From 078222664-0001 at t-online.de Mon Jun 20 21:44:11 2005 From: 078222664-0001 at t-online.de (Klaus Schramm) Date: Mon, 20 Jun 2005 21:44:11 +0200 Subject: [Gen-Info] Professor gibt Doktortitel zurueck Message-ID: <1DkSBn-1W4eNE0@fwd26.sul.t-online.de> Evangelischer Pressedienst (epd) Niedersachsen-Bremen Freitag, 17.06.05 Professor gibt Doktortitel wegen Schröder-Ehrung zurück Göttingen (epd). Aus Protest gegen die Verleihung der Ehrendoktorwürde an Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) hat der Agrarwissenschaftler Professor Sigmar Groeneveld seinen Doktortitel an die Universität Göttingen zurückgegeben. "Ich möchte nicht länger den Doktortitel einer Universität tragen, die sich offenbar ohne jede Skrupel über bisher ehrenhafte Tugenden der akademischen Praxis hinweg setzt und sich willfährig tagespolitischen Zweckmäßigkeiten ergibt", sagte Groeneveld am Freitag dem epd. In einem Brief an den Universitätspräsidenten Kurt von Figura kritisierte Groeneveld gleichzeitig dessen Rede beim Festakt für Schröder. "Die Dammbrüche in der heutigen Gentechnik, die Menschen letztlich zu Rohstoffträgern erniedrigt, werden von Ihnen als Erfolgsgeschichte dargestellt", heißt es in dem Schreiben. "Sie widersprechen nicht einem Bundeskanzler, der in der von Ihnen geleiteten Universität ganz offen eine solche 'Verrohstofflichung' des Menschen als 'überlebensnotwendige Technik' politisch wünscht." Schröder war am Dienstag zum Ehrendoktor der Göttinger Universität ernannt worden. Die Hochschule hatte dies mit seinem Einsatz für die Naturwissenschaften und seinen Anstößen in der Debatte über Gentechnik begründet. In seiner Rede bei der Verleihung verlangte Schröder gesetzliche Lockerungen bei der Stammzellenforschung. Groeneveld erlangte den Doktortitel in Göttingen 1966 mit einer Arbeit über landwirtschaftliche Projekte in Tansania. In den vergangenen Jahren hat er sich für Umweltschutz-Projekte und gegen die Gentechnik eingesetzt. (epd Niedersachsen-Bremen/b2107/17.06.05) (c) epd Hinweis zum Urheberrecht Evangelischer Pressedienst, Knochenhauerstraße 38/40, 30159 Hannover hannover at epd.de From 078222664-0001 at t-online.de Mon Jun 20 21:44:12 2005 From: 078222664-0001 at t-online.de (Klaus Schramm) Date: Mon, 20 Jun 2005 21:44:12 +0200 Subject: [Gen-Info] Greenpeace-Info zu Mon 863 Message-ID: <1DkSBo-1W4eNF0@fwd26.sul.t-online.de> Einladung zur Pressekonferenz Greenpeace und Wissenschaftler veröffentlichen Daten zu Gen-Mais Ratten zeigten Schäden im Fütterungsversuch? Mais steht unmittelbar vor Zulassung am Mittwoch, 22. Juni 2005, um 11 Uhr im Tagungszentrum im Haus der Bundespressekonferenz, Raum 0107 Schiffbauerdamm 40/Ecke Reinhardtstraße 55, 10117 Berlin Hamburg, 20. Juni 2005 Sehr geehrte Damen und Herren, über die Importzulassung des Gen-Mais Mon 863 will am Freitag, 24. Juni, der EU-Ministerrat entscheiden. Der Mais ist umstritten, seit im April 2004 Ergebnisse aus Tierversuchen bekannt wurden: Ratten, an die der genmanipulierte Mais mit eingebautem Insektengift verfüttert wurde, hatten Veränderungen im Blutbild und Organschäden aufgewiesen. Der Gentechnik-Konzern Monsanto hat bisher versucht, die Unterlagen zu den Versuchen geheim zu halten, und bestreitet den Zusammenhang zwischen Gen-Mais und Gesundheitsschäden. Experten, die bereits Zugang zu den Akten hatten, werden Ihnen auf der Pressekonferenz ihre Einschätzung den Risiken des Gen-Maises geben. Greenpeace hat erfolgreich auf Einsicht in den Untersuchungsbericht geklagt, Monsanto hat gegen die Entscheidung des Kölner Gerichts Einspruch eingelegt. Heute wird entschieden, ob die Akten dennoch freigegeben werden. In diesem Fall werden wir die Originaldokumente auf der Pressekonferenz vorstellen. Am 24. Juni stimmt der Ministerrat zudem darüber ab, ob die nationalen Anbaubeschränkungen für Gen-Pflanzen in Deutschland und vier weiteren EU-Ländern bestehen sollen. Greenpeace wird eine Übersicht über den Stand der Zulassungen für Import und Anbau von Gen-Saaten vorlegen. An der Pressekonferenz nehmen teil: Prof. Gilles-Eric Seralini, Frankreich, zuständig für die staatliche Risikobewertung von Gen-Pflanzen bei der französischen Kommission CGB (Commission du Génie Biomoléculaire). Seralini war einer der ersten Wissenschaftler, die die Fütterungsversuche öffentlich kritisierten. Prof. Arpad Pusztai, Ungarn, bewertete im Auftrag der deutschen Bundesregierung den Gen-Mais Mon863. Eric Gall, Gentechnikexperte Greenpeace Brüssel Dr. Christoph Then, Gentechnikexperte Greenpeace Deutschland