From info-berlin at dnr.de Tue Dec 2 13:01:14 2003 From: info-berlin at dnr.de (=?iso-8859-1?Q?DNR_Redaktionsb=FCro?=) Date: Tue, 2 Dec 2003 13:01:14 +0100 Subject: [Gen-Info] Vergleichende UBA-Studie: Alternativen zu Genpflanzen Message-ID: <017301c3b8f5$19e01500$1800a8c0@matthias> Vergleichende Studie: Alternativen zu gentechnisch veränderten Pflanzen Eine Studie des Umweltbundesamts (UBA) über "Alternativen zu gentechnisch veränderten Pflanzen" kommt zu dem Schluss, dass gentechnisch manipulierte Nutzpflanzen dem Landwirt oft nicht mehr Profit einbringen. In fünf Fallbeispielen (Unkrautbekämpfung bei Raps, Insektenbefall bei Mais, Befall der Zuckerrübe durch das Rizomania-Virus, Kartoffel mit veränderter Stärkezusammensetzung, Mehltaubefall bei Weinreben) werden gentechnische Lösungsansätze den Möglichkeiten konventioneller und ökologischer Landwirtschaft gegenüber gestellt. Im Mittelpunkt der Analyse stehen die technische Machbarkeit und die Marktchancen der einzelnen Alternativen. Es zeigt sich, dass in jedem der fünf Fälle bereits Lösungen ohne Einsatz der Gentechnik vorhanden sind, die technisch machbar, ökologisch sinnvoll und zum Teil auch längst ökonomisch konkurrenzfähig sind. So gibt es erfolgreiche konventionelle Neuzüchtungen wie virusresistente Zuckerrübensorten oder Weinreben, die weniger anfällig für Pilzkrankheiten sind. Hingegen stellt sich am Beispiel der Kartoffel mit veränderter Stärkezusammensetzung heraus, dass noch viel Züchtungsarbeit zu leisten ist. Hier scheint der gentechnische Ansatz zunächst die einfachere Lösung zu sein. Die bisherigen Erfahrungen mit dem Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen zeigen jedoch, dass dadurch neue Probleme entstehen können - so das Auftreten resistenter Unkräuter oder die Schädigung von Nützlingen. Trotz möglicherweise ökonomisch vielversprechender Gentech-Pflanzen dürfe die Förderung und Weiterentwicklung von Alternativen nicht vernachlässigt werden, schlussfolgern die Autoren. Welche Lösungen - mit oder ohne Gentechnik - sich bei den Landwirten letztlich durchsetzen werden, hänge nicht nur von der technischen Machbarkeit und der Umweltverträglichkeit, sondern auch von ökonomischen Rahmenbedingungen wie staatlichen Fördermaßnahmen und nicht zuletzt von der Akzeptanz der Ver­braucherinnen und Verbraucher ab. (du) Umweltbundesamt (Hrsg.): "Alternativen zu gentechnisch veränderten Pflanzen", UBA-Texte 68/03, 147 S., 7,50 Euro. Bezug: Werbung und Vertrieb, Ahornstr. 1-2, 10787 Berlin, Tel. 030 / 2116061, Fax 030 / 2181379 ------------------------------------------------------------------------ EU-Rundschreiben Deutscher Naturschutzring (DNR) e.V. Prenzlauer Allee 230, 10405 Berlin Tel. 030 / 443391-81, Fax -80 juliane.gruening at dnr.de www.dnr.de ------------------------------------------------------------------------ From info-berlin at dnr.de Tue Dec 2 16:09:17 2003 From: info-berlin at dnr.de (=?iso-8859-1?Q?DNR_Redaktionsb=FCro?=) Date: Tue, 2 Dec 2003 16:09:17 +0100 Subject: [Gen-Info] [EUR] Steht das Moratorium bis zum ersten GVO-Anbau in der EU? Message-ID: <017801c3b8f5$1e666070$1800a8c0@matthias> Steht das Moratorium bis zum ersten GVO-Anbau in der EU? Neuer Zulassungsantrag entfacht Diskussion unter Umweltgruppen Wie die Europäische Kommission Ende Oktober auf einem Treffen der EU-Bot­schafter erläuterte, sind die Vorbereitungen auf das Ende des seit fünf Jahren geltenden Moratoriums für die Zulassung gentechnisch veränderter Lebensmittel und Pflanzen weitgehend abgeschlossen. Am 7. November traten die neuen Vorschriften zur Kennzeichnung in Kraft. Bereits fünf Tage später wollte die Kommission im Ausschuss die erste Genehmigung durchbringen. Zur Diskussion steht dann ein Antrag von Syngenta für einen Süßmais mit der Kennziffer NK 603, der dank eines künstlich eingebauten Gens ein Gift gegen Schadinsekten produziert. Stehen noch alle politischen Optionen offen? Da das Moratorium nie Rechtscharakter hatte, würde es faktisch erst mit dem Anbau von gentechnisch veränderten Sorten enden, argumentierte der Sprecher der "Aktion Pro Gen-Mora­torium", Klaus Schramm. Schramm wies darauf hin, dass bis dahin noch alle Optionen offen stünden eine gentechnikfreie Landwirtschaft zu bewahren. Der Presse und einigen Umweltverbänden wird in diesem Zusammenhang vorgeworfen, ungewollt die Interessen der Politik zu bedienen. Die allgemein akzeptierte Darstellung, wonach alle Entscheidungen schon gefallen seien und außer Detailfragen nichts mehr zu ändern sei, entspreche nicht den Tatsachen. Schramm bezeichnete in diesem Zusammenhang auch das vom BUND und anderen Umweltverbänden favorisierte Konzept der "gentechnikfreien Zonen" als verfrüht. Es sei vielmehr eine Frage des politischen Willens, sich weiter für eine gentechnikfreie Landwirtschaft auf der gesamten Fläche einzusetzen. (du) www.gen-moratorium.de www.gen-ethisches-netzwerk.de ------------------------------------------------------------------------ EU-Rundschreiben 11/12.03 Deutscher Naturschutzring (DNR) e.V. Prenzlauer Allee 230, 10405 Berlin Tel. 030 / 443391-81, Fax -80 juliane.gruening at dnr.de www.dnr.de ------------------------------------------------------------------------ From info-berlin at dnr.de Tue Dec 2 10:34:49 2003 From: info-berlin at dnr.de (=?UTF-8?Q?DNR_Redaktionsb=C3=BCro?=) Date: Tue, 2 Dec 2003 10:34:49 +0100 Subject: [Gen-Info] =?utf-8?q?Fw=3A_Diskussion=3A_Ein_Jahr_Lula_-_Sergio_?= =?utf-8?b?R8O2cmdlbiBpbiBCZXJsaW4gKDExLjEyLiwgS2F0aC4gQWthZGVtaWUs?= =?utf-8?q?_Mitte=29?= Message-ID: <016c01c3b8f5$10d070e0$1800a8c0@matthias> Nachricht weitergeleitet durch: DNR Redaktionsbüro Info-Service Weitere Rubriken bestellen/Abbestellen/Information: www.dnr.de/publikationen/infoservice -- ----- Original Message ----- From: "Paul Buntzel" Sent: Tuesday, December 02, 2003 8:14 AM Subject: [AttacAgrarNetz] Terminhinweis: Ein Jahr Lula Brasilien vor der Herausforderung der Armutsbekämpfung - Ein Jahr Präsidentschaft Lula ? Am 11. Dezember wird der Franziskaner und Abgeordnete der Arbeiterpartei PT zum Landesparlament des brasilianischen Bundesstaates Rio Grande do Sul, Bruder Sergio Görgen OFM, auf Einladung der Deutschen Kommission Justitia et Pax und der Missionszentrale der Franziskaner in der Katholischen Akademie Rede und Antwort zu den politischen und gesellschaftlichen Veränderungen in Brasilien im ersten Jahr der Regierung von Präsident Lula Auskunft geben. Der Wahlsieg und die Regierungsübernahme von Präsident Luis Inacio da Silva, genannt Lula, vor gut einem Jahr in Brasilien ist euphorisch gefeiert worden. Viele Hoffnungen wurden auf den Politikwechsel in dem größten Land Südamerikas gesetzt. Inzwischen ist Nüchternheit eingekehrt. Vielen Basisgruppen und Nichtregierungsorganisationen bemängeln den schleppenden Reformprozess und eine Politik, die an die der Vorgängerregierungen anknüpft. Sergio Görgen ist nicht nur Mitbegründer der Landlosen- und Kleinbauernbewegung in Brasilien, sondern auch ein ausgewiesener Fachmann in der Problematik gentechnisch veränderter Lebensmittel. Durch die Kombination seiner Tätigkeit in verschiedenen Projekten und Basisgruppen der Franziskaner und sein Mandat im Landesparlament eines der wirtschaftsstärksten Bundesstaaten Brasiliens ist er ein interessanter Gesprächspartner. Wir laden Sie sehr herzlich ein, am 11. Dezember um 19.30 Uhr in der Katholischen Akademie Berlin, Hannoversche Str. 5, 10115 Berlin mit Sergio Görgen zu diskutieren. Mit freundlichen Grüßen Jörg Lüer Deutsche Kommission Justitia et Pax Tel.: 243428 158 und Thomas M. Schimmel Missionszentrale der Franzsikaner Tel: 488396 42 ---------------------------------------------------------------------------- ---- _______________________________________________ Attac-agrarnetz Mailingliste JPBerlin - Mailbox und Politischer Provider Attac-agrarnetz at ilpostino.jpberlin.de http://listi.jpberlin.de/mailman/listinfo/attac-agrarnetz