubheit, Wunde wegen Knüpel, wegen Splitergranaten, Verbrennungen, ...). Laut Augenzeuge war sogar ein mit Granten bewaffneter Hubschrauber im Einsatzt. Polizisten mit Hunde waren auch vor Ort. Die Polizei griff auf Befehle des Prefets ein. Der Prefet (Vertreter vom Staat in einer Region, er wird nicht gewählt, sondern ernannt. Er ist u.a. verantwortlich für Polizeieinsätze) war ja nicht vor Ort... und er lobt jetzt seine Garde, die die bösen gewaltsamen DemonstrantInnen verhindert hat.!!! Laut Aussage eines Krankenhausartzes hatte sogar der Prefet schon am Vormittag (also vor der Aktion) das Kankenhaus angerufen. Er teilte mit, es sei warscheinlich, dass verletzte DemonstrantInnen am Nachmittag zum Krankenhaus gebracht werden. Bilanz: Die spiessige Presse übernahm die Zahlen der Polizei: 2 Verletzte auf beiden Seiten. 2 Bullen haben sich nämlich mit eigenen Granaten selbst verletzt!! Laut Feuerwehr aber wurden 60 Verletzte behandelt, darunter wurden 4 ins Krankenhaus gebracht. Sogar ein 8-jähiges Mädchen wurde von einer Granate getroffen. Nur die selbst von der Gewalt betroffenen Jounalisten berichteten ehrlich über die Ereignise. (z.B. la dépêche du Gers) 11 Personen wurden mit Handschellen gewaltsam abgeführt und vorläufig festgenommen. Diese Personen wurden als ?Zeuge? vernommen. (es gibt keinen Straftat, die DemontrantInnen konnten nicht zum Feld hin!) Nur 3 von denen wurden zum Revier gefahren, die DemonstrantInnen verhinderten nämlich Stundenlang ihren Abtransport. Gegen 20Uhr waren alle Festgenommenen wieder auf freiem Fuss. Über 200 Bereitschaftspolizisten waren im Einsatz. Wer zahlt diesen Einsatz??? Die ganze Problematik zeigt wie schwach unsere Demokratie ist!!! Laut Umfrage ist in Frankreich 70% der Bevölkerung gegen Genfood. Die Staatsgewalt dient und verteidigt die nur an Profit -nicht an Menschen orientierte Genfoodindustrie. Dieses kapitalistische profitorientierte System muss abgeschafft werden! Ein paar Gedanke Viele Beteiligten fragen sich jetzt warum die Polizei plötzlich so gewaltsam handelte. Diese Gedanken sind wichtig, um den Kampf alle zusammen fortfürhren zu können. Denn die Bewegung ist vielfältig, Menschen aus verschiedenen Horizons mit unterschiedlichen politischen Erfahrungen haben mitgemacht. Für viele Menschen war das die erste Aktion des zivilen Ungehorsams. Die staatsmacht wollte sicherlich die ?Masse? einschüchtern und erschrecken, nachdem sie den Widerstand mit Prozessen und Verurteilungen nicht eindämmen konnte. Solche Aktionen finden nämlich schon seit 1997 statt (jedoch geheimer und mit weniger Beteiligten), Menschen wurden schon verurteilt. Und die Repression seitens der Justiz geht weiter: Im Bezug auf die erste Aktion vom letzten Sommer hat die erste Verhandlung vor Gericht am 16. stattgefunden. Aber eine neue Aktion des zivilien Ungehorsam ist vor ende September geplant!!! Am 25. in der Region Poitou Charente, die Region vom Premier Minister Rafrfarin !! Das Verfahren vom 16. September in Toulouse 8 Leute wurden angeklagt. 1500 waren am 25. Juli dabei. Angekagt werden wenige, gemeint sind alle AktivistInnen. Die Justiz will vorallem bekannte Personen anklagen (Verbandsleader, Abgeordnete, OB...), um pressewirksame Verurteilungen schnell auszusprechen. Ein termin für ein Verfahren mit 1500 Leute ist nicht so einfach zu finden wie für 8 Personen, die Ermittlungen würden dazu deutlich länger dauern. Das will der Staat nicht. Er will ja durch schnelle strenge Verurteilungen einschüchtern. Der Minister D. Perben hat selber mitgeteilt, die Justiz solle streng vorgehen. Wo ist die Trennung zwischen Staat und Justiz?? Noch eine unangenehme Frage für die Oligarchen, die immer wieder sagen, der Staat stehe für Demokratie ein. Doch die AktivistInnen wissen was Solidarität bedeutet!!! Aus diesem Grund haben sich mehr als 400 Beteiligten bei der Gendarmerie selbst denunziert! Sie verlangten eine Anhörung. Am 16. September war die Place du Salin in Toulouse voll. Ein paar hundert DemontratInnen und UnterstützerInnen waren vor Ort... so wie hunderte von CRS (Bereitschaftsbullen). Alles rund um dem Gebäude war abgeriegelt.Wovon die Staatgewalt angst hatte, weiss Mensch nicht, es gibt ja kein Feld in der Stadt... Die Ageklagten verlangten erfolgreich die Verschiebung des Prozess. Der Prozess wird nun am 9. September in einer grösseren Raum stattfinden. Bisdahin sollen andere Beteiligten verhört werden. Aber die Staatsanwaltschaft hat doch gemeint, sie entscheide wohl alleine gegen wen sie ermitteln werde. Wenn alle Beteiligten nicht mitangeklagt werden, wollen die 8 den Saal verlassen... Ein weiteres Verfahren steht ende September an, es bezieht sich auf eine ähnliche Aktion vom 15. August in der Nähe von Clermont ferrand. Mehre öffentlichen Aktionen des zivilen Ungehorsams haben nämlich in diesen Sommer stattgefunden: in Cournon, Pythiviers... Die Verteidigungsstrategie ist die gleiche! Eine gut organisierte Strategie ist wichtig, denn die Strafe kann besonders hoch liegen: Laut gesetzt bis zu 2 Jahre Haft ohne Bewährung und 70 000 Euros Geldstrafe... Bezüglich Auch, haben AktivistInnen die Polizei wegen Körperverletzungen angezeigt. Mal sehen, ob die Justiz da reagiert... Zum Schluss... Ein Bauer wird bald seine Ernte vernichten... Warum? Das biologische Getreide wurde duch Bestäubung von genmanipuliertes Getreide verseucht... Wer ist dafür verantwortlich? Die Genfoodindustrie! Wer wird bezahlen? Die Genfoodindustrie? Nein, der Bürger mit seinen Steuern... Halte aux OGM!!! Tous solidaires! Einige Homepage für weitere Infos (auf Französisch): Construire un monde solidaire : http://www.monde-solidaire.org/spip/index.php Chiche!: www.chicheweb.org Confédération paysanne: http://www.confederationpaysanne.fr/index.php3 Greenpeace : http://greenpeace.datapps.com/detectivesOGM/index.php3 Grainvert: http://www.grainvert.com/ http://germany.indymedia.org/2004/09/94889.shtml *Erneut Polizeigewalt gegen GenfoodmäherInnen * 28.09.2004 Bei den ersten Aktionen dieses Jahres in Frankreich, gelang es den AktivistInnen (Gefood)Getreidefelder abzumähen. (Indymedia berichtete über Verdun / Garonne: http://germany.indymedia.org/2004/08/90345.shtml ). Anfang September war es dann plötzlich zu Auseinandersetzungen mit der Staatsgewalt gekommen. http://germany.indymedia.org/2004/09/93829.shtml Am 25. September rief erneut das "Bündnis freiwilger MäherInnen" dazu auf, ein Getreidefeld in der Nähe von Poitiers (bei La Puye) abzumähen. Die Anwesenden wurden wiederum ohne Vorwarnung angegriffen. Die Beteiligte sprechen von "Bürgekriegszustände". Es wurden sogar Angriffsgranaten eingesetzt. Ein Feld wurde aber trotzdem zerstört. Gut 500 Leute hatten sich am Samstag nachmittag in La Puye verabredet. Ziel war, durch Aktionen des zivilen Ungehorsams weiterhin zu Protestieren. Eine Kundgebung fand zuerst statt. Die AktivistInnen überlegten kurz über die Strategie. Sie hatten alle noch die Bilder vom letzten Mal im Kopf: Tränengas, blutige Verletzungen, Gewaltsame Festnahme mit Knüppeleinsatz. Die AktitvistInnen sind daher vorsichtiger gewesen. Schon im Dorf war die Gendarmerie überall mit Strassensperre anwesend. Sie lies aber erstmals die DemonstrantInnen durchgehen. Die Stimmung war aber schon gespannt. Frauen, Abgeordnete und Gewekschaftler hatten beschlossen vorne zu gehen, um die ganze Demo vor der Polizeigewalt zu schützen. Aber die Gardes Mobiles haben gleich ohne Vorwarnug geschossen, die AktivistInnen war noch etwa 400Meter vom Feld entfernt!! Es ist den Bullen Wurst, wer da vorne steht. Die Gardes Mobiles sind besonders gewaltsam. Das ist eine spezielle Einheit der Gendarmerie. Die Gendarmerie ist nicht Teil der Polizei, sonder der Armee. Diese Einheiten haben insofern eine militärische Ausbildung, sie handeln auf Befehle und denken überhaupt nicht nach. Ob sie Menschen verletzen oder sogar töten können spielt keine Rolle, die Leute hier gegenüber sind ja die Freinde, die Bösen. Tränengasgranaten und schockgranaten sind hin und her geflogen. Menschen wurden dadurch verletzt. Aber am schlimsten waren die Angriffsgranaten mit Feinsplitt drin (also Metalteilen). Die Wunden sind beeindruckend: Kleidungen in Lumpen und Metalteile im Körper, dicke Schuhe zerstört und Wunde am Fuss, - siehe Fotos und weitere Fotos mit einem ausführlichen Bericht auf Französisch sind unter zu lesen. http://mdh.limoges.free.fr/support/valdiv/index.htm Bilanz: 2 Leute vorläufig festgenommen, 15 Verletze, teilweise schwer (die Sprecherin von den Grünen musste bin zum nächsten Tag im Krankenshaus bleiben) Die Gewaltanwendung war ohne Verhältnis, denn es um friedlichen Aktionen geht!!! Hätten die Gardes Mobiles nicht geschossen, hätten die Demonstranten nicht versucht die Polizeitkette durchzubrechen. Es war nämlich klar, dass zu viel Bullen vor Ort waren. Das Bündnis bewertet aber diese Aktion trotzdem als Erfog. Die Presse berichtete reichlich darüber und sprach sogar von "Bügerkrieg". Journalisten wurden selbst verletzt?Die Gewalt hat bei manchen schokierten AktivistInnen Abschreckungseffekte. Das ist was der Staat erreichen will. Aber die Bevölkerung reagiert auch darauf. Viele Leute unterstützen diese Aktionen. Heute noch im Rundfunk "wenn der Staat so scharf reagiert, da mache ich mir Sorgen, der hat ja mal was zu verbergen". "Ich mähe nicht aber ich unterstütze, ich will ja keine Diktatur" Und? ein Getreidefeld wurde trotzdem zerstört" In der Nacht zuvor haben einige AktivistInnen eine geheime Aktion durchgeführt?. Das Bündniss will sich noch vor Endes des Jahres zusammentreffen, um über die nächsten Aktionen zu diskutieren. Öffentliche Aktionen wie die letzten werden bestimmt nicht mehr stattfinden. Möglich wäre, geheime Aktionen durchzuführen. Die ca. 6000 Leute die den Aufruf "?freiwilige MäherInnen" unterschrieben haben, würden gemeinsam die Verantwortung für die Aktion übernehmen. Der Kampf ist auf jeden Fall nicht zu Ende. Und in der nächsten Zeit stehen Prozesstermine an. Das ist auch die Gelegenheit, das Thema in der öffenlichkeit zu bringen, politische Prozesse durchzuführen. Gemeinsam sind wir srtark, wir fürchten nicht die Repression und suchen immer neue Wege. Kreativität und Solidarität sind unsere Waffen. A BAS LES OGM!!!!! _Berichte über Aktionen 2005:_ http://de.indymedia.org/2005/06/121376.shtml *Feldbefreiung in Frankreich, Widerstand lebt * 23.06.2005 Der Widerstand gegen gentechnisch manipulierten Pflanzen (GMO) ist weiterhin lebendig in Frankreich. Am 16. Juni war's internationaler Tag gegen GMO, zahlreiche Versammlungen fanden in Frankreich statt.. Angefangen hat alles in der 90er, als kleine Gruppen Felder nachts zu mähen anfingen. 2003 folgte dann ein großer Aufruf zu ziviler Ungehorsam, der von rund 4000 Personen unterzeichnet wurde. Das ?Bündnis der freiwilligen MähenrInnen? wurde gegründet. Zahlreiche Felder wurden im Sommer 2004 befreit (etwa die Hälfte). Siehe: http://germany.indymedia.org/2004/08/90345.shtml Der Staat kündigte starke Repression an. Aktionen wurden gewaltsam verhindert, so dass ?Befreiungsaktionen? mit offenem Gesicht beinahe unmöglich geworden sind und meistens nachts durchgeführt werden (Indy berrichtete: http://germany.indymedia.org/2004/09/93829.shtml und http://germany.indymedia.org/2004/09/94889.shtml ). Gerichtsverfahren wegen gemeinschaftliche Zerstörung wurden gegen die ?Köpfe? der Bewegung eingeleitet und laufen ein Jahr später noch. Der 16. Juni 2005 Am weltweiten Aktionstag gegen Genfood nahmen viele Leute teil. Dezentrale Versammlungen wurden organisiert. Es handelte sich meistens um Infoveranstaltungen: in Paris, Lyon, Clermont Ferrand, ... In der Nähe von Toulouse wollten die AktivistInnen einen Feld befreien, indem die BIO-Saatgut aussäen (Symbol für Alternativ!). Eine ähnliche Aktion wurde in der Nähe von Clermont-Ferrand vor ein paar Wochen durchgeführt. In der Region Midi-Pyrénée (Hauptstadt Toulouse) wurden dieses Jahr zahlreiche ?Experimente? genehmigt. Nach einem gemeinsamen Picknick in Mondonville fuhren die rund 200 AktivistInnen (die Zivil-Bullen dazu!) erstmals zum Sitzt der Firma Biogemma. Die Firma führt Experimente auf dem eigenem Grundstück durch. Es wurden Transpis aufgehängt und Nahrungsmittel (mit Genfood drin)der Firma zurückgebracht. All das von einem starken Polizeiaufgebot beobachtet und bewahrt. Der OB von Mondonville hat versucht, die Versammlung in der Kommune zu verhindern. Er hatte Angst, dass die AktivistInnen kommen und den Volksfest im Dorf behindern... Die V-Männer haben nämlich ein paar Tage vor dem 16. den OB angerufen und gesagt, sie wussten über eine Versammlung von gewaltbereiten AktivistInnen. Erst nach einer Diskussion verstand der OB, dass es nicht der Fall war... Das Nächste mal wollen die AktivistInnen intensiver mit der örtlichen Bevölkerung reden, damit der Staat nicht mit Desinformation eingreift, und damit die Leute mitmachen. Die Gruppe setzte sich kurz darauf in Bewegung Richtung Menville. In Menville liegen mehrere Felder mit gentechnisch veränderten Pflanzen. Die AktivistInnen konnten sich aber nicht vom Feld nähern. Mehrere Polizeisperre standen auf dem Weg. Die erste Sperre wurde schnell überwindet und die AktivistInnen liefen noch ein paar hundert Meter weiter. Überall standen Bereitschaftspolizisten in kompletter Kampfausrüstung. Rund um dem Feld waren Absperrgitter aufgebaut worden. Die AktivistInnen hatten noch die gewaltsame Auseinandersetzung und die durch Angriffsgranaten zahlreichen Verletzen vom letzen Mal im Kopf. Es wurde beschlossen nicht weiter zu gehen, um einen Angriff der Polizei zu verhindern. Mit 200 Leute hätte eine Auseinandersetzung nichts gebracht. Die Strasse wurde bemalt, so dass jeder weiß wo das Feld liegt. Es ist wahrscheinlich, das das Feld in den kommenden Wochen zerstört wird... Es wurde bei der Abschlusskundgebung angekündigt, dass eben ein Feld vor wenigen Tagen in der Gegend abgemäht worden war... Die Felder müssen rund um die Uhr bewahrt werden, den sie sonst nachts befreit werden... Wird schön teuer! Die AktivistInnen versuchen die Felder aufzulisten, damit informelle Gruppen nachts handeln können. Solche Aktionen sind aber nicht ohne Risiko. Das Motto heißt ?nicht erwischt werden?. Nachts schlagen die Bullen noch stärker, denn keine Presse oder keine Zeuge vor Ort sind. Und es ist mit besonders starker Repression vor Gericht zu rechnen. Der Tag endete mit einer gemeinsamen Diskussion über Perspektiven (wie sollen Aktionen des zivilen Ungehorsam organisiert werden, wie kann man trotzt Repression erfolgreich werden -d.h. Felder Befreien!...) und den aktuellen Stand bei den Verfahren vor Gericht. Viele Fragen bleiben offen und werden beim nächsten bundesweiten Treffen am 14. Juli diskutiert. Gerichtsverfahren und Repression: 2004 wurden Felder befreit. 1500 Personen beteiligten sich an der ersten Aktion in der Nähe von Verdun sur Garonne. Kurz darauf wurden 9 Leute angeklagt. Angeklagt werden wenige, aber gemeint sind wir alle. Das ist der Grund warum 400 AktivistInnen sich in September freiwillig bei der Staatsanwaltschaft gemeldet haben (wobei nur etwa 200 sich rechtzeitig bei den Anwälten rechtzeitig meldeten), um selber mitangeklagt zu werden. In November beschloss das Gericht, dass diese Leute im Verfahren miteinbeziehen werden müssen. Es geht ja um ?gemeinschaftliches handeln?, die Staatsanwaltschaft hat diese Tatsache erkannt. Aber sie hat gegen diesen Beschluss geklagt. Und das Berufungsgericht entschied darüber am 14 April: 9 Leute werden angeklagt, nicht 200. UND... Das Berufungsgericht wird die Sache selber verarbeiten. Das heißt, die Angeklagten werden direkt vor dem Berufungsgericht stehen und dürfen dann nicht... in Berufung gehen! Das Prozess wird am 20. September statt finden. Weitere Verfahren gegen GenfoodmäherInnen - in Bezug zu ähnlichen Aktionen mit jeweils etwa 400 TeilnehmerInnen - in Orléans oder Riom laufen gerade genauso. Die Genfoodlobby ärgert sich, weil die Verfahren sich in die Länge ziehen. Die Regierung auch. Der ehemalige Justizminister Perben schrieb eine ?Circulaire? (ein Rundschreiben) an die Staatsanwälten am 30. Mai (am Tag nach dem Referendum über die EU-Verfassung und vor der Regierungswechsel ? ist aber kein richtiger Wechsel, die Rechte bleibt an der Macht). Nach diesem Rundschrteiben sollen die AktivistInnen möglichst schnell verurteilt werden (das heißt Schnellverfahren). Die Staatsanwaltschaft soll freiwillige Massen-erscheinungen nicht akzeptieren. Die Verfahren sind gezielt gegen die Bewegungsführer (Führer laut Verfassungsschutz Behauptungen!) einzuleiten. Harte Strafe (vor allem Geldstrafe um die 75000 Euros) sollen verlangt werden. Etc... Zum Schluss... Die Autorin dieses Beitrags wünscht alles Gute an die AktivistInnen für die Aktion Feldbefreiung am 31. Juli. Siehe: http://www.gendreck-weg.de/ Unsere Erfahrung kann behilflich sein... Der Kampf gegen Genfood soll überall statt finden. Solidarität aus Frankreich! http://germany.indymedia.org/2005/07/123518.shtml *Frankreich: Genfelder werden weiterhin zerstört * 21.07.2005 Am 14. juli war es nationaler Feiertag in Frankreich. An diesem Tag gibt's militärische Scheiss-Parade ohne Ende... Aber viele AktivistInnen haben diesen Tag für sinnvollere Aktionen genutzt! Die freiwilligen GenfoodmäherInnen versammelten sich in Verdun sur Garonne (Nähe Toulouse). Das Bündnis protestiert seit 2004 durch Aktionen des zivilen Ungehorsams (sprich abmähen) gegen den Anbau von gentechnisch veränderten Organismen. Bei der Versammlung am 14. Juli wurde vor allem über Genfood diskutiert. Etwa 800 Leute waren dabei. 3 Workshops mit 3 wichtigen Schwerpunkten haben stattgefunden: Genfood versus Demokratie, Genfoodanbau und -Verkauf in Europa, Gentechnik und Krankheiten. Über die laufenden Prozesse gegen freiwillige GenfoodmäherInnen wurde auch lange beraten. 2004 haben zahlreiche Aktionen des zivilen Ungehorsams stattgefunden und die verfahren dauern noch an. Das Verfahren gegen 9 Aktivistinen bezüglich der Aktion Verdun sur Garonne 2004 (Indy berichtete: http://germany.indymedia.org/2004/08/90345.shtml ) wird am 20. September stattfinden. Am 7. Juli dieses Jahres wurde ein Feld in der Nähe von Orléans zerstört, das Verfahren gegen 6 Leute ist für den 9. August angesagt. Es wurde auch über die Strategie der Bewegung diskutiert. Ziel ist soviel Felder wie möglich zu zerstören, indem die Auseinandersetzung mit der Staatsgewalt verhindert wird. Die Bilder der blutigen Erfahrungen von 2004 sind noch in den Köpfen.(Indy Berichtete: http://germany.indymedia.org/2004/09/93829.shtml und http://germany.indymedia.org/2004/09/94889.shtml ). Die Strategie wurde bei dieser Versammlung gleich mal mit Erfolg ausprobiert. Am 14. Juli gegen 21Uhr30 fuhren zwei Gruppen in zwei verschiedene Richtungen. Sie wurden von Polizeihubschrauber verfolgt. Währenddessen eine weitere kleinere Gruppe sich auf dem Weg machte. Sie gelang zu einem Feld durch einen Bach, womit die Polizei nicht gerechnet hatte! Die Gruppe zerstörte das Feld unbemerkt von der Polizei und kehrte ruhig zurück. Am Tag darauf wurde bekannt gegeben, dass das Feld in der Nacht abgemäht worden war. Rund 400Leute gingen anschließend wieder zum Feld hin und eine liste der TelnehmerInnen wurde der Polizei abgegeben. Die AktivistInnen hatten noch vor, ein weiteres Feld zu « besichtigen ». Aber die Polizei hielt sich bereit und sperrte den Weg hin. Die Aktion verlief genauso wie im Juni (Siehe http://de.indymedia.org/2005/06/121376.shtml ). Die AktivistInnen kehrten zurück zum Camp, es kam zu keiner Konfrontation. Weitere Aktion werden stattfinden, die Ortsgruppen verfeinern ihre Strategie: geheim, schnell in kleinen Bezugsgruppen angreifen ; kollektiv und öffentlich die Verantwortung dafür übernehmen. A bas les OGM !!! http://de.indymedia.org/2005/08/126430.shtml *Gendreckweg Aktion in Frankreich: Repression * 30.08.2005 Immer wieder wird gegen Genfood protestiert und die gentechnisch manipulierte Pflanzen werden zerstört. Nicht nur in Deutschland. In Frankreich sind die AktivistInnen seit Jahren aktiv. Die Staatsgewalt reagiert aber immer schärfer darauf. Die kalte Polizeigewalt mit Tränengas und Knüppeleinsazt genügt nicht mehr. Jetzt werden die AktivistInnen tagelang eingesperrt und schnell vor Gericht gestellt. Am Samstag den 27. August wurde eine Mähaktion bei Clemont-Ferrand von den "Faucheurs volontaires" (Freiwillige Mähern) organisiert. Etwa 400 Menschen haben sich daran beteiligt. Die AktivistInnen haben sich in 3 Gruppen aufgeteilt, etwa wie am 14. Juli bei Toulouse. (siehe: http://germany.indymedia.org/2005/07/123518.shtml) 3 Feldbefreiungen waren insgesamt geplant. 3 Gruppen haben sich insofern auf dem weg gemacht. Eine Gruppe hat es geschafft, das Feld bei Neschers (6000 Quadratmeter) zu befreien, die AktivistInnen mussten sich jedoch am ende ausweisen. Bei Nonette (das Feld war 6 ha gross) verlief die Aktion aber ganz anders.Eine 50Köpfige Gruppe hat angefangen zu mähen und die Polizei hat dann die weitere Zerstörung mit Gewalt verhindert. Daraufhin wurden 15 Leute (im Alter zw. 22 und 61) festgenommen und nach Issoire gebracht. Sie mussten das ganze Wochenende im Knast ausharren und wurden anschliessend nach Clermont Ferrand gebracht, um am Montag im Rahmen eines Schnellverfahrens vor gericht gestellt zu werden. Der Richter räumte eine Frist von 3 Wochen ein, damit die Angeklagten ihre Verteidigung vorbereiten können. Sie wurden gegen der Wille der Staatsanwaltschaft bis dahin auf freiem Fuss gesetzt. Währenddessen wurden die Fahrzeuge von den AktivistInnen vor Ort von sogenannten "pro OGM" (Genfoodbefürworter) stark Beschädigt. Die Polizei griff natürlich nicht ein. Manche sind der Meinung, dass die Polizei diese Zerstörung geplannt hatte... Die Verhandlung wegen gemeinschaftlicher Zerstörung vom Feld (destruction en réunion) soll jetzt am 16. September statt finden. Das ist nicht das einzige Verfahren, das in den kommenden Wochen auf dem Terminkalender von den "Faucheurs volontaires" feststeht. In Riom werden AktivistInnen vor Gericht am 14. September stehen, in Toulouse 8 Leute am 22. September (Bericht zu den Aktionen siehe http://germany.indymedia.org/2004/08/90345.shtml und http://de.indymedia.org/2005/06/121376.shtml ), am 29. September in Lille (die Aktion fand 2001 statt), 6 leute am 27.Oktober in Orléans. Repression droht! Entweder werden die Aktionen mit Staatsgewalt wehindert (siehe http://germany.indymedia.org/2004/09/93829.shtml und http://germany.indymedia.org/2004/09/94889.shtml) oder die AktivistInnen werden vor Gericht verfolgt. Die jüngsten Erreignisse (Mehrtägige Gewahrsam und Schnellverfahren) waren zu erwarten, denn der Minister Perben ein Schreiben, dass sich gezielt gegen die Faucheurs volontaires richtet, noch vor den Sommerferien rumgeschickt hat. Die Staatsanwaltschaft wird dadurch aufgefordert, Schnellverfahren und Gewahrsam gegen die AktivistInnen zu bevorzugen. Eine relativ geringe Zahl von AktivistInnen soll angeklagt werden. "Freiwillige Mitangeklagte", die aus Solidarität mitangeklagt werden wollen -weil sie ja eben mit dabei waren!, sollen nicht akzeptiert werden. So sollen die AktivistInnen kriminalisiert werden. Die AktivistInnen haben schon angekündigt, dass die Felder in die Zukunft weiterhin zerstört werden.