From 078222664-0001 at t-online.de Tue Oct 14 17:21:59 2003 From: 078222664-0001 at t-online.de (Klaus Schramm) Date: Tue, 14 Oct 2003 17:21:59 +0200 Subject: [Gen-Info] Neuseeland: Demos =?iso-8859-1?q?f=FCr?= Gen-Moratorium Message-ID: <1A9Qzn-0hKqsC0@fwd02.sul.t-online.com> Hallo Leute ! Vielleich motiviert es ja noch die eine oder den anderen für morgen nach Berlin... Ciao Klaus 14.10.2003 Für Erhalt des Gen-Moratoriums in Neuseeland Größte Protest-Demonstrationen seit den Anti-Atom-Kundgebungen der 80er Jahre In ganz Neuseeland, in Auckland, Wellington, Aotearoa und mehreren anderen Städten gingen hunderttausende von Menschen auf die Straßen, um für den Erhalt des Gen-Moratoriums in Neuseeland zu demonstrieren. Allein in Auckland waren nach Angaben der OrganisatorInnen mehr als 30.000 Menschen versammelt, darunter zahlreiche Familien mit Kindern. Die Polizei sprach von etwa 15.000 TeilnehmerInnen. Augenzeugen berichten, es habe sich um die größten Proteste seit den Anti-Atom-Kundgebungen der 80er Jahre gehandelt. In den letzten zwei Jahren hat sich die Anti-GE-Kampagne zu einer Massenbewegung entwickelt, die von zwei Dritteln der Bevölkerung unterstützt wird. Auch in Neuseeland findet ein Aufruf immer breitere Unterstützung, das bestehende Gen-Moratorium zu verlängern. Dieses endet nach dreijähriger Dauer zum 31. Oktober und die neuseeländische Regierung hat entschieden, danach den Anbau und Verkauf von genmanipulierten Pflanzen und Nahrungsmitteln zuzulassen. Täglich entscheiden in Neuseeland immer mehr Gemeinde- und Stadtparlamente, sich dem Aufruf an die Regierung unter Labour-Premierministerin Helen Clark anzuschließen. Doch bislang scheint sich die Regierungschefin nicht von ihrem Pro-Gentech-Kurs abbringen zu lassen. Frank Bayer From 078222664-0001 at t-online.de Tue Oct 14 20:11:52 2003 From: 078222664-0001 at t-online.de (Klaus Schramm) Date: Tue, 14 Oct 2003 20:11:52 +0200 Subject: [Gen-Info] =?iso-8859-1?q?Verb=E4nde?= fordern Schutz vor Gentechnik: Offener Brief an Bundesregierung (fwd) References: <033401c39256$f1a040c0$1800a8c0@matthias> Message-ID: <1A9TeC-1BoWxs0@fwd03.sul.t-online.com> Schutz für gentechnikfreie Landwirtschaft und Lebensmittel Verbände schicken offenen Brief an Bundesregierung Berlin: Bauern-, Verbraucher- und Umweltverbände sowie Gewerkschafts- und Kirchenorganisationen haben die Bundesregierung in einem offenen Brief aufgerufen, die Zukunft der naturnahen Landwirtschaft ohne Gentechnik zu sichern. Die Bundesregierung müsse sich im EU-Saatgutausschuss für ein Reinheitsgebot für Saatgut einsetzen. Bei der Novelle des Gentechnikgesetzes müsse sie den Schutz der gentechnikfreien Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion garantieren. Sonst drohe eine schleichende gentechnische Kontamination der Nahrungskette. Das widerspreche dem Mehrheitswillen der Bevölkerung in Deutschland und Europa. Am 27. Oktober entscheidet der Saatgutausschuss der EU über die Höhe der zulässigen gentechnischen Verunreinigung von Saatgut. Die EU-Kommission hat je nach Pflanzenart Werte zwischen 0,3 und 0,7 Prozent vorgeschlagen. Nach den Verbänden muss jede messbare Verunreinigung ausnahmslos gekennzeichnet werden. Ohne ein solches Reinheitsgebot würde Bauern und Verbrauchern die Gentechnik gegen ihren Willen aufgezwungen. Ein Entwurf zur Novelle des Gentechnikgesetzes aus dem Verbraucherministerium wird zur Zeit mit den zuständigen Ressorts in den Ministerien für Wirtschaft, Forschung, Gesundheit und Justiz abgestimmt. Umstritten sind vor allem die Auflagen für Gentech-Betriebe. Die Verbände fordern, dass diejenigen, die gentechnisch veränderte Pflanzen entwickeln oder verwenden, auch dafür sorgen, dass keine Kontamination stattfindet. Kontroll-, Sicherheits- und Schadenskosten dürften nicht die bedrohten Bauern in der konventionellen und biologischen Landwirtschaft belasten. Der Brief wurde gestern, 13. Oktober, an die Bundesregierung sowie an alle Mitglieder des Bundestages und der Landtage verschickt. Zu den Unterzeichnern gehören: Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), Agrarbündnis, Arbeitsgemeinschaft der Umweltbeauftragten der evangelischen Kirche (AGU), Bioland, Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Deutscher Naturschutzring (DNR), Gen-ethisches Netzwerk (GeN), Greenpeace, Grüne Liga, Katholische Landjugendbewegung (KLJB), Industriegewerkschaft Bauen Agrar Umwelt (IGBau), Naturschutzbund (NABU), Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv), Zukunftsstiftung Landwirtschaft (zs-l). Weitere sechzig Unternehmen und Wirtschaftsverbände unterstützen die Initiative.